Kaffee + Milch = ?

Nachdem meine Frau und ich bereits seit langer Zeit die sehr günstige (wenn nicht zu sagen: billige) Espressomaschine “Novo” von Krups unser Eigen nennen, haben wir mittlerweile unser Getränke-Repertoire erweitert.

Kurz zu unserer Maschine: Diese mahlt die Bohnen nicht selbst, dass heißt, man muss bereits gemahlenen Kaffee kaufen. Auch haben wir keinen Schnickschnack, wie Milchaufschäumer oder ähnliches dabei und sie arbeitet mit Pumpendruck. Ja, ich hätte auch gerne eine superschicke Maschine von Saeco, die auch, wenn man sie richtig behandelt, wahrscheinlich sogar meine Hemden bügelt.

Doch Kenner sagen, es kommt gar nicht so sehr auf die Maschine an, das wichtigste seien die Qualität der Bohnen. Hier haben wir nach ausführlichen Tests in der Vergangenheit festgestellt, dass das Espressopulver “Lavazza Qualità Rossa” in kleinen rot-silbern verschweißten Päckchen das wohlschmeckenste ist, mit einer guten Schaumbildung. Dieses hat zwar leider seinen Preis, das Ergebnis ist uns aber den Betrag wert.

Auch ist es ein von der Industrie verbreitetes Märchen, man könne mit den Espressomaschinen keinen Cappuccino oder Latte Machiatto machen. Denn in den beiden ist auch nichts anderes drinnen, als Espresso mit ein bisschen Milch. Wie man nun das zur Zeit sehr beliebte Kaffeegetränk Latte Machiatto mit einfachen Mittel daheim selbst macht, will ich nun beschreiben:

  • Was man benötigt: Ein etwas höheres, am besten durchsichtiges Glas (richtig, die auf dem Foto verwendeten sind von der Firma mit den großen gelben Buchstaben), Löffel mit einem längeren Stil (Tipp: nicht die teueren Latte Machiatto-Löffel kaufen, Eislöffel tun es auch), eine Espressomaschine, eine Espressotasse, eine normale Tasse und ein kleinen Quirl um Milch aufzuschäumen (gibt es ab 2,99 EUR in der Fußgängerzone), 150 ml Milch, Espresso-Pulver für eine Tasse Espresso, ein bisschen Kakaopulver und evtl. nach eigenen Vorlieben Zucker.
  • Nun lässt man eine normale Tasse Espresso durch die Maschine laufen; während diese läuft die Milch erhitzen (nicht kochen!) und gut aufschäumen, bis sie eine gewisse Festigkeit erreicht hat (es muss nicht die komplette Milch fest sein).
  • Nun die aufgeschäumte Milch in das IKEA- Latte Machiatto-Glas gießen.
  • Nun kommt der schwierigste Teil: Der Espresso muss langsam in das Glas zu der Milch gegossen werden. Hierbei wirklich Zeit lassen. Manche gießen auch den Espresso über einen Löffel, dies sollte man machen, wie man am besten zurechtkommt. Während des Eingießens wird man feststellen, dass eine farbliche Trennung im Glas sichtbar wird: Flüssige Milch ganz unten, dann der Espresso und obenauf der Milchschaum.
  • Etwas Kakao-Puder drauf, Löffel rein, fertig ist der Latte Machiatto

So, hoffe euch macht das Experimentieren (und natürlich auch das Trinken) Spaß. Mit etwas Übung hat man innerhalb weniger Minuten ein wohlschmeckendes Getränk um gelegentliche Nachmittagstiefs auszugleichen.

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2 Kommentare

  1. Jaaa, jetzt wo du es sagst, kommt mir auch der Gedanke, dieses Wort schon einmal gehört zu haben. :-)

  2. der “Schaum” nennt sich übrigens “Crema” ;-)