Mai, 2005


10
Mai 05

Mahnmal

Heute wird das Holocaust-Mahnmal in Berlin eingeweiht. tagesschau.de schreibt folgendes darüber:

Mit einem großen Festakt wird heute das zentrale Holocaust-Mahnmal der Bundesrepublik Deutschland eingeweiht. Zur Eröffnung der Gedenkstätte in der Nähe des Brandenburger Tores in Berlin-Mitte werden rund 1000 internationale Gäste erwartet, darunter Vertreter von Bundesregierung und Parteien sowie Holocaust-Überlebende und Vertreter jüdischer Organisationen. Für die Veranstaltung gelten schärfste Sicherheitsbestimmungen. Die Straßen rund um das Mahnmal werden gesperrt.

Eine Bilderstrecke zum Mahnmal der Rundfunk Berlin-Brandenburg online gestellt.

Ich persönlich weiß nicht, was ich von einem solchen riesigen Mahnmal halten soll. Natürlich ist die Verhinderung des “Vergessens” wichtig und natürlich kein noch so großes Mahnmal das Geschehene ungeschehen machen. Aber wie viele Denkmäler muss Deutschland noch errichten, bis uns vergeben ist? Wie oft werden wir uns noch rechtfertigen müssen, wenn wir ein bisschen Nationalstolz an den Tag legen? Und wann werden wir negativ belastete Wörter, wie “Führer” und ähnliche wieder ausprechen können, ohne dass gleich Schweigen eintritt?

Naja, schaut euch die Bilder an, bildet euch selbst eine Meinung über das Gezeigte und Geschriebene.


9
Mai 05

Über was bitte schreiben die ganzen Blogger dieser Welt?

Wer eine Antwort auf die oben genannte Frage haben möchte, sollte einmal weiterlesen. Denn um eine Antwort zu erhalten, wurden vor kurzem die Daten von Blogstat herangezogen. Es wurden die häufigst verwendeten Keywords ausgewertet, zum anderen aber auch semantische Verknüpfungen über Artikelgrenzen hinweg genauer beobachtet.

Bitte nicht wundern, was dabei rauskam. Bin mir selbst nicht sicher, was ich davon halten soll. Hier der entsprechende Post mit einem schönen Balkendiagramm als Ergebnis.


7
Mai 05

Das Wetter macht, was es will

Bei einem solchen Mistwetter (Dauerregen bei 9 Grad) habe ich mich ein wenig aufgebaut, indem ich die Bilder vom letzten Sonntag ausgesucht und online gestellt habe. Das war vor genau drei Tagen. “Damals” hatten wir 27 Grad, strahlenden Sonnenschien und man konnte bereits den Sommer spüren.

Als dann Donnerstag Abend die beiden Begriffe “Mai” und “Bodenfrost” in einem Satz fielen, konnte ich mich des Eindruckes nicht erwehren, dass die beiden Wörter zueinander inkompatibel sind. Oder was denkt ihr?


7
Mai 05

Die Geschichte von WordPress läuft weiter

Von dem Weblog-System “WordPress” wurde nun, nach über 200.000 (!) Downloads, vom Macher Matt Mullenweg eine neue Version angekündigt. Wer die komplette News (die leider nicht besonders lang ist) lesen will, sollte hier mal vorbeischauen.


4
Mai 05

Man würde uns für verrückt erklären

Am Montag bei der IKEA gewesen, um wegen Platzmangels ein weiteres Bonde-Regal zu erwerben. Den Abend dann damit beschäftigt gewesen, diese sch*$!? Regal aufzubauen und einigermaßen gerade zu den anderen auszurichten.

Heute Abend stellte meine Frau fest: Das Regal passt dort nicht hin. Also fingen wir an zu überlegen, was wir machen können: Andere Türen nehmen, Regal vielleicht zurückgeben… Kamen dann auf die glorreiche Idee, das Regal im Arbeitszimmer meiner Frau unterzubringen. Und wie es das Schicksal so will, befinden wir uns Minuten später in einem angeregten Gespräch, wie man die Diagonale eines dreidimensionalen Objekts ausrechnet, um zu erfahren, ob die Deckenhöhe ausreicht, um das Regal vom Boden liegend “aufzukippen”. Nein, wir sind nicht plemplem.

