Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith
Meine Empfehlung: 
Empfehlung meiner Frau: 
Endlich ist es vollbracht. George Lucas hat nach nunmehr 20 (!) Jahren sein Epos mit dem dritten Teil der StarWars-Saga vollendet. Nicht das ich froh wäre, dass es rum ist. Jedoch fällt der Abschied nicht so schwer, wie zum Beispiel bei der “Herr der Ringe”-Saga. Und doch ist es gut zu wissen, wie Darth Vader zu dem geworden ist, wie wir ihn kennen: Als leicht asthmatischer Bösewicht mit Helm.
Zur Geschichte: Nach drei Jahren Krieg jagt General Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) noch immer seinem Erzfeind Count Dooku (Christopher Lee) hinterher. Zur Beunruhigung der schwangeren Padme (Natalie Portman) nutzt daheim der endgültig vom Bösen korrumpierte Kanzler (Ian McDiarmid) die Gelegenheit, um den jungen Anakin Skywalker (Hayden Christensen) mit Versprechungen von unbegrenzter Macht auf die dunkle Seite zu ziehen. Eine Konfrontation mit Obi-Wan Kenobi scheint unausweichlich.
Zwei Dinge schicke ich voraus: Das erste ist die Tatsache, dass noch keiner der bisherigen StarWars-Filme eine durchgehende, an einem Stück erzählte Handlung besaß. Warum erwähne ich das? Nun, um gleich mal die Punkte abzuhaken, der Film macht keine ordentliche Entwicklung durch, beziehungsweise springt ständig von einem galaktischen Schauplatz zum nächsten. Denn dies war schon in den “alten” Teilen so: verfolgen, gefangen nehmen, befreien.
Die andere Sache bezieht sich auf die “Spannung” des Filmes oder den sogenannten “ständig-auf-die-Uhr-guck”-Effekt. Bitte liebe Leute, was soll denn noch großartig überraschendes passieren: Es ist klar, dass der Imperator und Darth Vader überleben werden, dass Padme stirbt und zwei Kinder geboren werden. Von diesem Blickwinkel aus ist der dritte Teil der StarWars-Saga der vorhersagbarste. Deshalb ist es meiner Meinung nach falsch, mit riesigen Erwartungen in den Film zu gehen. Das heißt nicht, dass man keine Ansprüche an die Qualität des Filmes stellen darf. Die Frage ist nur, wie hoch setze ich diese an? Sehr überzeugend
Nun zum eigentlichen Film. Hat man sich nach den ersten fünfzehn Minuten wieder an die sehr “schlanken” Dialoge und den nicht gerade fließenden Szenewechsel gewöhnt, genießt man das Abtauchen in die Welt rund um Dantoonie, Kashyyk und Alderan. Alte Weggefährten werden gerne gesehen, im ersten Drittel natürlich C3PO und R2-D2. Aber auch die “jüngeren” Schauspieler bleiben nicht unbemerkt. Jedoch finden sich schnell einige Abstufungen: Der junge Skywalker stellt im Lauf des Filmes die innere Zerrissenheit gefühlstark dar daneben wirkt Padme als schwangere Ehefrau nur als Statistin. Ein einzig wirklich guter Satz in ihrem Skript findet sich erst zum Ende des zweiten Filmdrittels. Bekannte Nebencharaktere, wie Samuel L. Jackson (als Mace Windu) und Christopher Lee sterben einen schnellen Filmtod und fallen leider kaum auf. Sehr überzeugend und mit einer großartigen Leistung sticht Ian McDiarmid in seiner Wandlung vom weisen Kanzler zum machtgierigen Imperator heraus. Er spielt seinen Part beängstigend realistisch.
Die Handlung selbst ist nicht der Rede wert. Es wird wie bereits vorhin erwähnt das “verfolgen-gefangennehmen-befreien”-Prinzip verfolgt. Letztendlich fiebert man als Zuschauer sowieso nur dem Moment entgegen, in welchem man zum ersten Mal das angestrengte Schnaufen von Darth Vader hört. Für alles andere dazwischen stellt sich nur die Frage, wie es bis dorthin kommt. Das geschieht in geübter Manier, mit Original-StarWars-Sounds, gelegentlich etwas zu kernigen Sprüchen und viel Accessoires aus der StarWars-Welt. Gelegentliche Reibungspunkte entstehen, wenn der Design-Stil der 80er-Jahre-Filme mit dem der neueren Film kombiniert werden soll. Aber auch über diese kleine Schwäche schaut der StarWars-Fan drüber hinweg, denn es ist ja (vielleicht) das letzte Mal, dass man einen Kinofilm aus dem StarWars-Universum sieht.






Hoi Manuel,
kann deiner Kritik nur zustimmen hab es ähnlich empfunden