Per Anhalter durch die Galaxis
Meine Empfehlung: 
Empfehlung meiner Frau: 
Bereits am Wochenende war ich mit meiner Frau im Kino. Seitdem habe ich das Schreiben der Kinokritik vor mich hergeschoben. Denn mit seiner Buchreihe “Per Anhalter durch die Galaxis” von Douglas Adams verhält es sich sehr einfach: Man wird seinen Stil mögen oder ihn hassen. Ein dazwischen gibt es in den seltensten Fällen. Deshalb ist mir das Schreiben der Kritik so schwer gefallen. Denn ich gehörte als Kenner der Bücher zur ersteren Fraktion, meine Frau zur zweiten Fraktion (sie hat die Bücher bisher noch nicht gelesen.
Zur Geschichte: Eben noch war er um sein kleines Häuschen besorgt, das einer geplanten Umgehungsstraße im Wege steht, nun muss Arthur Dent (Martin Freeman aus “The Office”) die Vernichtung des gesamten Planeten durch etwas nassforsche Außerirdische mitansehen. Wenigstens überlebt Arthur den Weltuntergang, weil sich sein alter Kumpel Ford Prefect (Mos Def) ebenfalls als Außerirdischer entpuppt. Außerdem kennt er eine wahrhaft illustre Mitfahrgelegenheit in Richtung Weltall.
Für Liebhaber von Büchern ist es mit Verfilmungen immer das Gleiche: Wie nah hält sich die Verfilmung an der Buchvorlage, wie viel wird dazugedichtet? Bei diesem Film hält sich die Handlung anfangs fast sklavisch an die Buchvorlage, zum Ende hin verfällt der Film in zu viel Klamauk und einigen hinzugedichteten Szenen. Als ruhende und positive Inseln im Film ist die Stimme aus dem Off zu werten, wenn aus dem Anhalter-Buch zitiert wird. Diese tragen auch immer wieder den Geist der Bücher in die übrigen Szenen hinein.
Schauspielerisch gibt es kaum etwas auszusetzen: Arthur Dent ist großartig besetzt, seine weibliche Erdenbekanntschaft sehr reizend, Ford Prefect gelegentlich etwas zu plappermäulig, der deprimierte Roboter ist der natürliche Sympathieträger.
Ich empfehle den Film allen, die die Bücher von Douglas Adams gemocht haben oder auf abgefahrenen Sciencefiction-Komödien stehen. Für diese Gruppen bietet “Per Anhalter durch die Galaxis” einen guten Film mit leichten Handlungsschwächen zum Ende hin.





