Barfuss
Meine Empfehlung: 
Empfehlung meiner Frau: 
Til Schweiger steigt zu immer neuen Höhen auf: Nachdem er als Nebenrolle in einigen Hollywood-Blockbustern (“King Arthur“, “Lara Croft 2“) mitgespielt hat, sich in “(T)Raumschiff Surprise – Periode 1” im Comedyfach versucht hat, bläst er mit seinem neuen Film zum Sturm an: Er ist gleichzeitig Darsteller, Regisseur, Produzent und noch einiges mehr. Nach eigenen Angaben in Interviews hat er sich mit diesem Film einen Traum verwirklicht. Na, mal sehen, ob dieser etwas taugt.
Zur Geschichte: Pflegehelfer Nick (Til Schweiger) erlebt nicht eben eine private Hochphase, als ihm nach einer eher zufällig durchgeführten Rettungstat in der Psychiatrie die schwer kontaktgestörte, aber grundsätzlich ziemlich liebe Patientin Leila (Johanna Wokalek) bis nach Hause nachläuft und fortan nicht mehr von der Seite weicht. Und weil Nick gerade einem Treffen mit der Familie entgegen sieht, die ihn für einen kompletten Versager hält, nimmt er Leila, die irgendwie keine Schuhe mag, einfach mit zur Hochzeit seines Bruders.
Til Schweiger liefert hier einen sehr guten Film ab: Die Thematik schwankt zwischen einem Roadmovie, einer Komödie und einem Liebesfilm. Die Umgebungen mit ihren Auto, Gebäuden und Schauplätzen wirkt wie eine Mischung aus der Moderne und aus den 50ern. Bei den Aufnahmen werden häufige kräftige und intensive Farben eingesetzt. Schnitttechnisch gibt es wenige Stellen zu bemängeln, der Soundtrack könnte etwas weniger melodramatisch sein.
Die beiden Hauptdarsteller bringen eine Glanzleistung, allen voran Johanna Wokalek, der man die Rolle sofort und den ganzen Film über abnimmt. Dagegen wirkt Til Schweiger gelegentlich etwas eindimensional, überrascht aber trotzdem mit sehr gefühlsstarken Szenen. Somit ist “Barfuss” ein sehr guter Film, der für einen guten Kinoabend mit der Frau/Freundin geeignet ist (Männer, ich habe es schon erwähnt, bitte Taschentücher nicht vergessen).





