Vor einigen Tagen habe ich mir einen iPod shuffle zugelegt (wie berichtet). Was mich damals schon verwunderte, war die Tatsache, dass ich den MP3-Player bei örtlichen Kaufhof erwerben konnte. Doch vor ein paar Tagen stellte ich noch etwas fest: Im Kaufhof wird ein Regal nur mit Apple iPod-Produkten und Zubehör aufgebaut. Habe gleich mal ein paar Bilder gemacht. Außerdem habe ich mir dann gleich den ipod shuffle Dock gekauft. Damit steht der shuffle aufrecht auf meinem Schreibtisch.
März, 2005
27
Mrz 05
Empfehlenswerter Horrorfilm
Dawn of the Dead
Empfehlung: 
Und wieder versucht ein Film im Zombie-Genre Fuss zu fassen. Doch nachdem die letzten Filme, die ich gesehen habe “28 Days Later” oder “Resident Evil: Apocalypse” besonders hervorzuheben waren, vermied ich den Kinobesuch für diesen Film. Vor einigen Tagen habe ich mir die DVD angeschaut. Hier ein paar Worte, wie mir der Film gefallen hat.
Zur Geschichte: Im Amerika der nahen Zukunft erheben sich aus ungeklärtem Anlass Tote aus ihren Gräbern und fallen mit beträchtlichem Appetit auf warmes Fleisch über die Lebenden her. Katastrophenpläne und Ordnungskräfte nutzen wenig, und im Nu ist die Zivilisation überrannt. Doch einige wenige Überlebenskünstler, wie zum Beispiel ein Quartett junger Leute aus Wisconsin, richten sich in der mit Wohlstandsgütern aller Art prall gefüllten Shopping Mall häuslich ein. Vorerst.
“Dawn of the Dead” ist einer der besten Horrorfilme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe: Immer wieder ein Spritzer Ironie und/oder Humor eingestreut, zwischen nervenaufreibenden Szenen ruhige Momente, geprägt von gespanntem Durschnaufen. Die Splattereffekte halten sich eigentlich in Grenzen, der Film zieht seine Spannung zum Anfang des Filmes aus seiner Gruppendynamik und der Verwandlung von friedfertigen Menschen in willenlose Zombies. Zum Ende hin nimmt die Handlung an Fahrt zu, die Actionsequenzen werden länger und wilder. Leider verliert dabei die Beziehungen innerhalb des Menschengrüppchens etwas an Tiefe und manche Handlungen erscheinen beim Nachdenken nach dem Film unlogisch. Doch dies tritt erst, wie bereits erwähnt, erst zum Ende des Filmes ein (und auch nur vereinzelt). Die Schauspieler sind größtenteils unbekannt, sie liefern eine gute Leistung ab. Einzig Ving Rhames, der zum Beispiel in “Mission Impossible”-Filmen und “Pulp Fiction” mitgespielt hat, dürfe einigen bekannt sein. Auch in der Hintergundmusik findet die angesprochene Ironie ebenfalls ihren Platz. Den Vergleich mit “28 Days Later” und den beiden “Resident Evil”-Filmen muss sich der Film gefallen lassen. Und er kommt dabei meiner Meinung nach gut weg.
Dawn of the Dead vs. 28 Days Later: 28 Days Later setzt viel zu stark auf die Kritik der Konsumgesellschaft und den Abgründen der menschlichen Handlungsweisen. Dabei erreicht er natürlich inhaltlichen Tiefgang, dies erwarter jedoch der Zuschauer nicht oder nur bedingt in einem Horrorfilm. “Dawn of the Dead” vermeidet einen solchen gezwungen Tiefgang und bringt nur gelegentlich in wenigen, einzelnen Szenen und Gesprächen sozialkritische Punkte ein. Deshalb ist hier ganz klar “Dawn of the Dead” der Gewinner.
Dawn of the Dead vs. Resident Evil 1+2: Ein Riesenvorteil der Resident Evil-Reihe ist die lange Tradition im Computerspielemarkt (aktueller Stand: 11 verschiedene Spiele) und deren sexy Hauptdarstellerin Milla Jovovich. Hiergegen kann sich Dawn of the Dead auf Sarah Polley stützen (u.a. in eXistenZ zu sehen gewesen), außerdem beruht die jetztige Fassung auf die legedäre Story des Originals aus dem Jahre 1978 von George A. Romero. Actionmäßig hat Resident Evil einen Tick mehr zu bieten, die Story ist bei Dawn of the Dead besser. Der Spannungsbogen bei Dawn of the Dead scheint mir intensiver zu sein (mit einem kleinem Abstrich zur Mitte des Filmes hin), die Story von Resident Evil 1 + 2 ist leider recht vorhersehbar.
