Wie versprochen, die Kritik zu “I, Robot” online.
I, Robot – Roboter-Zukunft
Empfehlung: 
Frei nach der Buchvorlage von Isaac Asimov aus den 50-ern wurde “I, Robot” gedreht. In den Vorschauen und Previews erhält man ein gemischtes Bild: Auf der einen Seite die immer existente Angst der Menschen, vor der Revolution der eigenen Maschinen (welche bereits in einigen anderen Filmen Grundthema war). Auf der andere Seite ein Hollywood-Action-Film, in dem nur ein wenig die Fetzen fliegen und sonst wenig geboten ist.
Zur Geschichte: Im Jahre 2035 hat ein ganzes Heer dienstbarer Roboter die undankbare Menschheit längst von allen unangenehmen, komplizierten und gefährlichen Arbeiten erlöst. In dieser Zeit untersucht Detective Del Spooner (Will Smith) vom Chicago Police Department den Mord an einem renommierten Ingenieur mitten in der größten Roboter-Manufaktur der USA. Offenbar wurde er von dem Roboter Sonny (Alan Tudyk) getötet – obwohl doch Roboter auf so etwas nicht programmiert sind. Haben die Maschinen etwa ihren freien Willen entdeckt? Und droht der völlig abhängigen Menschheit eine monströse Gefahr?
Der Film hat mich in fast allen Belangen überzeugt. So besitzt er eine straffe Handlung, die nicht vorhersehbar ist und mit einigen interessanten Wendungen aufwartet. In manchen Kritik würde bemängelt, dass die Story zu eindimensional ist. Doch ich sehe das nicht als Nachteil an, denn dadurch verliert der Film nicht an Nebenschauplätzen seine Energie, sondern konzentriert sich auf den Haupthandlungsstrang.
Auch ist “I, Robot” eine der wenigen Science-Fiction-Filme, die in allen Details logisch bleibt. Die Darsteller, allen voran Will Smith und Bridget Moynahan spielen Ihre Rollen gut, ohne mit Ihrem schauspielerischem Können zu dominieren. Einen interessanten Counterpart zu Will Smith spielt Bruce Greenwood als Chef der mächtigsten Roboterfirma, der bereit zu Anfang bereits eine Spannung in die Beziehung zu Will Smith als Roboter-Skeptiker aufbaut.
Die technische Umsetzung der Roboter ist gut gelungen. Es macht Spaß, die Bewegung der Zahnrädchen und Metallteile unter dem halbdurchsichtigen Gesichtern der Roboter während des Redens und Handelns zuzuschauen. Sound- und schnitttechnisch ist auch nichts zu bemängeln, zum Ende des Filmes kommen nochmals einige Szenen mit rasant gefilmten Kamerafahrten mit hinzu, die dem Showdown einem würdigen Abschluss geben. Das offene Ende des Filmes war bei uns (Bastian, meine Frau und mir) etwas umstritten, ob dies wirklich gut war oder nicht. Auf jeden Fall wurde hier ein Film mit einer sehr guten Handlung, angenehmen Schauspielern und auch ein paar philosophischen Fragen produziert, der echt Laune macht.