Wer mich näher kennt, weiß, dass Rechnen nicht zu meinen Stärken gehörte und ich nicht die allergrößte Leuchte in Mathematik war (bitte mal kurz vergessen, dass ich in der Bank arbeite). Deshalb stand auf der einen Seite mein begrenztes Wissen mit etwas Praxiserfahrung und auf Seiten meiner Frau das absolut gute Mathe-Wissen und die lobenswert strukturierte Denkweise.

Ende vom Lied: Wir haben herausgefunden, dass wir beide Recht hatten und komplett umsonst Zeit verbracht haben, etwas auszurechnen, was auch so geklappt hätte. Nun, so ist der Mensch (Übrigens: Der Satz des Pythagoras hilft weiter). Und zum Schluss kann festgehalten werden, dass der in der Schule erlernte Stoff doch zu etwas nütze ist.


3
Mai 05

Nur ein langer Werbefilm für den Mini?

The Italian Job

Empfehlung: Empfehlung

Eigentlich ist Mark Wahlberg als Schauspieler eher unbekannt, sein bisher bekanntester Film war wohl “Planet der Affen” in der Neuverfilmung von 2001 und “Three Kings“, ein Roadmovie über ein paar Soldaten im Irak. Seine Wurzeln hatte er als Popsternchen namens Marky Mark. Dieser Erfolg war allerdings nur von kurzer Dauer. Bereits angekündigt ist der zweite Teil von “The Italian Job”. Ob sich der überhaupt lohnt? Aber nichts vorwegnehmen.

Zur Geschichte: Gentleman-Gauner Charlie Croker (Mark Wahlberg) und seine Bande, bestehend aus Maulwurf Steve (Edward Norton), Hacker Lyle (Seth Green), Fahrer Rob (Jason Statham), Feuerwerker Left Ear (Mos Def) und Tresorknacker-Veteran Bridger (Donald Sutherland), rauben 35 Mio. Dollar in Goldbarren aus einem venezianischen Palazzo. Dann aber dreht Steve den Kollegen eine lange Nase und verschwindet nach Kalifornien, die Beute im privaten Sicherheitsbunker deponierend. Doch so leicht lässt sich Crokers Gang nicht abschütteln. Und auch die Tochter von Bridger, die hübsche Stella (Charlize Theron) ist noch für ein paar Überraschungen gut.

Die Story und auch die Aufmachung dieses im Jahre 2003 gedrehten Filmes erinnert stark an den im Jahre 2001 entstandenen Film “Ocean’s Eleven“. Auch hier werden Einbrüche minutenlang in der Vorbereitung zelebriert, um in einen grandiosen Feuerwerk zu enden. Zwischendrin werden ein paar beziehungstechnische Fragen geklärt.
Auch bei “The Italian Job” verhält es sich nicht anders. Doch Mark Wahlberg spielt so, als ob ihn jemand eingefroren hätte. Leider taut er auch während des Filmes nicht auf. Charlize Theron, eigentlich eine gute und nett anzusehende Schauspielerin, bleibt weit hinter ihren Leistungen zurück. Alle anderen Beteiligten spielen Mittelklassen. Die einzelnen Coups werden leidenschaftslos und effizient abgehandelt, der ganze Film wirkt wie eine Pflichtübung. Es kommt einfach keine richtige Spannung auf. Mit den Schauspielermaterial und einer etwas besseren Story hätte man mehr aus dem Film machen können.


1
Mai 05

Leise sag ich “Lebe Wohl”

Galerie - iMacLetztes Wochenende war es endlich soweit: Meine Frau und ich haben uns endgültig entschieden, Ihren ersten Apple Imac über ebay zu verkaufen. Ein bisschen Wehmut schwingt dabei mit, denn immerhin hatten wir den schnuckeligen Würfel fast acht Jahre lang auf dem Schreibtisch stehen. Wer vielleicht sogar mitbieten will oder den auffälligen iMac anschauen will, wie er auch in vielen Filmen, in der Werbung und in einigen Wohnungen stand, sollte bei der Auktion vorbeischauen. Tja, so geht die Zeit ins Land.