Somit also Dawn of the Dead unter meinem Summenstrich der bessere Film. Auch das schön makabere Ende gefiel mehr sehr gut. Für alle Horror- und Zombie-Liebhaber (*grrins* ihr wißt, wie es gemeint ist) ein Pflichtfilm.
27
Mrz 05
Langerwartetes Update von “SelfHTML”
Am 25.03.2005 haben Stefan Münz und sein Autorenteam das nunmehr etwas in die Jahre gekommene Online-Kompendium SelfHTML zu verschiedenen Web-Technologien (u.a. HTML/XHTML, Stylesheets (CSS), XML/DTDs, JavaScript/DOM, Dynamisches HTML, Perl, PHP) überarbeitet. Die letzte Version 8.0 war aus dem Jahre 2001. Herunterladen kann man das knapp 8,5 MB schwere Paket hier. Den Newseintrag zum Release der Version 8.1 findet ihr hier.
Was genau nun ist “SelfHTML”? Hierzu ein kurzer Auszug von der SelfHTML-Homepage:
Zielgruppe sind alle Computer-Anwender, die einen Web-Browser ihr Eigen nennen, die möglichst schon einige “Surf”-Erfahrungen im Web gesammelt haben und die nun wissen möchten, wie man selbst Web-Seiten erstellt. Alle Menschen, die sich privat, ehrenamtlich oder beruflich mit dem Erstellen von Web-Seiten beschäftigen, sind angesprochen. Erklärtes Ziel des Dokuments ist es, Menschen Mut zu machen, das, was sie zu sagen haben, selbst im Web zu publizieren und dadurch aktiv an der World Wide Web Revolution teilzunehmen. Denn das Motto des Web lautet: “Everyone’s a publisher”.
SELFHTML enthält sowohl einführende Kapitel für Anfänger als auch reine Nachschlagekapitel für Profis. Die Dokumentation ist eine Mischung aus Tutorial und Referenz.
Das Motto – die Energie des Verstehens – ist ernst gemeint. SELFHTML richtet sich nicht an Leute, die mit dem Anspruch antreten, alles fertig vorgesetzt zu bekommen und dann damit prahlen zu können, was sie tolles Eigenes geschaffen haben. Diese Dokumentation ist kein “Ihre-Homepage-in-zehn-Minuten”-Quickie. Das Dokument möchte erreichen, dass seine Anwender verstehen was sie lernen und wissen was sie tun, wenn sie an eigenen Web-Seiten arbeiten. Es richtet sich an Lernwillige, die bereit sind, sich mit einer faszinierenden Materie auseinander zu setzen, die aber immer wieder neue Fragen aufwirft, mitunter zur Verzweiflung treibt und viel Zeit zum Entdecken und Ausprobieren erfordert.
Ja, viel mehr ist eigentlich dazu nicht zu sagen. Ich selbst habe das Erstellen von Webseiten größtenteils SelfHTML zu verdanken und schlage auch heute oft noch bestimmte Dinge nach, da man sich unmöglich nicht alles merken kann. Was genau an SelfHTML 8.1 geändert wurde, erfährt man im Changelog.
26
Mrz 05
Über das Altwerden (oder Altsein)
About Schmidt
Empfehlung: 
Ein Film über den großartigen Jack Nicholson. Denn ansonsten kennt man keinen der Schauspieler. Und dann auch noch mit so einer seltsamen Thematik. Doch das kennen wir bereits von unserem Protagonisten. Als etwas zwanghafter Einzelgänger in “Besser geht’s nicht” oder als Playboy in “Was das Herz begehrt“, die Rollen von Nicholson sind nicht immer die gewöhnlichsten. Deshalb ist man auf diesen Film gespannt.
Zur Geschichte: Frisch aufs berufliche Abstellgleis geschoben, blickt der leicht misanthropisch veranlagte Ex-Versicherungsvertreter Warren Schmidt (Jack Nicholson) einer ungewissen Zukunft entgegen. Als bald darauf auch noch seine Frau verstirbt und Warren in ihrer Hinterlassenschaft Hinweise darauf findet, dass sie ihn seit Jahren mit seinem besten Freund betrogen hat, hält ihn nichts mehr an seinem Heimatort. Kurzerhand schwingt er sich in sein Wohnmobil und braust Richtung Denver, wo es die Heirat der Tochter mit einem Wasserbettvertreter zu torpedieren gilt.
