Charlie und die Schokoladenfabrik
Meine Empfehlung: 
Empfehlung meiner Frau: 
Nachdem die letzte Verfilmung des Stoffes schon etwas her war (1971: Willy Wonka & the Chocolate Factory), war eine Neuverfilmung fast schon zwingend notwendig. Als Regisseur wurde kein geringer als Tim Burton gewählt, der für seine expressionistischen Filme bekannt ist (u.a. Big Fish, Sleepy Hollow, Batman). Als Hauptdarsteller hat er einen der wandlungsfähigsten Schauspieler Hollywoods verpflichtet: Johnny Depp. Bei den Jungschauspielern agiert allen voran die Neuentdeckung aus “Wenn Träume fliegen lernen”, Freddie Highmore. Beide genannten Hauptdarsteller haben bereits in diese Film gemeinsam überzeugend vor der Kamera gestanden.
Zur Geschichte: Der aus armseligen Verhältnissen stammende, gutmütige Charlie Bucket (Freddie Highmore) verbringt sein Leben hauptsächlich in einer Traumwelt aus Schokolade. Sein Traum wird Realität, als sein exzentrischer Nachbar Willy Wonka (Johnny Depp), der selbst aus einer zerrütteten Familie stammt und Kopf des berühmten Wonka-Schokoladen-Imperiums ist, einen Wettbewerb ausruft. Zusammen mit vier anderen Kindern gewinnt Charlie dabei einen Besuch in Willy Wonkas fantastischer Schokoladenfabrik und erlebt zahlreiche verrückte Abenteuer.
Erwachsene, die den Film anschauen wollen, sollten sich über eines vorher klar sein: Dieser Film ist für Kinder. Die zu vermittelnden Botschaften werden direkt an den Zuschauer gebracht, die Charaktere sind extra nicht zu vielschichtig gehalten.
Doch dies ist dem Film nicht abträglich. Tim Burton schafft es wunderbar, die Geschichte das veramten Jungen zu erzählen, den Grund für Willy Wonka, nach jahrelanger Abschottung Kinder in sein Schokoladenreich zu lassen und die Vorstellung der fünf Gewinnerkinder.
Der Film hat mir sehr gut gefallen, bis zu den Punkt, als die Kinder die Fabrik betreten. Ohne zuviel verraten zu wollen: Die Gesangeinlagen hätte ich eher bei Disney erwartet, die Realisation mancher “Nebencharaktere” wirkt einfach überzogen. Hier hätte Tim Burton mehr aus dem Stoff rausholen können, mehr auf die Konkurrenz in der Gruppe eingehen können. So schaut man zwar mit einigem Humor dabei zu, was nach und nach passiert, der Film zeigt aber über weite Strecke bereits auf das vermeintliche Ende hin.
Für Kinder ist der Film sicher ein Gewinn und gut realisiert. Erwachsene werden die oben genannten Punkte vermissen, bei genügend Fantasie sich aber in den Kosmos von Tim Burton und der fast zu intensiven Spielweise von Johnny Depp faszinieren lassen.





