Ab sofort die Kritik von “Good Bye, Lenin!” online…
Good Bye, Lenin! – Ernste Komödie
Empfehlung: 
Da ich noch nie in der DDR, sowie in der ehemaligen DDR war, konnte ich natürlich diesen Film nicht so würdigen, wie ich ihn sollte. In diesem Fall habe ich mich komplett auf die Aussagen von meiner Frau gestützt.
Zur Geschichte: Kurz vor dem Fall der Mauer fällt Mutter Kerner (Katrin Saß), ihres Zeichens stolze DDR-Bürgerin und Sozialistin von altem Schrot und Korn, ins Koma. Als sie acht Monate später die Augen wieder aufschlägt, empfehlen die Ärzte, jeden Schock für die Dame zu vermeiden. Für Sohnemann Alex (Daniel Brühl) und den Rest der Familie bedeutet das, im nunmehr gründlich veränderten Einheitsdeutschland alle Register potemkinscher Improvisation zu ziehen…
Gleich vorneweg: Wenn man sich die Vorschauen so anschaut, erwartet man eine Komödie rund um den Mauerfall. Doch nach dem Film erscheint er als ernster Film mit ein paar komödiantischen Zügen. Leider ist das bei vielen deutschen Komödien so, daß die Filmthemen verproblematisiert werden.
Daniel Brühl als Sohn Alex liefert eine gigantische Vorstellung ab. Wer in dem Filmen “Schule” oder “Vaya con Dios” gesehen hat, erkennt sofort, daß er sehr viel dazugelernt hat. Auch sonst überzeugen die Schauspieler durch solide Schauspielleistungen. Zu dem Thema DDR hat meine Frau gesagt: “So war es wirklich!”. Also denke ich, ist ihnen auch gelungen, die Stimmung und das Bild der Ex-DDR einzufangen. Aber es bleibt der fade Beigeschmack, daß der Film leicht in die Sparte “kritischer Problemfilm” abdriftet. Hättet ihr euch doch entweder für eine Komödie oder einen Historiefilm.





