Da hatte ich doch tatsächlich die wunderschönen Bilder der Hochzeit von Stefanie & Stefan aus dem August letzten Jahre vergessen, Euch zu zeigen.
Schon beim unserem Vorshooting ein paar Wochen vor der eigentlichen Hochzeit wurde das Motto der Beiden schön klar: es ging um Reisen, genau genommen um deren gemeinsames Faible für das Verreisen.
Das schlug sich sowohl in der Gestaltung der Tischdeko, den Aufnahmen an der Landebahn des Flughafens und der vielen reisebezogenen Requisiten nieder.
Gleich am zweiten Tag dieses Jahres hatte ich mein erstes, starkes Fotoshooting. Vor der Linse hatte ich Lea, sie hatte mich gebucht, um uns zwei Stunden fotografisch auszutoben. Genug Ideen waren von Anfang an vorhanden. So tanzt Lea in ihrer Freizeit, demnach waren einige Outfits von vorneherein schon klar.
Außerdem war auch ihr Wunsch, keine “normale” Location zu haben, sondern etwas auffälligeres – ich zeigte ihr die Bilder von der Bilderserie mit Sonja, sie war gleich einverstanden.
Es ist angenehm, Sportler zu fotografieren – sie haben ein besseres Körperverständnis und bewegen sich instinktiv richtig Und was will ich als Fotograf mehr – gute Ergebnisse waren da doch schon vorprogrammiert.
Zusätzlich zu meinem Hüpfbild am Schluss trage ich nun ab diesem Jahr immer wieder mal eine von mehreren Polaroid-Kameras mit mir herum, um gelegentlich das ein oder andere Bild damit zu machen.
Vor einiger Zeit erwähnte ich meine Anschaffung der Eye-Fi Pro-X2 Karte. Diese Karte ist eine SD-HC Karte mit einem integrierten W-Lan Modul. Heißt: mittels dieser Karte funke ich die mit der aufgenommenen Daten von meiner Kamera an ein anderes beliebiges Gerät. Mein damaliger Artikel behandelte größtenteils die Geschwindigkeit der Datenübertragung, nicht jedoch meine Arbeitsweise mit diesem Werkzeug. Diese Informationen möchte ich nun nachreichen, da hierzu immer wieder Fragen kommen.
Eye-Fi Karte & iPad
Anfangs waren die Funktionen der Karte arg eingeschränkt: sie konnte sich nur über einen W-Lan-Router in ein Netzwerk anmelden. Außerdem musste zum Ändern der Einstellungen auf der Karte eine Internetverbindung bestehen. Doch die Einschränkungen wurden durch einige Firmware-Updates größtenteils aufgehoben: die Karte kann selbst ein Netzwerk erstellen und direkt Bilder an ein beliebiges W-Lan fähiges Gerät übertragen. Dies läuft dabei direkt ab, eine Server von Eye-Fi, wie mancherorts im Internet behauptet, wird nicht angesprochen. Man braucht auch keine direkte Internetverbindung für die Übertragung der Daten. Lediglich für Funktionen wie das automatische Geotagging der Bilder beim Übertragen oder das direkte Hochladen zu Flickr und anderen Diensten erfordert verständlicherweise eine Verbindung in das weltweite Netz.
Mein Workflow sieht wie folgt aus: die Eye-Fi-Karte kommt bei meiner Nikon D-7000 in den zweiten SD-Kartenslot. An der Kamera stelle ich ein, dass auf die Karte im ersten Kartenslot die RAW-Dateien gespeichert werden, auf der zweiten Karte lediglich die Jpeg-Daten in kleinster Auflösung – für eine Beurteilung der Schärfe und des Bildaufbaus völlig ausreichend. Zusätzlich kann ich der Karte in den Einstellung sagen, welche Daten diese überhaupt übertragen soll: Jpeg-, RAW- oder Videodateien. Somit ist es auch bei dem Einsatz von nur einer Karte in der Kamera möglich, nur die kleinen Jpeg-Dateien zu übertragen und die RAW-Dateien für später auf der Karte zu lassen.
Doch Achtung: die Karte hat nur 8 GB Speicherplatz, bei meiner D7000 reicht das für gut 200 Fotos – nicht viel für ein Fotoshooting. Und bei der Einsatz von nur einer Karte sollte man peinlich genau darauf achten, die Funktion “Endless Memory” auszuschalten. Diese bewirkt, dass bei Erreichen eines vorher festgelegten prozentualen Füllstandes der Karte die neuesten Dateien die ältesten überschreiben – schlecht, wenn das die RAW-Dateien für später sind. Bei meinem Einsatz von zwei Karten ist dieser Punkt zu vernachlässigen, wenn die Jpeg-Dateien, die bereits auf dem Rechner sind, überschrieben werden – diese benötige ich gewöhnlich nicht mehr.
