Hallöchen!
Heute zwei neue Kinofilmkritiken: Im ersten war ich mit meiner Arbeitskollegin Elke und meiner Frau am Donnerstag, “Der Wixxer”. Die zweite Filmkritik habe ich durch Zufall auf meiner Festplatte gefunden. Keine Ahnung wann ich diese Kritik zu “American Pie 3″ geschrieben habe…
Der Wixxer – Krimi-Verarsche
Empfehlung: 
Wieder einmal eine deutsche Produktion. Und wieder einmal eine Veralberung bereits bekannter Filme. So werden hier die Film von Edgar Wallace auf die Schippe genommen. Erwähnen sollte ich vielleicht, dass ich persönlich noch keinen Edgard Wallace-Film bisher komplett gesehen habe.
Zur Geschichte: In London verbreitet ein mysteriöser Schurkenmörder, genannt “der Wixxer”, Angst und Schrecken unter rechtschaffenen Schwarzwesten wie dem vorgeblichen Mopszüchter Earl of Cockwood (Thomas Fritsch), der hinter den ausladenden Mauern von Blackwood Castle einen schwungvollen Girl-Group-Handel betreibt. Jede Menge Arbeit also für Scotland Yards Inspektoren-Duo Very Long (Bastian Pastewka) und Even Longer (Oliver Kalkofe), denen überdies der erst kürzlich verübte, gewaltsame Tod von Kollege Rather Short (Thomas Heinze) noch schwer im Magen liegt.
Der Film hat seinen Titel eindeutig falsch gewählt. Die wenigsten Kinogänger verbinden den jetztigen Titel “Der Wixxer” mit dem laut den Produzenten angelehnten Titel “Der Hexer”. Auch suggeriert der Name einen Film, der Witze unter der Gürtellinie anpeilt. Doch dem ist definitiv nicht so.
Die meisten Darsteller sin dem Kinogänger bekannt, wenn er regelmäßig Fernsehen schaut. Besonders erwähnenswert sind hier Christoph Maria Herbst und Olli Dittrich: Diese beiden Charaktere haben mir am besten gefallen und spielen Ihre Rolle auch sehr überzeugend. Weniger gut sind Anke Engelke und Bastian Pastewka: Erstere kann ich persönlich überhaupt nicht mehr sehen, geschweige denn hören. Der zweitere spielt zwar seine Rolle gut, der Charakter ist jedoch meiner Meinung nach zu stark “nervig” gezeichnet.
Zu den Gags und der Handlung: Auch als “Nicht-Edgar-Wallac-Fan” kommt man auf seine Kosten, die Witze sind durch alle Themengebiete des Krimi-Genres gestreut. Einzig die mittlerweile leider überall anzutreffende “Matrix-Style”-Verarsche mit den Zeitlupenschlägereien passt nicht ganz ins Bild.
Der Film ist gut, doch leider fehlt im ein wenig das spritzige, lockere, wie Filme ala “Der Schuh des Manitu”. Somit bleibt ein angenehmer Film, der durch die vielen deutschen Bezüge sich in anderen Ländern schwer tun würde.
American Pie 3 – Slapstick-Komödie
Empfehlung: 
Der dritte Teil der Splapstick-Komödie, die bekannt ist für die Schläge unter die Gürtellinie, trägt den Beinamen “Jetzt wird geheiratet” (oder so ähnlich…). In einem “American Pie”-Film soll es plötzlich um ein teils sehr ernstes Thema wie Heirat gehen?
Zur Geschichte: Jims (Jason Biggs) Großmutter liegt (angeblich) im Sterben und sähe auf ihre alten Tage nichts lieber als den Sohn vor dem Traualtar. Der, ganz lieber Enkel, tut Omi den Gefallen und bittet kurz entschlossen zu Hochzeit mit Michelle (Alyson Hannigan). Das ruft natürlich alle alten Freunde auf den Plan. Stifler (Seann William Scott) hat sich besonders viel vorgenommen, gilt es doch, dem Kumpel sowohl eine unvergessliche Junggesellenparty zu organisieren als auch Michelles schier unfassbar attraktive Schwester zu erobern…
Zum Glück drehen sich die meisten Witze um die chaotischen Vorbereitungen und Zeremonien vor der Hochzeit. So hat der Film es zum Glück vermieden, die eigentliche Hochzeit durch den Kakao zu ziehen. Das ist gut so. Ansonsten sind wie immer ein paar kräftige Witze und einiges an nacktem Fleisch zu sehen. Die Schauspieler agieren gekonnt und motiviert. Einzig Chris Klein alias Chris ‘Oz’ Ostreicher fehlt leider und wird schmerzlich vermisst.
Der dritte Teil ist nicht so gut wie der erste Teil, aber besser als der zweite. Jedoch merkt man der ursprünglichen Filmidee und den Darstellern eine gewisse “Müdigkeit” an. Die Filmemacher haben gut daran getan, mit diesem Teil zu enden. Für die Zuschauer präsentiert sich American Pie 3 als würdiger Abschluss. Übrigens: die DVD gibt es auch als Special-Ausgabe mit vielen Kommentaren und zusätzlichen Szenen.