Der Film fixiert sich sehr stark auf Jack Nicholson, der seine Rolle überzeugend gut spielt. Die Rolle des einsamen Pensionärs nimmt man ihn voll ab. Sehr gut sind Momentaufnahmen der, aus der Sicht des Hauptdarstellers, tristen Umwelt. Auch die sparsam eingesetze Musik weiß zu überzeugen.
Das größte Problem des Filmes ist die Tristese, die er darzustellen versucht. Es passiert fast überhaupt nichts erwähnenswertes den ganzen Film über. Es wird nur eine geringe Weiterentwicklung der Hauptperson während des ganzen Filmes gezeigt. Der Film ist in das Genre “Komödie/Drama” eingestuft, orientiert sich jedoch stark in Richtung Drama. Es gibt einige wenige witzige situativen Momente, über weite Strecken ist er stark melancholisch. Der Film ist im Ganzen nicht schlecht, jedoch teilweise etwas langweilig.
25
Mrz 05
Karfreitag
Viele sind sich der Bedeutung der Osterfeiertage und Karfreitag leider nicht mehr bewußt. Doch eigentlich sind sie die wichtigsten Tage im Jahr. Denn es wir dem Tod und dem Auferstehen Jesus Christus gedacht. All die bunten Häschen, der Schockoeier-Schmarrn hat damit überhaupt nichts zu tun.
Deshalb hier heute nur ein kurzer Eintrag und eine Textstelle aus einem Lied:
“Jesus Christus starb für mich. Jesus Christus starb für dich. Für die ganze Welt starb er am Kreuz. Er nahm unsere Schuld auf sich.”
24
Mrz 05
Neue Version von Firefox
Seit gestern ist auf den Internetseiten der Mozilla Foundation eine neue Version des immer beliebter werdenden Browsers “Mozilla Firefox” verfügbar. Die Versionennummer lautet nun 1.0.2.
Hauptgrund für das Update sind drei in dieser Version behobene Sicherheitslücken, von denen eine das Ausführen von beliebigem in manipulierte GIF-Grafiken integrierten Code ermöglicht.
Der Download schlägt mit 4,85 MB zu Buche. Sonst gibt es nur kleinere Änderungen, die für Interessierte im Changelog aufgeführt sind.
23
Mrz 05
Der Führer, ganz privat
Der Untergang
Meine Empfehlung: 
Empfehlung meiner Frau: 
Ach, was gab es wieder für ein Medienecho bei Ankündigung dieses Film und dessen Inhaltes: Die letzten Tage des Adolf Hitlers in seinem Führerbunker in Berlin und was alles rundherum geschah. “Darf man so etwas überhaupt verfilmen?”, “Ist Hitler nicht zu persönlich dargestellt” und viele weitere Fragen wurde aufgeworfen. Dabei war das Medienecheo bei einer solchen Thematik unvermeidlich und nachdem der Film von Oliver Hirschbiegel einige Tage gelaufen war, legte sich die Aufregung rasch.
Gerade wegen diesem Medienrummels und der Tatsache, dass meine Frau und ich von dem Thema “Nationalsozialismus” eigentlich genug haben, schauten wir uns den Film erst jetzt auf DVD an. Der Kauf-, sowie Leihstart der DVD begann vor einigen Tagen am 17.03.2005
Zur Geschichte: April 1945 im Führerbunker in Berlin: Während draußen die russischen Streitkräfte im mühsamen Straßenkampf die Reichshauptstadt von Ost nach West einnehmen, versuchen die einstigen Granden hinter meterdickem Beton die letzten Angelegenheiten zu ordnen. Hitler (Bruno Ganz) diktiert seiner Sekretärin Traudl Junge (Alexandra Maria Lara) den letzten Willen und heiratet seine Eva (Juliane Köhler). Das Ehepaar Goebbels vergiftet seine Kinder, bevor es Hitler in den Freitod folgt. Unterdessen sinnieren die Generäle vergeblich, wie man sich der russischen Gefangennahme entziehen könnte.
Der Film springt häufig von Person zu Person und von Gegebenheit zu Gegebenheit. Somit versucht dieser, ein möglichst facettenreiches Bild der letzten Tage um Adolf Hitler und den Abläufen im Führerbunker zu skizzieren. Szenen von Häuserschlachten mit namenlosen Personen wechseln sich ab mit Gesprächen mit Generälen, Vertrauten und Angestellten Hitlers. Dabei schafft es der Film ausgezeichnet, die einzelnen Gefühlsregungen und Reaktionen der Personen zu zeigen: pure Ignoranz der Situation, Angst, Selbstmordgedanken, Fluchtgedanken werden gezeigt. Bis zum Filmtod von Bruno Ganz (der zwar gut spielt, aber nicht so überragend, wie er in der Presse gelobt wird) verfolgt man gespannt das Machtgefüge rund um Hitler. Nach dem Selbstmord Hitlers hat der Film dennoch eine Menge mehr zu bieten: Er zeigt das Taumeln des Regimes, wie es trotz der Nachricht des Todes seines Führers weiterhin Auszeichnung verteilt, Zivilisten wegen angeblicher “Feindbegünstigung” hingerichtet werden und die Organisationstrukturen weiterhin “funktionieren”. Der Film endet mit dem Entkommen der Traudl Junge.