Eye-Fi-Karte in der Nikon D7000
Ich übertrage meine Bilder für mich oder meine Kunden zur Zeit sowohl auf den iMac, als auch auf das Mac Book Pro (MBP) und das iPad – aber nie gleichzeitig. Leider kann die Eye-Fi Karte nur eine Verbindung gleichzeitig aufbauen. Heißt: vor Beginn des Praxiseinsatzes muss ich in den Einstellungen festlegen, wohin meine Karte die Bilder übertragen soll.
Auf dem iMac und dem MBP landen die Bilder in einem vorher definierten Ordner. Diesen lasse ich von Lightroom (Version 3.6) überwachen und automatisch in Lightroom importieren. Damit der Kunde auch bei einer späteren Durchsicht nur seine Bilder zu sehen bekommt, erhalten die Bilder beim Import in Lightromm ein paar vorher festgelegte Stichwörter. Über eine sogenannte Smart-Sammlung werden nur die Bilder mit genau diesen Stichworten angezeigt.
Die Übertragung der Bilder auf das iPad ist mittlerweile noch einfacher. Es ist kein Jailbreak des iPad mehr notwendig. Für die Eye-Fi Karte gibt es eine kostenlose App mit Bildbetrachter, welche die übertragenen Bilder anzeigt. Eine Unterdrückung des Stromsparmodus liefert die App mit. Die Bilder landen ohne Zutun des Nutzers in dem allgemeinem “Aufnahmen”-Ordner. Leider lässt sich hier kein anderer, neuer Ordner definieren. Nachteil daran: hat man hier noch andere Bilder (was sehr wahrscheinlich ist, da auch die iPad-interne Kamera die Bilder dort ablegt), bekommt diese der Kunde auch zu sehen. Zusätzliches Manko: das Löschen von ein paar hundert Bildern nach einem Fotoshooting muss einzel pro Bild auf dem iPad erfolgen oder man lädt erst alle Bilder in iPhoto auf dem Mac importieren und dann automatisch löschen. Ein einfachere Lösung wäre hier deutlich angenehmer.
Eine zweite wünschenswerte Funktion, die ich bereits bei einer anderen App gesehen habe, wäre ein direkter Zugang vom Sperrbildschirm zu den übertragenen Bildern. Dadurch könnte ich als Fotograf mein iPad mit allen persönlichen Daten, E-Mails und ähnlichem ohne Bedenken einem Kunden bei einem Fotoshooting in die Hand geben ohne Angst haben zu müssen.
Von eine Übertragung von RAW-Dateien oder gar Filmdateien würde ich generell abraten: immer wieder einbrechende Übertragungsraten durch meine Bewegungen als Fotograf machen hier keinen Spaß aus der Sache. Hier ist immer noch die beste Wahl eine USB-Kabel, das mittels Klebenband gesichert wird, die beste und schnellste Wahl (doch aufpassen, dass durch Züge oder Ruckeln nicht die USB-Buchse der Kamera beschädigt wird – dies geht sehr schnell) oder in Zukunft der Ethernet-Anschluss, den die Profikameras (Nikon D4, Canon EOS-1D X) neuerdings bieten.
Auch der Einsatz der Eye-Fi Karte in SD-Kartenadaptern für CF-Kartenslots in Kameras muss von Einzelfall zu Einzelfall kritisch geprüft werden: generell scheint die Übertragung der Daten in den Adaptern zu funktionieren, jedoch habe ich hier von befreundeten Fotografen gehört, dass die Abschirmung zusätzliche Abschirmung der Adapter oder sogar das Gehäuse professioneller Kameras ein Problem geben kann.
Die Vorteile des (geringen) Aufwandes sind vielfältig:
Sofortiger und sehr positives Feedback vom Kunden
Bei Auftragsproduktionen können die Entscheidungsträger leichter korrigieren – effizinteres Arbeiten
Für Reportagefotografie entfällt das lästige Kartenleeren
Noch Fragen? Immer her damit, ab in die Kommentare. Ich freue mich drauf.
