Für alles zahlen?

Seit gestern läuft die Diskussion, ob die Lehrmittelfreiheit abgeschafft werden soll. So müssten dann die deutschen Schüler, bzw. deren Eltern die Bücher selbst bezahlen. Die CSU würde hier den Spar-Trend im Bildungssektor weiterhin fortsetzten. Wurden durch die Streichung im Bildungssektor bereits dieses Jahr 20 Mio. Euro eingespart, würden durch die Streichung der Lehrmittelfreiheit erneut 7 Mio. Euro eingespart werden. Edmund Stoiber verteidigt die Pläne mit der Begründung, die Schüler gehen dann mit ihren eigenen Büchern sorfältiger um und können diese auch wieder verkaufen.
Das mag alles stimmen. Doch die Bildung ist Aufgabe der Länder. Und dazu gehört auch, dass diese gleichberechtigt ist. Familien mit vielen Kinder und Eltern mit geringeren Einkommen werden benachteiligt. Die SPD hat bereits ein Volksbegehren angekündigt, sollten die Pläne verwirklicht werden.
Die Abschaffung der Lehrmittelfreiheit wäre nach der Einführung des achtstufigen Gymnasium und den damit verbundenen Einsparungen der zweite große Einschnitt innerhalb der Amitsperiode von Edmund Stoiber. Ich kann mich noch gut entsinnen, als Edmund Stoiber bei einer Wahlkampfveranstaltung in Erlangen versprochen hatte, unter seiner Regierung werde es kein achtstufiges Gymnasium geben.
Wer mehr zu dem Thema lesen will, sollte auf der Homepage der Süddeutschen Zeitung vorbeischauen.

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