Oktober, 2004


8
Okt 04

Filmstau

L.A. Confidential – 50er Jahre Thriller

Empfehlung: Empfehlung

Nachdem ich zur Zeit viele ältere (70er – 90er), gute Filme anschaue, habe ich mir vor Kuzem L.A. Confidential zu Gemüte geführt. Normalerweise bin ich ja nicht so ein Fan von Polizeigeschichten, aber bei der Star-Besetzung mit Danny De Vito, Russell Crowe, Kevin Spacey und Kim Besinger, um nur die bekanntesten zu nennen, konnte ich nicht widerstehen.

Zur Geschichte: Los Angeles, Anfang der fünfziger Jahre. In der Millionenmetropole gibt es niemanden mehr, der keinen Dreck am Stecken hat. Auch die Polizei bildet da keine Ausnahme: Der ausgebrannte, geltungssüchtige Jack verkauft brandheiße Infos an Skandalblätter, für den ehrgeizigen Ed ist Loyalität ein Fremdwort, und Schlägertyp Bud läßt seinen Aggressionen freien Lauf. Immer wieder kreuzen sich die Wege der drei Cops, bis sie schließlich im tiefen Morast aus Intrigen und Erpressung zu versinken drohen.

Durch die Autos, die Köstume und die Kulissen füllt man sich sofort in die USA der fünfziger hineinversetzt. Der Soundtrack bleibt angenehm im Hintergrund und die gut besetzten Rollen spielen wirklich auf. Der Film selbst geht klar in Richtung “Thriller”, als in Richtung “Krimi”.
Einziger Wehrmutstropfen sind manche Dialoge, die auch etwas kürzer hätten geraten können. So entstehen gelegentlich kleinere Durchhänger. Doch ansonsten ist der Film sehr empfehlenswert.

Old School – Uni-Klamauk

Empfehlung: Empfehlung

Ob bei einem Film, der von “Ivan Reitman” produziert wurde, etwas gutes rauskommen kann? Denn auf sein Konto gehen Filme, wie “Space Jam”, “Twins”, “Junior”, aber auch “Ghostbusters”.

Zur Geschichte: Drei alte College-Kumpels jenseits der dreißig sehnen sich zwischen Eheknast und Arbeitsroutine nach den alten, sorglosen Tagen im Verbindungshaus auf dem Uni-Campus. Kurz entschlossen mieten sie dort ein leerstehendes Gebäude an und errichten einen Club, in dem Studenten und Normalbürger fortan gemeinsam feiern und sich um den Verstand drogen können. Ihrem alten Klassenkameraden und Intimfeind, dem jetzigen Uni-Dekan Pritchard (Jeremy Piven), ist dieses Haus natürlich ein Dorn im Auge…

Leider ist das Niveau des Filmes in der Gegend von “Scary Movie” oder “American Pie” anzusiedeln. Und es wirkt einfach lächerlich, wenn über 30-järige alberne Faxen machen, wie wir früher in der Schule. Der Film bedient auch alle bekannten Klisches des Uni-Alltage in Amerika. Ich kann diesen Film nicht besonders empfehlen, wer jedoch gibt es sicher Leute, die auf einen solchen Humor abfahren, sonst würde Filme solcher Art nicht mehr produziert werden.

Scary Movie 3 – Filmveralberungen

Empfehlung: Empfehlung

Nachdem ich bereits vor einiger Zeit die ersten beiden Teile von “Scary Movie” angeschaut hatte, weiß ich im Nachhiein nicht, was mich dazu getrieben hat, noch einen Teil über mich ergehen zu lassen. Aber lest selbst:

Zur Geschichte: Nachrichtenreporterin Cindy (Anna Faris) ist seit den letzten mehr oder weniger glücklich überstandenen Abenteuern mit Serienkillern, Geistern und Psychopathen selbst prominente Zielscheibe regenbogenjournalistischer Nachstellungen. Nun recherchiert sie den Fall eines Farmers (Charlie Sheen), auf dessen Land sich mysteriöse Kornkreise finden. Im Zuge der Ermittlungen macht sie die Bekanntschaft des geheimnisvollen Weltuntergangspropheten Orpheus und erhält verstörende Videos.

Der Film behält sein Konzept bei, andere Filme gründlich durch den Kakao zu ziehen. Als regelmäßiger Kinogänger, der die angesprochenen Veralberungen auch versteht, wird in den Film in den ersten 15 Minuten zum Lachen gebracht. Doch nur wegen der Tatsache, daß der Zuschauer sich denk “blöder gehts nicht mehr, oder?”. Doch nach einer Viertelstunde kennt man das Verfahren und die Handlung wankt von einem Gag zum anderen.
So hilft es auch wenig, bekannte Schauspieler, wie “Charlie Sheen”, “Leslie Nielsen” oder “Pamela Anderson” aufzubieten. Sorry, aber für mich war der Film absolut nichts. Unterste Niveauschublade.


2
Okt 04

NPD-Aufmarsch in Erlangen

Zu dem NPD-Aufmarsch hier in Erlangen, nachfolgend die Bilder. Da diese Bilder für sich sprechen und sehr viele sind, habe ich diese mit keinerlei Kommentaren versehen. Wer mehr zu der Demo wissen will, sollt hier und hier bei meinen Einträgen vorbeischauen.


