Alles eine große Verschwörung

Am Donnerstag wieder mal im Kino gewesen: Die Bourne Verschwörung. Unserer Meinung nach (der meiner Frau, Bastians und meine Wenigkeit) ist der Film grottenschlecht. Aber lest selbst die Kinokritik:

Empfehlung: Empfehlung

Die Regel ist unumstößlich: Hast du einen erfolgreichen Film mit einem einigermaßen offenen Ende, dann muss es eine Fortsetzung geben. So nun auch geschehen bei dem Film “Bourne Identität”. Die Meinungen von Bekannten waren gespalten. So waren manche restlos begeistert, andere sagten, es sei eine der schlechtesten Fortsetzungen, die man bisher gesehen hat. Auch die Medien waren sich sehr uneins. Somit schon mal eine gute Voraussetzung, um diesen Film anzuschauen.

Zur Geschichte: Den Nachstellungen ehemaliger Feinde und Freunde entkommen, lässt der unter komplexem Gedächtnisverlust leidende CIA-Killer Jason Bourne (Matt Damon) mit Freundin Marie (Franka Potente) unter indischer Sonne die Seele baumeln. Die Idylle ist nur von kurzer Dauer, haben sich doch sowohl sein russischer Erzfeind als auch seine alte Chefin, geschworen, ihn nicht ungestraft davon kommen zu lassen. Jason seinerseits hat es bald satt, wegzulaufen, und dreht den Spieß unter Verwendung seiner reichen Instinktpalette kurzerhand um. Was Paul Grengrass uns hier als Film und Fortsetzung zum ersten Teil verkaufen will, ist unter aller Kanone. Man hat den Eindruck, dass er durch die schnellen Schnitte und den ständigen Einsatz von wackeligen Handkamerabildern versucht, die dünne Story und die Logik-Fehler zu vertuschen. Doch der Reihe nach:
Die erste Hälfte des Filmes mag von der Story her noch gefallen. Jason Bourne ist noch immer auf der Suche nach seiner Vergangenheit und findet dabei Feinde an mehreren Fronten. So ist meist unklar, ob er ein “böser” oder ein “guter” Junge war und was er so alles angstellt hat. Doch die ganze Zeit fehlt einfach die Frische, welcher der erste Teil mitgebracht hat. Auch die Inszenierung von Berliner und der deutschen Polizei ist miserabel. Warum tragen in amerikanischen Filmen die deutschen immer Schnurbärte und welcher Deutsche spricht einen solchen Dialekt? Der russische (welche Überraschung!) Bösewicht hält sich natürlich auch den ganzen Tag in irgendwelchen russischen Techno-Schuppen auf und wartet dort trinkend auf seinen nächsten Einsatz.
Auch schauspielerisch kann der ganzte Film nicht überzeugen. Die einzig bekannten Gesichter sind Matt Damon, Franka Potente und Bournes Chefa aus dem ersten Teil, Brian Cox. Leider stirbt Franka Potente schon nach acht Minuten. Hier hätten wir aus dem Kino gehen sollen. Doch spätestens, als sich Matt Damon nach ca. der Hälfte des Filmes in Richtung Moskau aufmacht, ist alles nur noch Blödsinn: Geradlinigste Handlung, seelenlose Autojagden und bestimmte szenische Versatzstücke, die überhaupt nicht in den restlichen Film passen wollen (möchte nicht zu arg ins Detail gehen). Dieser Film ist nur ausgeprägten Liehabern des ersten Teiles zu empfehlen. Und selbst dieses sollten sich überlegen, nicht vielleicht doch zum Beispiel in “Collateral” zu gehen. Dieser ist zum Glück keine Fortsetzung.

Auch habe ich mal ein paar Fotos von unserer neuesten technischen Anschaffung gemacht: So ist meine Frau seit ca. zwei Wochen stolze Besitzerin eines knuffigen ipod minis. Wer nicht weiß, was das ist: Der ipod mini ist ein portabler MP3-Player der Firma Apple. Das Produkt zeichnet sich durch seine geringe Größe und dem minimalistischne Desing aus. Hoffe, diese zwei wesentlichen Merkmale kommen aus den Bilder heraus.

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