Gibt es noch gute Vampirfilme?

Heute habe ich mir echt überlegt, noch eine vierte Bewertungssparte extra für den Film “Van Helsing” einzuführen. Irgendetwas in der Richtung “Grottenschlecht!” oder “Warum wurde dieser Film gedreht?”. Langer Rede, kurzer Sinn: Der Film ist meiner Meinung nach SCHLECHT. Dabei werden leider gute Schauspieler mal wieder “Opfer” einer schlechten Story. Diese Tendenz fällt zur Zeit häufiger auf: Der Film hat eine gute Besetzung und trotzdem kann man ihn in der Pfeife rauchen.

Van Helsing

Empfehlung: Emfpehlung

Wieder so ein Comic-Buch-Heldenfilm ala “Spiderman” oder “Hulk”? Oder doch eher ein Horrorfilm im Stil von “John Carpentes Vampires”? Nicht aus den oben genannten Gründen bin ich in den Film gegangen, sonderen weil Bastian wegen Kate Beckinsale und meine Frau wegen Hugh Jackman reinwollten, bin ich mitgegangen. Ich hätte es bleiben lassen sollten. Aber ich möchte nichts vorwegnehmen

Zur Geschichte: Gegen Ende des 19. Jahrhunderts reist der abenteuerlustige Okkultismus-Akademiker Dr. Van Helsing (Hugh Jackman aus “X-Men”) in den wilden Osten Europas, um legendäre Unholde wie den Grafen Dracula, den Wolfsmann oder Frankensteins Ungeheuer sozusagen auf deren Home Turf in irdische Schranken zu weisen. An seiner Seite mit in die Schlacht zieht die junge Anna (Kate “Underworld” Beckinsale), Abkömmling einer Familie mit langer Monstererfahrung.

Der Film beginnt mit einer kurzen Vorgeschichte, die aus unerklärlichen Gründen schwarz-weiß gehalten ist. Hier wird dem Zuschauer die derzeitige Situation in Transylvanien erklärt. Dann springt der Film zum Hauptdarsteller Van Helsing nach Paris. Dieser wird als mittelalterlicher James Bond mit dem dazugehörigem Wissenschaftler “Q” (David Wenham, aka “Faramir” in HDR, als einzige richtig brilliante Charaktere, die durch den Film eine ordentliche Entwicklung durchmacht) eingeführt.
Der erste Teil des Filmes wird gut abgehandelt, mit passender Hintergrundmusik und einigermaßen logischer Handlung. Zum Glück wurde die im ersten Trailer verwendete Synchronstimme von Kate Beckinsale geändert: Kein gebrochenes Deutsch mit russischem Akzent mehr!
Doch dann wird in einer Szene plötzlich Gas gegeben und mit wenigen Sätzen die Handlung von mindestens zwei weiteren Film abgehandelt. Nach dieser Szene treten die Hauptdarsteller durch ein Tor in das Reich Draculas und gleichzeitig driftet der Film ins Bodenlose ab. Die Story schlägt Purzelbäume, die Actionssequenzen werden einfach nur noch aneinander gereiht und die Kamera springt ständig von einem Schauplatz zum nächsten. Und dabei schafft es der Film nicht mal, sich für ein Genre zu entscheiden: Will der Film nun Horror, Action, Persiflage oder Komödie sein? Wer nicht unbedingt ins Kino muss und alle anderen Filme, die zur Zeit laufen, bereits gesehen hat, sollte sich diesen hier verkneifen!

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Ein Kommentar

  1. Ich weiß garnicht was du hast…..?????Der Film ist gerade wegen den Darstellern super!!!