Ocean´s Twelve
Empfehlung: 
Der zweite Teil von Ocean´s Eleven geht wieder mit einem höheren Staraufgebot zu Werke, als der erste Teil: So kommen zu den “üblichen” Bekannten, wie Julia Roberts, George Clooney, Matt Damon und Brad Pitt noch einige andere Stars dazu. Bruce Willis tritt in einer Nebenrolle auf, Catherine Zeta-Jones nimmt als Polizei-Detective teil.
Zur Geschichte: Casino-Boss Benedict (Andy Garcia) sinnt auf Rache und schickt den Meisterdieben um Danny Ocean (George Clooney) einen europäischen Supergauner (Vincent Cassel) an den Hals. Der verwickelt die zum Dutzend aufgestockte Bande in einen bizarren Wettstreit. Nach einer Zusammenkunft in Chicago geht es unter anderem nach Amsterdam, Rom und Paris, um nationale Kunst- und Schmuckschätze aus bestens bewachten Asservaten wie dem Louvre zu stibitzen. Dabei ist ihnen eine attraktive Europol-Agentin dichter auf den Fersen, als man denkt.
Eigentlich kann ich es kurz machen mit der Kritik. Denn man kann keine Kritik über den zweiten Teil dieses Filmes schreiben, ohne ihn mit den ersten Teil zu vergleichen. Und leider muss man sagen, dass der zweite Teil schlechter ist, als der erste. Ziemlich passend hat meine Frau gesagt: “Der zweite Teil ist ein Film, um George Clooney und Brad Pitt dabei zu beobachten, wie sie cool aussehen”. Zwar wurde das Grundthema des ersten Filmes beibehalten: Raffinierte Raubzüge, die in Rückblenden erläutert werden. Auch die Grundstimmung mit dem swingigen Hintergrundsound blieb erhalten.
Leider haben die Filmemacher beim zweiten Teil durchgehend einen leichten Unschärfefilter eingesetzt, es werden Nebenfiguren eingeführt, die nur von der eigentlichen Diebesbande als Hauptcharektere ablenken und die “großen” Stars werden im Vergleich zu den wichtigen Nebenpersonen zu stark betont. Leider halte ich auch Catherine Zeta-Jones als völlig fehlbesetzt und der hineingekünstelte Auftritt von Bruce Willis hätte man sich auch sparen können. Das Ende ist alles andere als befriedigend. Damit bleibt ein eher durschnittlicher Film, der (leider) wieder einmal zeigt, dass Fortsetzungen (vor allem die zweiten Teile einer Forsetzung) nur selten von der Qualität an den ersten Teil einer Filmreihe heranreichen. Schade eigentlich, denn diesem Film hätte ich es eigentlich gegönnt.
Die Unglaublichen – The Incredibles
Empfehlung: 
Und wieder ein Film von Pixar, diesmal mit einem Superheldenthema. Wird es wieder ein solcher Erfolg wie “Findet Nemo”, “Toy Story”, “Monster AG” und einige andere…? Kann man das Thema computeranimierte Filme bis zum letzten ausreizen? Wie lange wird es dauern, bis man einen schlechten computeranimierten Film zu sehen bekommen wird? Und was wird das für Auswirkungen auf die Branche und zukünftige Filme haben?
Zur Geschichte: Eigentlich sollte Mr. Incredible ja gerade mit Bomben Tennis spielen oder wenigstens Eisenbahnschienen mit bloßen Händen verbiegen. Doch weil die Gilde der Superhelden soeben wegen astronomischer Schadensersatzprozesse in den nationalen Ruhestand geschickt wurde, müssen er, seine elastische Ehefrau und die explosiven drei Racker nun eben Akten ordnen, Apfelkuchen backen und irgendwo die Schularbeiten abschreiben, wie jeder andere Normalo auch. Als er dankbar dem Angebot einer schönen Fremden folgt, wieder in den Heldendienst zu treten, ahnt er nicht, um was für eine perfide Falle es sich handelt.
Zum Glück gehört “Die Unglaublichen” zu den guten Filmen. So finden sich im Film viele Anlehnungen an James-Bond-Filme: Die Architektur der Gebäude, das Design der Locations, die Hintergrundmusik. Die Synchronisation der Dialoge ist sehr gut gelungen. Viele bekannte Stars (u. a. Markus Maria Profitlich, Barbara Schöneberger) haben den Comichelden ihre Stimme geliehen. Die Handlung selbst birgt keine unlogischen Schlüsse und die Story entwickelt sich sehr natürlich und von selbst. Der Film ist in allen Teilbereichen sehr gut. Einziger Kritikpunkt sind zum letzten Drittel hin ein paar häßliche Szenenübergänge. Man kann sich das überhaupt nicht vorstellen, wie bei zusammengeklickten Szenen die manche Übergänge so verhunzt werden können. Trotzt dieses einzigen Kritikpunktes ist der Film einer der besten Filme des Jahres 2004.