Was gibt es schöneres, als meinen Blog im Jahr 2012 mit süßen Neugeborenen zu starten. Derer sogar zwei, nämlich Lina und Ludwig. Bei den beiden Zwergen war ich vor einigen Tagen daheim zu Gast, um ein paar schöne Fotos zu machen. Und es ist es gar nicht so einfach zwei solch aktive Babies gleichzeitig fotogen auf Papier, beziehungsweise Chip zu bannen. Hier eine kleine Auswahl der Ergebnisse. Ich freue mich schon jedes Mal, wenn ich die Babies dann ein paar Jahre später sehe, wie sie sich dann entwickelt haben und gewachsen sind.
Eine kleine Vorschau auf das Jahr 2012… was ihr alles zu sehen bekommt im Laufe des Jahres.
Zum einen füllt sich der Kalender für die Hochzeiten im Frühjahr und Frühsommer schon ganz gut, auch die ersten Termine für den Herbst sind vorläufig reserviert. Ich freue mich dabei auf einige sehr schöne Locations und nette Brautpaare, die ich teilweise schon persönlich getroffen habe.
Zum anderen sind schon die ersten längefristigen Firmenaufträge vereinbart – das sind häufig jährlich oder alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltungen dieser Firmen. Solche Begleitungen sind immer sehr interessant, da ich ohne großen Aufwand Einblick in verschiedenste Industriezweige bekomme.
Auch bei den Locations gibt es einiges neues: im den letzten Monaten von 2011 war ich fleißig auf Locationsuche und freue mich schon darauf, in den unterschiedlichsten Orten Fotoshootings zu realisieren. Eine kleine Auswahl von möglichen Locations, in denen ich fotografieren möchte/werde, findet Ihr in der angehängten Galerie.
Fortsetzen werde ich auch die Sports-on-Black-Reihe, jedoch mit einem etwas actiongeladeneren Schwerpunkt. Wie das genau aussehen wird, seid gespannt. Auch werde ich wieder an den Ausstellungen des Fotoclubs Schwabach teilnehmen. Und was sonst noch kommen wird? Wir lassen uns überraschen!
Das Jahr 2011 war sehr bewegend für mich sowohl privat als auch beruflich. Das wohl größte Ereignis war die Geburt meines dritten Kindes. Dadurch kam auch eine kurze Pause mitten im Hochmonat Mai für Hochzeiten und andere Outdoor-Fotoshootings.Doch der Mai gab mir auch etwas Muse, mir Gedanken zu neuen Projekten zu machen und mich etwas auf die Familie zu konzentrieren. Aber natürlich begann bei mir das Jahr auch mit dem Januar.
Ziemlich kalt ging es im Reitstall beim Vaulting-Team zu – dass hatte natürlich nichts mit den Voltigier-Damen zu tun, sondern lag selbstverständlich an den miesen fünf Grad, die in der Reithalle herrschten. Doch die Visagistinnen und die Sportlerinnen rissen sich zusammen und so kamen doch noch gute Ergebnisse dabei herum. Wie ich damals schon geschrieben hatte, hätte ich mir etwas mehr Dynamik erwünscht, durch das stillstehende Pferd und die starre Ausleuchtung leider damals nicht anders lösbar.
Auch mein neu eingerichtetes Heimstudio probierte ich im Februar zweimal aus, bevor ich im März mit gleich vier Fotoshootings raus in die Natur und das Urbane wechselte (Benjamin, Sophia, Britta, Melinda).
Ein deutlich dynamischeres Fotoshooting war das der Rhönräder, auch im März in der warmen Halle.
Im April und Mai standen mir wieder in sehr natürlichen Lichtsettings Outdoor Mirjam, Sonja und Nadine vor der Linse, bevor im Juni eines der Highlights im Kalender stand: das lang organisiertes Fashion-Fotoshooting auf einem Flughafen. Und es kamen Knallerbilder dabei raus, die auch im Rahmen einiger Wettbewerbe beim Fotoclub Schwabach regional und überregional Medaillen gewannen.
Während der Sommermonate war ich mit den Hochzeiten am Wochenende gut ausgelastet. Unter der Woche probierte ich von Juli bis September die Reportagefotografie für eine örtliche Bildagentur aus. Was ich für Erfahrungen damit machte und weshalb ich den Versuch wieder stoppte, hier nachzulesen.
Aufgrund dieser beiden zeitlich sehr ausfüllenden Aufgaben passierte sonst nicht viel in den Sommermonaten (abgesehen von einem kurzen, privaten Urlaub auf Fehmarn). Lediglich Elonna schaffte es mit einem Spontan-Fotoshooting in meinen Terminkalender.
