September, 2005


9
Sep 05

Arcaden – die vierte

Nachdem nun die Erlanger Wähler, wie bereits berichtet, mit Werbung Informationsmaterial zur anstehenden Entscheidungen über die “Erlanger Arcaden” zugeschüttet werden, hier nochmals ein paar Informationsmöglichkeiten für unentschlossene. So liest man in der Newsletter der Stadt Erlangen.

Die “Erlangen Arcaden” im Modell

Rathausreport vom 7. September 2005, Nr. 131/07.09.2005

Die Stadt Erlangen lädt am Mittwoch, 14. September, um 20.00 Uhr die Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung über die Architektur des geplanten Einkaufscenters “Erlangen Arcaden” in das Rathaus ein. Architekt Prof. Hubert Kress und Stadtplanungsreferent Egbert Bruse erläutern anschaulich anhand von Modellen und Plänen das Bauvorhaben.

Außerdem die Homepage des Bürgerbündnisses und des Investors.


9
Sep 05

Die Suche ohne viel Worte

Broken Flowers

Meine Empfehlung: Empfehlung
Empfehlung meiner Frau: Empfehlung

Der diesjährige Sieger des Filmfestivals in Cannes kommt mit einem großen und einem vielversprechenden Namen auf die Leinwand: Der Star aus unzähligen Filmen, wie “The Royal Tenenbaums” und “Lost in Translation” (um nur zwei zu nennen), Bill Murray, arbeitet mit dem noch recht unbekannten Jim Jarmusch zusammen. Dieser ist durch den ungewöhnlichen Schwarz-Weiß-Kaffeefilm “Coffee and Cigarettes” aufgefallen (Filmbesprechung hier). In dem letztgenannten Film haben sich die beiden auch kennen gelernt. Wir waren gespannt, wie sich die erneute Zusammenarbeit zeigt.

Zur Geschichte: Der alternde Schwerenöter Don Johnston (Bill Murray) hat gerade mal wieder eine Beziehung in den Sand gesetzt, als ihn ein mysteriöser anonymer Brief erreicht und von der Existenz eines vor 20 Jahren gezeugten Sohnes in Kenntnis setzt. Neugierig geworden, und weil er ohnehin gerade nichts Besseres zu tun hat, bricht Johnston auf zu einer Reise in die eigene Vergangenheit. Dabei will er den vier Frauen (Frances Conroy, Jessica Lange, Sharon Stone, Tilda Swinton), die theoretisch als Mütter in Frage kommen, einen Besuch abstatten.

Jim Jarmusch setzt die Fähigkeit von Bill Murray, welche in “Lost in Translation” entdeckt wurde, wundervoll ein: Der Hauptdarsteller bleibt in vielen Einstellungen stumm, viele erwartete Entgegnungen in Gesprächen bleibt er schuldig. Vielmehr wird die Antwort durch die intensive Mimik von Bill Murray gegeben, man sieht sofort, was der alternde Don Juan denkt. Hier wurde bewusst von den früheren plappernden Rollen des Protagonisten weggegangen. Ganz im Gegenteil erscheint sein hobbymäßig detektivisch veranlagter Nachbar (großartig: Jeffrey Wright). Dieser schickt seinen einsamen Kumpan mit vielen Worten und Tipps auf die Reise nach der Enträtselung des Briefes.
Als Zuschauer sitzt man gespannt im Kinosessel und erwartet jede neue Begegnung mit der nächsten Ex-Freundin, die kaum verschiedener sein könnten. Hier reicht die Spanne von wiedervereinter Liebe bis zum Einstecken von Prügel.

Die Kameraführung ist ruhig, sie passt sich in Ihren Bewegungen dem Hauptdarsteller an. Dieser ist, genauso wie der Zuschauer, dazu verdammt lange Zeit ein und dieselbe Einstellung zu sehen. Das Abblenden in Schwarze ist ein beliebtes Mittel. Hier setzt der Regisseur deutliche Absätze in der ungewissen Reise des Don Johnston. Musikalisch wird der Film sachte durch jazzige und bluesige Töne begleitet.

Im ganzen ist “Broken Flowers” ein sehr ruhiger Film und erinnert zeitweise in seinen an Stilleben grenzenden Filmweise an “About Schmidt“, ist aber deutlich amüsanter. Auch passiert mehr im Laufe des Filmes, dies wird nur sehr ruhig verpackt. Die Reaktion von Bill Murray auf das um ihn herum steht im Vordergrund. Und das ist höchst unterhaltsam. Mit dem abrupten Ende hat sich jedoch Jim Jarmusch keinen Gefallen getan. Nicht das offene Enden zu solchen Filmen nicht passen würden. Jedoch hätte ein etwas sanfteren Ausklang den Film gut getan. Dies als einziger Kritikpunkt an einem sonst harmonischen Film, der den Zuschauer unterhaltsam in die Suche nach etwas Fehlendem hineinnimmt.


4
Sep 05

Weblogs im Fokus

Nein, nicht Weblogs im “Focus”. Die aktuelle Ausgabe der ct hat in der 19. Ausgabe als eine der Titelthemen “Die Magie der Blogs – Top-Sites, Tools und Hoster” gewählt.

Interessant und unterhaltsam geschrieben, selbst als schon aktiver Blogger erfährt man Neues. Anhand des Blogsystems “Movable Type” wird die Installation eines Blogs erklärt. Es werden eine Auswahl von acht deutschsprachige Blog-Diensten getestet. Den Einführungsartikel in die Thematik kann man auch online lesen.


