Hellboy
Empfehlung: 
Eine der großen Trends in Hollywood ist, neben der massenhaften Verfilmung von Biografien mittelmäßig bekannter Leute, die Verwurstung aller Comics, welches nicht bei Drei auf den Bäumen ist. So auch geschehen mit der Story rund um “Hellboy” aus dem Hause Marvel. Eigentlich müsste die Firma Marvel bereits genug verdient habe. Oliver Kalkofe hat es bereits in der aktuellen Ausgabe der Kinozeitschrift “Cinema” auf den Punkt: Nun muss man nur noch darauf warten, dass meine Comichelden aus der Sparkasse namens “Knax” verfilmt werden.
Zur Geschichte: Als im Jahr 1944 grimmige Nazis unter tatkräftiger Mithilfe des russischen Kultführers Rasputin ein Tor in die dunkle Gegenwelt öffnen und dabei erst fünf Sekunden nach Zwölf von den Alliierten gestoppt werden, hat immerhin der Babyteufel Hellboy Zeit genug, ins Hier und Jetzt zu purzeln. Dort päppelt ihn der nette Professor Bruttenholm (John Hurt) hingebungsvoll auf. Als die Bösewichte von damals ihre Tätigkeit wieder aufnehmen, sind Hellboy (Ron Perlman) und seine ebenfalls übernatürlichen Kollegen Sapien (Doug Jones) und Liz (Selma Blair) bald die letzte Hoffnung für die Menschheit.
Dafür, dass der Film bereits die (wie schon erwähnte) x-te Comicverfilmung ist, kommt er erfrischend spritzig daher. Der rote Hauptprotagonist hat immer einen frechen Spruch auf den Lippen und poltert ziemlich respektlos durch den Film An seiner Seite wird ein junger FBI-Agent als Kindermädchen gestellt, über den man regelmäßig grinsen muss. Selma Blair als leicht depressive Freundin von Hellboy spielt ihren Part ebenfalls solide. Einige Schwächen zeigt leider die böse Gegenseite: Die Nazischergen wirken zu böse und der “Endgegner” bekommt unverständlicherweise (und auch unpassenderweise) einen russischen Akzent verpasst.
Die Story könnte etwas solider sein, unterscheidet sich vom Tiefgang her aber nicht großartig von Geschichte a la “Spiderman“. Wer eine leicht ironische Comicverfilmung mit geringem Tiefgang und guter Action sehen will, sollte sich den Film auf DVD für einen Abend gönnen.