Die negativen Punkte sind auch gleichzeitig die positiven. Klingt komisch, ist aber so. Das häufige Wechseln der Schauplätze und die vielen nennenswerten historischen Figuren verwirren den Zuschauer stark. Wenn man nicht gerade die damaligen Bilder der einzelnen Personen der kompletten Führungsriege um Hitler im Kopf hat, fragt man sich gelegentlich, wer das eben war. Auch die Szenen mit den Hauskämpfen mögen nicht so recht in den Rest des Filmes passen. Musikalisch ist der Film völlig in Ordnung, es wird auch nicht davor zurückgeschreckt, einfach eine Stille wirken zu lassen, ohne gleich Hintergrundmusik aufspielen zu lassen. Die Kostüme und Schauplätze wirken echt und das beklemmende Gefühl, durch ein Fenster zurück in die Zeit geschaut zu haben, hält einige Zeit nach dem Film noch an. In Summe eine gute Produktion, die ohne ein Urteil abzugeben, die damaligen Geschehnisse filmisch inszeniert.
21
Mrz 05
Hören, statt nur zu schmecken…
Aufgrund des Geburtstages meiner Frau haben wir beide das Angebot unseres “Nudelitalieners” (= es gibt keine Pizza auf dem Speiseplan), der “Casa Leone“, in Anspruch genommen, zu einem “Hörmal” Karten zu erwerben.
Was ist ein “Hörmal”? Nun, das ist nichts anderes, als ein Vier-Gänge-Menü mit Lesungen aus dem “Decamerone” von “Giovanni Boccaccio” zwischen den einzelnen Gängen.
Als erster Gang wurde eine sehr geschmackvolle Tomatensuppe serviert, gefolgt von dem zweiten Gang, ein gemischter Vorspeisenteller mit verschiedenen Antipasti. Beim Hauptgericht konnte mann zwischen Tortellini mit einer Gemüse-Sahne-Sauce mit Parmaschinken oder Farfalle mit Rotbarsch in einer Safran-Lauch-Sauce wählen. Zum Abschluss wurde ein Stück Tiramisu gereicht.
Die ausgewählten Texte wurden thematisch nach “blutigen” Gegebenheiten ausgesucht, waren demnach nicht gerade zimperlich, jedoch trotzdem sehr gut vorgelesen und äußerst amüsant. Die “Casa Leone” kann man sowohl an solchen Special-Abenden, wie auch unter der Woche gut weiterempfehlen. Die humanen Preise, die netten Bedienungen und die schlichte Einrichtung tun ihr Übriges. Im Sommer kann man sehr angenehm in einem ruhigeren Teil der Fußgängerzone im Freien sein Essen genießen.
21
Mrz 05
Presse: Schlachten in der Cyber-Welt
Die Zeitung “Die Zeit” hat in ihrer aktuellen Ausgabe Nr. 12 ein Dossier zu dem Thema “Computerspiele – Schlachten in der Cyber-Welt” ein Dossier geschrieben, welches lesenswert ist.
In diesem Artikel werden nicht nur, wie so häufig, die angeblich ach so schlechten Auswirkungen der Computerspiele auf die Jugend dargestellt, sondern ein kleiner und realer Abriss der Motivationen und dem Aufbau der derzeitigen Egoshooter-Szene gezeigt. Allerdings wird auch nicht an Kritik gespart, zum Beispiel die amerikanische Armee, welche zu Rekrutierungszwecken mittlerweile Kriegssimulationen in Ich-Perspektive produzieren lässt.
Doch auch die beiden Computerspieler, die stellvertretend für die große Zockercommunity zu Wort kommen, sparen nicht an kritischer Selbstreflexion. Im Schnitt ist der Artikel einer der besseren, die ich in den letzten Jahren gelesen habe, da hier keine Verteufelung des Szene betrieben wird. Trotzdem werden Motive kritisch hinterfragt. Wer keine Lust oder Zeit hat, zum nächsten Kiosk zu laufen, um sich “Die Zeit” zu holen, kann den Artikel hier nachlesen.