Der Oktober war mobilitätstechnisch ein etwa schwieriger Monat: ohne Führerschein mit einigen Dutzend Kilo Equipment zu den Fotoaufträgen stellte sich nur in Schwabach als gerade machbar heraus. Dank toller Assistenten (danke, Kerstin, Thomas, Benjamin!) erfüllte ich trotzdem die gebuchten Fotoshootings in gewohnt hoher Qualität.
Im November ging es dann wieder mit alter Frische Schlag auf Schlag: ein Fotoshooting mit einer meiner Lieblingsmodels, Sonja in einer unbewohnten Altbauwohnung. Ich nahme viele neue Locations in Augenschein, die in nächster Zeit als Fotohintergründe auftauchen werden. Außerdem nach etwas Pause das äußerst spektakuläre Fotoshooting mit der Turnakrobatikgruppe aus Weißenburg.
Vielen Dank an all die Firmen, Hochzeitspaare, Familien und Models die mir ihr Vertrauen geschenkt haben und deren Fotograf ich sein durfte. Auch schicke ich einen Riesendank an meine Assistenten/Videografen/Zweit-Fotografen, die mir geholfen haben, meine Vorstellungen zu realisieren und die Entstehungsprozesse zu dokumentieren: allen voran Thomas, dann Niko, Claudy, der andere Thomas, Raphael, Tobias und Kerstin.
Welche Projekte ich auf 2012 aufschieben musste, was ich foto- und projektbezogen sonst noch so vorhabe, lest Ihr in ein paar Tagen. Und zu guter Letzt noch die volle Dröhnung, eine Auswahl meiner Bilder aus 2012, in guten zwei Minuten, wahlweise auf YouTube oder Vimeo:
Das Jahr geht langsam zu Ende, ich bin schon dabei meinen Jahresrückblick zu schreiben und plane munter die ersten Fotoshootings für 2012. Dennoch schiebe ich heute eine Hochzeit aus dem Sommer nach, die Hochzeit von Katja und Harald. Die beiden heirateten an einem wunderschönen Tag im September in der Fränkischen Alb.
Als Hochzeitsort für die standesamtliche Hochzeit stand eine alte, renovierte, frühere Kapelle zur Verfügung. Und auch das ländliche, leicht bergige Umland hatte seinen Reiz. Hier einige Bilder des Tages.
Vor recht genau einem Jahr sind die meisten der jetzt gezeigten Bilder entstanden – damals hatte ich bereits ein paar davon im Rahmen der Vorstellung der neuen Nikon D7000 gezeigt. Vor ein paar Tagen war ich nochmals bei der Firma vor Ort um ein paar Bilder der Mitarbeiter zu updaten – un nun sind sie auch auf der Homepage des Unternehmens zu sehen.
Die Mitarbeiterbilder sind mit einem 115er-Schirm als Aufheller indoor entstanden, die meisten Außenaufnahmen mit meinem damaligen Tokina 12-24 mm 4.0, welches mittlwerweile nicht mehr existiert. Immer wieder schön, seine Bilder dann in fertigen Werbeprodukten eingebettet zu sehen.
Anfang November war ich mit meinem Team (Thomas als zweiter Fotograf und Tobias als Videograph) bei den Sportakrobaten des TSV 1860 Weissenburg für ein Fotoshooting meiner “Sports on Black”-Reihe (Making-Of-Bilder hier). Was dabei heraus kam, gibt es nun endlich zu sehen. Aufgrund der Anzahl der Fotos wird das ein etwas längerer Beitrag, sorry dafür.
Von der Beleuchtung verwendeten wir je nach Figur vier bis fünf Nikon SB-25, je nach Figur. Zwei sorgten für das Rimlight von hinten, je mit einer leichten CTB-Folie versehen. Zwei weitere von vorne als Hauptlicht, ein letzter bei Bedarf um bestimmte Stellen aufzuhellen.
Neben den “üblichen” Bildern der Sportler beim Turnen hatten wir noch den Lastolite Hilite dabei, um von jeden Sportler in diversen Outfits Hedshots aufzunehmen. Die Beleuchtung dabei war eher klassisch: von oben ein Beauty-Dish mit einem Nikon SB-25, von unten ein Sunbounce Pro silber als Aufheller. Der Lastolite sorgte mit zwei weiteren Aufsteckblitzen für den reinweißen Hintergrund.
