Hohlmeier, die zweite

Ich weiß, zu viel bayerische Politik ist nicht gut für das Wohlbefinden, vor allem wenn es um München geht, doch die Schlagzeilen heute früh in den “Nürnberger Nachrichten” lasen sich für Kritiker von Monika Hohlmeier angenehm: “Kaum jemand findet noch ein gutes Wort für Monika Hohlmeier — Grausen vor der heutigen Ausschuss-Sitzung” Der ganze Artikel ist hier zu finden.

Auch die “Süddeutsche” berichtet unter der Überschrift “Frau General verliert ihre Truppen“. Der Spiegel schreibt: “Hohlmeier droht Ausschlussverfahren“.

Na ja, ich sollte eigentlich meinen Mund halten, bin ich doch durch meine bessere Hälfte voreingenommen. Doch die Missstände in der Bildungspolitik und im gymnasialen Sektor lassen sich nicht von der Hand weisen. Dabei war der Gedankengang, Schulen mit Nachmittagsbetreuung und eine Verkürzung der Schulzeit einzuführen, nicht der schlechteste Gedanke. Doch es wird nicht über das “ob”, sondern über das “wie” gestritten. Hätte sich das Kultusministerium mehr Zeit gelassen, die Umstellung erstmals an ein paar “Pilot-Schule” erprobt und dann die um die Schwachstellen bereinigte Version eingeführt, wäre das für viele (vor allem für die Schüler!) besser gewesen.

Allerdings ist es mit der alleinigen Rückkehr zum alten System nicht getan. Eine Überarbeitung unseres Bildungssystems ist dringend notwendig. Doch so wie es aussieht, wird dies nicht (mehr) unter Hohlmeier geschehen.

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