Heute Abend endlich wieder im Kino. Begünstigt durch die Abwesenheit meiner besseren Hälfte konnten uns Bastian und ich uns einen Actionfilm anschauen, der sonst vielleicht nicht auf dem Programm gestanden hätte. Eigentlich wollten wir uns zuerst “Creep” oder “Kontroll” anschauen, diese laufen jedoch diese Woche nur noch in den Spätvorstellungen. Und somit kehrten wir uns von den “U-Bahn-Filmen” ab und wendeten uns wieder mehr der oberirdischen Spannung zu. Was wir dabei gesehen haben, lest ihr in den nächsten Absätzen…
Hostage – Entführt
Empfehlung: 
Endlich wieder ein knallharter Actionfilm von Bruce Willis. Nicht mehr irgendwelche Gastrollen in Gaunerklamotten, lahmen Fortsetzungskomödien und ähnlichem. Die Ernsthaftigkeit des Filmes schlägt sich auch in der Altersfreigabe nieder: “Hostage – Entführt” ist in Deutschland erst ab 16 Jahren freigegeben. Regie führt der (mir) völlig unbekannte Florent Emilio Siri. Dieser zeigte sich bisher nur für die äußert erfolreiche “Splinter-Cell“-Computerspielreihe verantwortlich. Das Skript stammt von Doug Richardson, der bereits die Skripte zu “Die Hard 2“, “Bad Boys” und “Die Hard 4.0” geschrieben hat. Somit kann man nur hoffen, dass der in letzter Zeit etwas schwächelnde Willis wieder an Fahrt gewinnt und gute Rollen erhält.
Zur Geschichte: In einer Kleinstadt wollen drei jugendliche Kleinkriminelle eigentlich bloß einem harmlos scheinenden Bürger den Kraftwagen mopsen. Nach einer Verkettung unglücklicher Umstände sehen sie sich nun jedoch plötzlich als Geiselnehmer in dessen Villa von der Polizei belagert. Eigentlich ein Routinejob für Sergeant Jeff Talley (Bruce Willis), der einst der gefragteste Verhandlungsführer der Polizei von LA war und genau vor Problemen wie diesem in die scheinbar ruhige Provinz flüchtete. Doch der Mann in der Villa ist kein normaler Spießer, und seine sinistren Auftraggeber nicht an Aufklärung interessiert.
Die Story des Filmes, die vor dem Film eigentlich interessant klang, ist völlig versaut worden. Sorry, klingt hart, ist aber so. Es finden sich so viele Szenen, wo ich mir gedacht habe: “Das kann doch nicht sein, das können die doch jetzt nicht so machen, was haben die bloß angestellt…”. So ging es mir fast den ganzen Film über. Unglaubwürdiges folgt Unlogischem, absurde Szenen wechseln sich mit übertrieben kitschigen Situationen ab und einige der Nebenndarsteller hätten besser besetzt sein können. Am schlimmsten ist der eigentliche Bösewicht dargestellt: Er wirkt wie eine Karikatur von “The Crow“. Der Hauptdarsteller Bruce Willis liefert in Relation zum Rest des Filmes eine durchschnittliche Leistung ab, jedoch absolut gesehen ist es einfach nur grausam anzuschauen. Bruce Willis ist meilenweit von solch qualitativen Leistungen entfernt, wie in “Twelve Monkeys“, “Fith Element” oder “Keine halben Sachen” (wohlgemerkt Teil eins). Abschließend ist über dem Film zu sagen, dass er weder als Actionfilm, noch als Thriller oder Krimi taugt. Der Kinogang war hinausgeworfenes Geld.
Anschließend noch kurz die S-Bar angetestet. Nachdem ich nun bereits seit drei Jahren einen halben Steinwurf von dieser Kneipe entfernt wohne, nur endlich der erste Besuch. Bastian hatte noch 50 Minuten bis zum nächsten Zug, so dass wir noch genug Zeit hatten. Dachten wir. Doch es kam alles anders: So brauchte die einzige Bedienung in der fast vollbesetzten Kneipe gute 30 Minuten (Bastian möge mich korrigieren, wennn es nur 25 waren) für ein Lagerbier, einen Kaffee und einen simplen Mai Tai. Und zwanzig Minuten sind doch etwas kurz für einen kompletten Cocktail. Hoffe, dass war nur ein Einzelfall. Denn ansonsten ist die Kneipe ganz in Ordnung. Preislich für Erlangen normal, die live gemixte Musik im House-Stil ist ein Tick zu laut, aber ansonsten keine größeren Beanstandungen. Vielleicht erhält die S-Bar in nächster Zeit nochmals eine Chance.






Ja, das mit der zu lauten Musik ist mir auch aufgefallen. Stefan, hast du eine Homepage der S-Bar irgendwo schon mal gesehen?
Zu Hostage: Ja, jedem das Seine, zum Glück haben wir nicht alle denselben Geschmack.
Ich bin kein Freund der S-Bar. Die Bedienung war zwar flott, aber es ist nicht die Art von Bars, die ich aufzusuchen pflege: Man sitzt unbequem, die Musik ist zu laut zum Unterhalten (aber immerhin ist sie gut) und es gibt nur spanische Snacks…
Ich favorisiere nach wie vor Kanapee, Smile und Sprutz.
Hostage: Ich fand ihn eigentlich nicht schlecht. Ok, ein paar Logikfehler und stellenweise unnötig brutal, aber kurzweilige Unterhaltung. Der bessere Panic-Room-Film ist natürlich “Panic Room”, und an “Negotiator” (Verhandlungssache) kommt kein anderer Polizeiverhandlungsfilm ran.
Die S-Bar wird nochmals eine Chance bekommen, wenn ich/wir mal nicht unter Zeitdruck stehen. Denn das kann das Ergebnis natürlich verfälschen.
Jetzt bin ich schon mal hier, also kommentiere ich auch fleißig
Ich war bis jetzt auch erst einmal in der S-Bar, aber da ging es eigentlich relativ flott. Ich habe die Zeit zwar nicht gestoppt, aber ich musste auch nicht lange warten. Das eigentlich tolle an der S-Bar: sehr günstige Preise. Finde ich zumindest …