Vermeer – Die Frage, wen er malte

Das Mädchen mit dem Perlenohrring

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Empfehlung meiner Frau: Empfehlung

Tja, bei manchen Filmen bin ich richtig froh, aus irgendwelchen, mir mittlerweile nicht mehr bekannten Gründen, nicht ins Kino gegangen zu sein. Der nachfolgende Film gehört zu jener Kategorie. Doch eins nach dem anderen: Nachdem meine Frau diesen Film eigentlich schon im Kino sehen wollte und dies nicht geklappt hatte, liehen wir ihn uns vor einigen Tagen aus. Wie er uns gefallen hat Warum uns der Film nicht gefallen hat, erfahrt in den nächsten Absätzen.

Zur Geschichte: Zur Mitte des 17. Jahrhunderts nimmt die 16-jährige Griet (Scarlett Johansson aus “Lost in Translation”) den vakanten Posten als Dienstmädchen im turbulenten Haushalt des niederländischen Malers Johannes Vermeer (Colin Firth) an. Obwohl dessen Familie den neuen Gast nicht eben freundlich aufnimmt, lernt Griet sich zu behaupten und entdeckt bald ihre Faszination für die Arbeit ihres Hausherren, dem seinerseits die Reize und das angenehme Wesen des Mädchens nicht entgehen.

Der Film fängt an, wie er aufhört: Mit vielen losen Enden. Wenn man eines diesen Film attestieren kann, dann die Kunst, sämtliche Handlungsstränge offenzulassen, beziehungsweise nicht zu erklären. Woher Kommt die Magd Griet, warum muss sie von zu Hause weg, warum raten ihr die Eltern, sich von katholischen Messen fernzuhalten? Diese Fragen bleiben unbeantwortet.

Die Kamera selbst schwelgt in Szenerien, die Standbildern nahekommen. Würde man auf die Pause-Taste drücken, man könnte meinen ein Gemälde vor sich zu haben. Ebenso ergeht es der Handlung: Es passiert rein gar nichts aufregendes, zu keinem Moment des Filmes hat man den Eindruck, etwas Klarheit gewonnen zu haben, wer das von Vermeer gemalte, geheimnisvolle Mädchen ist.

Sowohl Colin Firth als auch Shooting-Star Scarlett Johansson werden ihren Rollen zwar gerecht, bleiben aber weit hinter ihren früheren Leistungen zurück. Leider muss ich sagen, dass ich keienn einzigen positiven Aspekt an diesem Film finde. Die Worte “dröge” und “langweilig” beschreiben den Film am besten.

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