Über das Altwerden (oder Altsein)

About Schmidt

Empfehlung: Empfehlung

Ein Film über den großartigen Jack Nicholson. Denn ansonsten kennt man keinen der Schauspieler. Und dann auch noch mit so einer seltsamen Thematik. Doch das kennen wir bereits von unserem Protagonisten. Als etwas zwanghafter Einzelgänger in “Besser geht’s nicht” oder als Playboy in “Was das Herz begehrt“, die Rollen von Nicholson sind nicht immer die gewöhnlichsten. Deshalb ist man auf diesen Film gespannt.

Zur Geschichte: Frisch aufs berufliche Abstellgleis geschoben, blickt der leicht misanthropisch veranlagte Ex-Versicherungsvertreter Warren Schmidt (Jack Nicholson) einer ungewissen Zukunft entgegen. Als bald darauf auch noch seine Frau verstirbt und Warren in ihrer Hinterlassenschaft Hinweise darauf findet, dass sie ihn seit Jahren mit seinem besten Freund betrogen hat, hält ihn nichts mehr an seinem Heimatort. Kurzerhand schwingt er sich in sein Wohnmobil und braust Richtung Denver, wo es die Heirat der Tochter mit einem Wasserbettvertreter zu torpedieren gilt.

Der Film fixiert sich sehr stark auf Jack Nicholson, der seine Rolle überzeugend gut spielt. Die Rolle des einsamen Pensionärs nimmt man ihn voll ab. Sehr gut sind Momentaufnahmen der, aus der Sicht des Hauptdarstellers, tristen Umwelt. Auch die sparsam eingesetze Musik weiß zu überzeugen.
Das größte Problem des Filmes ist die Tristese, die er darzustellen versucht. Es passiert fast überhaupt nichts erwähnenswertes den ganzen Film über. Es wird nur eine geringe Weiterentwicklung der Hauptperson während des ganzen Filmes gezeigt. Der Film ist in das Genre “Komödie/Drama” eingestuft, orientiert sich jedoch stark in Richtung Drama. Es gibt einige wenige witzige situativen Momente, über weite Strecken ist er stark melancholisch. Der Film ist im Ganzen nicht schlecht, jedoch teilweise etwas langweilig.

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Ein Kommentar

  1. erstmal hallo good.speed … zum film: der ist definitiv saumäßig langweilig… und das unabhängig davon was für einen j.nicholson man erwartet.
    zum charakter des warren schmidt kann ich nichts weiter sagen, aber es sind schon interessante züge, gedankengänge, die man wenn man selbst in das alter kommt hoffentlich nicht bei sich selbst wiederentdecken mag. ich finde die person aber auf jeden fall richtig glaubwürdig gespielt. lustige momente sind wirklich sehr spärlich gesät.
    allerdings finde ich die zusatzdokus recht interessant, (wie die filmcrew im vorfeld kurzfilme und stimmungen eingefangen hat) sehr fotografisch das ganze. trist, grau, traurig, und seltsamerweise trotzdem ästhetisch. so ne art armuts/drecksäasthetik…

    naja einiges von der dvd kann ich mir gut als bildschirmschoner vorstellen… :-)