2
Okt 04

Demonstration der NPD in Erlangen

Die Demonstration der NPD in Erlangen ist vor wenigen Minuten zu Ende gegangen. Die Nürnberger Nachrichten schreiben in einer Meldung auf ihrer Homepage folgendes:

Rund 1000 Demonstranten gegen Rechtsextremismus

Erlangen (dpa/lby) – Rund 1000 Menschen haben am Samstag in Erlangen gegen Rechtsextremismus demonstriert. Dazu hatten verschiedene politische Gruppierungen aufgerufen. Anlass war eine NPD-Kundgebung mit rund 150 Teilnehmern. Bei beiden Demonstrationszügen hat es nach Polizeiangaben keine Zwischenfälle gegeben. ´Es ist alles ruhig gebliebenª, sagte ein Polizeisprecher. Die Taktik der Polizei sei gewesen, beide Gruppierungen strikt voneinander zu trennen und so Auseinandersetzungen zu vermeiden.
02.10.2004 14:58 MEZ

Da ich persönlich vor Ort war, kann ich den oben genannten Bericht bestätigen. Die Bürger Erlangens haben der NPD deutlich gezeigt, dass sie weder in Erlangen noch sonstwo in Deutschland etwas zu suchen haben. Was ich nicht begreife, sind die älteren Leute, die in dem NPD-Zug mitgelaufen sind: Diese haben doch die schrecklichen Dinge miterlebt. Wie können sie dann wollen, dass diese Gruppierung an die Macht kommt? Im Laufe des Wochendes folgen dann noch einige Bilder zu der Demo.


2
Okt 04

Nie wieder Nationalsozialismus!

Heute demonstriert die NPD in Erlangen. Die Gegenkundgebungen finden um 11.00 Uhr vor dem Hugenottemplatz und um 14.00 Uhr vor dem Rathaus statt. Mehr Infos unter erlangen.de.


1
Okt 04

Gottesstadt

City of God

Empfehlung: Empfehlung

Selten sieht man Filme aus Brasilien. Doch “City of God” ist von diesen seltenen ein sehr packender. Doch eigentlich ist der Film keiner mit schönen Thema: Armut, Drogen und Gewalt. Und trotzdem habe ich mir nun den Film endlich angeschaut, da er auf imdb.com in den Top 250 auf Platz 23 liegt.

Zur Geschichte: In den Favelas von Rio de Janiero bestimmen seit etwa drei Jahrzehnten gut organisierte Straßenbanden, wo es lang geht. Aus bescheidenen Raufbold-Anfängen in den 60ern erwuchs eine kriminelle Hydra, die neben dem Drogenhandel und dem Glücksspiel längst auch die Lokalpolitik im Slum organisiert. Drei junge Leute stehen im Mittelpunkt der Handlung: Gangleader Benny (Phelipe Haagensen), allseits geachtet, weil er Konflikte auch schon mal ohne Waffen löst, dazu Bennys Juniorpartner Lil’ Dice, ein Psychopath reinsten Wassers, und schließlich Rocket, der die Knarre gegen die Kamera getauscht hat.

Der Film ist rasant inzeniert. So werden im Film zeitlich ca. 20 Jahre abgedeckt. Es treten viele Nebenfiguren auf, verschwinden aber auch wieder. Einzige Konstante sind die drei Hauptdarsteller. So werden immer wieder kleine Nebengeschichten erzählt, die aber zur Haupstory beitragen.
Der Film spart nicht an offensichtlichen Aufnahmen von Schießerei und Gewalt. Und auch wenn gerade eine ruhige Szene im Gange ist, schwebt doch im Hintergrund die Beklemmung des Getto-Viertel und seine Gefahren. Die Schauspieler bringen eine gute Leistung ab, man verfolgt die Entwicklung der einzelnen Personen über die Jahre hinweg sehr interessiert. Der Schluss des Filmes ist einerseits ernüchternd, andererseits aber auch mit einem Hoffnungsschimmer am Horizont.
“City of God” ist eine Mischung aus Action, Thriller und Drama. Und doch ist er etwas zu dramatisch und exzessiv inszeniert, um mir rundherum sehr gut zu gefallen. Ich kann jedoch die gute Wertung auf imdb.com verstehen, da die Story sehr packend ist.


1
Okt 04

Wochenende.

Auch habe ich nun (wie bereits am 20.09.2004 erwähnt) das Demo von “Doom 3″ durchgespielt. Und nach dem Spiel bin ich sehr zwiegespalten: Auf der einen Seite setzt die Grafikengine neue Maßstäbe, die Athmosphäre ist durch den ständigen Wechseln von Licht und Dunkel sehr intensiv. Auf der anderen Seite nervt das ständige Gewechsle zwischen Taschenlampe und Waffe, das Leveldesign ist nicht sehr anspruchsvoll und die Außenareale sind sehr rar gesät. Gut fand ich den Kommentar von Bastian zum Spiel: “Das Spiel ist gut, um die Grafikengine zu verkaufen”. Und damit hat er eigentlich den Punkt getroffen: Doom 3 erscheint in manchen Bereich einfach nur als Tech-Demo, was zur Zeit machbar ist. Sicherlich werden viele gute Spiele in der Zukunft auf die Doom 3-Engine fußen. Meine Empfehlung zu Doom 3: Einfach noch ein bisschen warten, bis es das Spiel für 15 – 20 EUR gibt.

Auch hatte ich erwähnt, daß ich eine Liste mit interessanten Spielen aufzuschreiben, die (mehr oder minder) demnächst erscheinen:

Leider erscheien manche der Spiele erst im Laufen des Jahres 2005, doch ein großer Geheimtyp ist “The Fall: Last Days of Gaia”, eine komplett deutsche Produktion, vom Spieleprinzip eine Mischung aus “Gothic”, “Morrowind” und “Fallout”. Und es wird ein reines Rollenspiel werden. Seit zwei Tagen ist bereits auch der erste Trailer im Netz, das Spiel soll am 05.11. dieen Jahres fertig werden.