Stromausfall ade

Wer kennt das nicht? Man hat ein oder zwei Stunden intensiv an einem Dokument, Schriftstück oder ähnlichem gearbeitet, ist wirklich zufrieden mit seinem Fortschritt und plötzlich – Stromausfall – die komplette Arbeit der letzten Stunden komplett weg. Und die letzte Speicherung liegt natürlich auch eher am Beginn des Dokumentes. Natürlich haben schlaue Programme mittlerweile eine “Auto-Speicherfunktion”, die aber negativerweise den Gedanken-, bzw. Schreibfluss alle paar Minuten für ein paar Sekunden unterbricht.

Wie oben beschrieben ist es meinen Chef diese Woche ergangen, da es in Erlangen mal wieder eine Stromschwankung gab. Lanparty-Besucher oder Leute, die gelegentlich mal in Server-Räumen waren, kennen sogenannte “USV´s“. Diese “unterbrechungsfreie Stromversorgung” waren bisher eher durch ein hohes Gewicht (durch die Batterien), hohen Preis, regelmäßigen Wartungskosten (neue Batterien) und hohe Lautstärke gekennzeichnet.

Nachdem ich schon längere Zeit auf ein solche Gerät ein Auge geworfen hatte, mich aber die oben genannten Punkte vor einer Anschaffung eines solchen abschreckten, stieß ich beim Querbeetsurfen auf ein Gerät namens “Back-UPS ES 500“. Hinter diesem klangvollen Namen vergibt sich ein extrem interessantes Kombigerät. So hat hier die amerikanische Firma “American Power Conversion” eine Steckdosenleiste mit einem integrierten Akku herausgebracht. Für mich vereinten sich hier mehrere wichtige Punkte: Bisher habe ich eine Billig-Steckdosenleiste ohne jeglichen Überspannungsschutz für meinen Rechner eingesetzt. Außerdem bot mir dieses Produkt einen handlichen USV für einen noch annehmbaren Preis. Im Internet zahlt man zur Zeit ca. 70 – 100 EUR, eine Ersatzbatterie schlägt mit ca. 20 EUR zu Buche, diese benötigt man nach ca. drei Jahren.

Also nach acht Stunden Aufladen gleich mal den Rechner angeworfen, alle Peripheriegeräte angeschaltet, noch kurz ein grafikaufwendiges Spiel und ein paar Hintergrundanwendung gestartet und dann den Stromstecker gezogen. Sofort machte sich die “Steckdosenleiste” mit einem deutlichen Warnton bemerkbar. Die Intervalle des Warntones werden mit der Zeit immer kürzer, bis der Akkustrom aufgebraucht ist. Ein kurzer Blick auf die Uhr bestätigt meine Hoffnung: Bei voller Auslastung und mit eingeschalteter Schreibtischbeleuchtung bleiben mir vier Minuten und dreiundzwanzig Sekunden, um meinen Rechner herunterzufahren und alle Daten zu sichern. Na, das sollte doch reichen.

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