Da ich das Wochenende auf einer Freizeit verbringe, habe ich euch noch die Kinokritik zu “The Royal Tenenbaums” fertiggeschrieben. Schönes Wochenende, bis Montag!
The Royal Tenenbaums – Schrullige Familienkiste
Empfehlung: 
Warum wurde dieser Film eigentlich nicht beachtet, als er im Kino lief? Bei einer solch guten Besetzung (u.a. Gene Hackmann, Anjelica Huston, Ben Stiller, Gwyneth Paltrow, Danny Glover, Owen Wilson und Bill Murray) ist dies sehr verwunderlich. Deshalb habe ich mir den Film auch erst vor kurzer Zeit auf DVD angeschaut.
Zur Geschichte: Royal Tenenbaum (Gene Hackman) ist ein Egoist und Lebemann. Doch als ihm durch seine verschwenderische Art das Geld ausgeht, ist er gezwungen zu seiner Frau Ethel (Anjelica Huston) reumütig zurückzukehren. Davon ist die feine Lady samt den gemeinsamen erwachsenen Sprößlingen überhaupt nicht begeistert. Der Nachwuchs litt schon sehr früh unter der Missachtung des Vaters. Anfangs entwickelten sich die Geschwister zu wahren Wunderkindern. Doch die Gefühlskälte ihres Vaters ließ die jungen Tenenbaums zu psychisch gestörten Verlierern werden. So liegt die Verhaltensstörung des ehemaligen Finanzgenies Chas (Ben Stiller) darin, dass ihn seine Angst beinahe paralysiert. Tenniswunder Richie (Luke Wilson) verkriecht sich auf ein Kreuzfahrtschiff und Schriftstellerin Margot (Gwyneth Paltrow) verbringt ihre Tage rauchend im Bad. Besser könnten die Voraussetzungen beim Wiedersehen nicht sein…
Der Film beginnt mit Aneinanderreihungen von Wunderlichkeiten zu den einzelnen Kindern und Ihren diversen Problemen. Eigentlich sind die einzelnen Kinder alle Wunderkinder und doch plagen Sie ganz alltägliche Probleme. Der Film erzählt mit einem Augenzwinkern die Geschichte dieser Familie und ihrem Vater, dem sein Leben lang sehr wenig an einer persönlichen Beziehung zu seinen Familienmitgliedern lag. Gene Hackmann spielt eine seiner besten Rollen als draufgängerischen, alternden Lebemann. Doch auch die bereits erwähnten Nebendarsteller spielen sehr gut auf. Oft muss man von der Absurdität der gezeigten Situationen unfreiwillig herzhaft lachen. Der Film ist Balsam für das Gemüt des Zuschauers, kein hektischer Film, mit einem angenehmen Ende. Unbedingt sehenswert!