Was es sonst noch zu sehen gibt, seht ihr im Making-Of-Video, wahlweise auf YouTube oder Vimeo.
Meine bisher letzte Hochzeit in diesem Jahr gehört definitiv zu einer meiner Highlight-Hochzeiten in 2011. Alles begann damit, dass ein Münchner Pärchen mich wegen eines Hochzeitstermines im November kontaktierte. Na gut, dachte ich mir, auch im November kann man heiraten (siehe meine Hochzeit letztes Jahr im Dezember, zwei Tage nach den heftigen Schneefällen).
Doch schon beim Vorgespräch im September wurde klar, das die beiden etwas besonderes vorhaben: eine komplett mittelalterliche Hochzeit. Alle Gäste und sie selbst tragen mittelalterliche Kostüme. Die Lokation wurde klasse ausgewählt: Burg Abenberg, gleich bei mir um die Ecke. Ich war schon oft dieses wie auch die vorigen Jahre auf Burg Abenberg mit Hochzeitspaaren, doch nie so stilecht.
Aber mit der Wahl der Burg hatte es noch mehr auf sich: Mirjam und Stephan kannten die Burg vom Feuertanzfestivel und hatten vor Jahren im Spaß gesagt “wenn wir mal heiraten, dann auf dieser Burg”. Wunderbare Geschichten erzählt das Leben selbst.
Aber als ich das erste Mal die Kostüme sah, ging mir im wahrsten Sinne des Wortes das Herz auf: optisch sehr interessant für einen Fotografen, die richtige Stimmung, wunderbar. Dank an Euch beiden, dabei sein zu dürfen.
Ausleuchtungstechnisch mussten mein zweiter Fotograf, Thomas und ich doch etwas tricksen. An dem besagten Novembertag hatten wir sehr tristes, trockenes, kaltes Herbstwetter. Wir verzichteten auf meinen heißgeliebten Sunbounce-Reflektor und wichen auf die tragbare Lastolite-Softbox auf, als Stimmungaufheller verpassten wir dem Blitz eine 1/4 CTO-Folie.
Auch schwierig war das Kellergewölbe, in dem der Empfang stattfand. Offenste Blende und ISO 3200 retteten das meiste. Aber genug geredet, hier die Bilder:
Vor einigen Tagen begleitete ich die Eröffnung der 15. LesArt in Schwabachim Markgrafensaal mit Oberbürgermeister Matthias Thürauf.
Die bekannte Schauspielerin Nina Hoger präsentierte dabei Lyrik und Prosa von Else Lasker-Schüler, musikalisch wurde sie vom Klezmer-Ensemble Noisten begleitet. Hier ein paar Eindrücke und der Artikel dazu.
Wie immer in solchen Sälen: mistiges Licht, ISO konstant bei 1600 und nur offenblendiges Arbeiten. Als Betrachter der Bilder denkt man sich: keine große Action vorne auf der Bühne, leicht zu fotografieren. Doch gerade das gilt überhaupt nicht: die Zuhörer sind während der Lesung schnell von mir als Fotograf gestört (dabei benutze ich keinen Blitz benutzt und bewege mich extrem wenig). Die Folge: möglichst zu Anfang der Lesung die Schlüsselbilder im Kasten haben, die Fotopositionen frühzeitig überlegen und bei einer Häufung von mißbilligenden Blicken das Fotografieren einstellen. Tja, was soll man machen.
Anscheinend wird das zu einer Regel: wenn das Wetter beim Hochzeitsvorshooting schlecht ist, wird das Wetter bei der eigentlichen Hochzeit blendend.
Und auch bei rund 20 Minuten für die offiziellen Fotos kam dank etwas ungelenk gehaltenen Sunbounce durch einen Hochzeitsgast und dem Zuschauen der halben Hochzeitsgäste einige schöne Bilder zustande. Manchmal geht es eben nicht anders. In solchen Fällen macht es Sinn, früh da zu sei, um seine Location und Equipment fertig aufgebaut und ausgesucht zu haben. Auch bietet es mir die Zeit, die Bilder für das Brautpaar mir mehr Details und Stimmungen zu “unterfüttern”. Danke an Conny und Reiner für die schöne Hochzeit.
... ist Schreiber dieses Blogs und fotografiert als Freelancer in ganz Mittelfranken.
Zu seinen Hauptgebieten gehört der Mensch, Reportagen und inszenierter Fotografie.