3
Sep 05

So wird man nicht Weltmeister

Eben ist das Spiel der deutschen Nationalmannschaft mit einem verdienten 2:0 für die Slowakei zu Ende gegangen. Eine Tortur für den Zuschauer. Die ersten 20 Minuten waren noch in Ordnung, danach bauten die Deutschen stark ab und kassierten zwei sehr peinliche Tore (beide Male eklatante Abwehrfehler).

In der zweiten Halbzeit dann die deutsche Mannschaft mit vier Auswechslungen und einem deutlich gesenkten Altersdurchschnitt etwas spritziger, aber weit hinter den bekannten Leistungen aus dem Confederations Cup. Ein Tor der deutschen Mannschaft wurde wegen einem falsch anzeigten Abseits nicht gewertet. Macht aber das Kraut auch nicht mehr fett!


3
Sep 05

Die Untiefen der (Spiele)Galaxie

Argh, schrecklich. Vor ein paar Minuten einen großen Fehler begangen: Ich habe das Demo zu dem Spiel “Starship Troopers” installiert und ausprobiert. Normalerweise halte ich mich ja von Spielen zu irgendwelchen Filmen fern. Nachdem jedoch die Umsetzung vom Egoshooter “Chronicles of Riddick” nicht allzu schlecht war, ließ ich mich täuschen.

Die Demo kommt mit absolut miesen Sound daher, der erste Missionsauftrag erfüllt sich auch ohne mein Zutun und die Menge an Bugs, welche man sich gewünscht hätte, ist auch nicht vorhanden. Interaktion mit der Umwelt scheint den Spieleprogrammieren ein Fremdwort zu sein, die Qualität der Grafik reicht aus, um zu sehen, wo man sich bewegt. Brr, mich schauderts noch. Die 450 MB downzuloaden lohnt sich nicht. Es werden nicht mal neue Filmschnipsel geboten (im Gegensatz zu zum Beispiel “Star Wars – Republic Commando”), für die sich das Spiel wenigstens zu installieren lohnen würde. Hier wird wieder versucht, ein Filmthema auszuschlachten.


2
Sep 05

Kampf um des Wählers Gunst

Die beiden Parteien, der Investor der Erlanger Arcaden und die Bürgerinitiative, gehen langsam in die Offensive. Gestern Abend wurden zwei Riesenplakate an der Gebäudefassade der Erlanger Post angebracht (auch wunderbar auf der webcam zu sehen), seit einigen Tagen bereits finden sich zwischen Wahlkampfplakaten auch Werbung gegen die Erlanger Arcaden.

In den Erlanger Nachrichten finden sich hierzu zwei Artikel in der heutigen Ausgabe:

Vorige Artikel zum Thema: 1 und 2.


2
Sep 05

Fragen über Fragen

Eben in der Apotheke, rezeptfreies Medikament gekauft. Frage der Apothekerin: “Kennen sie sich aus?” War kurz versucht, auf die Frage zu antworten…


2
Sep 05

Und die Kinos bleiben leer

Wer öfters ins Kino geht oder regelmäßig Filmnachrichten liest, wird der aktuellen Diskussion nicht entgangen sein: Die Studiobosse Hollywoods wollen die sechsmonatige Wartezeit vom Kinostart eines Filmes bis zum Erscheinen der DVD abschaffen. Hierzu schreibt telepolis.de folgendes.

…Angedacht ist nämlich eine Verkürzung oder sogar eine völlige Abschaffung des so genannten Kinoauswertungsfensters. Das heißt: Zwischen der ersten Kinoausstrahlung und der Zweitvermarktung per DVD lagen bisher sechs Monate. Doch inzwischen versuchen die Produktionsfirmen und die Verleiher diese Frist immer öfter zu verkürzen. Was im Fall von “Herbie: Fully loaded” und “Sin City” zum Boykott dieser Filme durch große Kinoketten geführt hat. Ähnliche Fristen gibt es auch in den USA, allerdings wurde die bis 1994 übliche Sechs-Monats-Frist bereits um zwei Monate gekürzt…

Tja, ich denke, hier hängt nicht nur die Filmbranche mit Ihrer Gier nach mehr Profit drin, sondern auch die Hersteller und Vertreiber von Heimkinoanlagen und deren Zubehör. Als Schlusssatz schreit telepolis dann

…Und der große Verlierer dieser Entwicklung ist das Kino, das nicht nur erheblich an Gewicht, sondern wohl auch zunehmend seine Besucher verlieren wird…

Meiner Meinung nach ist nicht nur das Kino der Verlierer. Der größte Verlierer ist mal wieder der Zuschauer. Auf lange Frist gesehen weniger Kinos, (noch) höhere Eintrittspreise und die Notwendigkeit, in ein Heimkino zu investieren.
Und die Streitigkeiten zwischen den einzelnen Gruppen tragen sicherlich auch nicht zur Verbesserung der Lage bei. Wer den kompletten Artikel lesen will, findet diesen hier.


1
Sep 05

News Orleans

Die Überschrift sagt alles. Aus den betroffenen Gebieten in der USA gibt es kaum verläßliche Informationen der großen Nachrichtenagenturen. Zwei informative Links aus erster Hand möchte ich dennoch aufführen:

  • The Interdictor: Blogger, der im Zentrum New Orleans in einem Rechenzentrum sitzt. Informationen direkt, mit vielen Bilder einer hochauflösenden Webcam
  • KatrinaHelp: Wiki-Seite mit Hilfs- und Informationsangeboten. Großartige Linkliste zu aktuellen Blogs.

Die größten Probleme entstehen momentan durch die mutwilligen Plünderungen. So wurden auch Hilfstransporte überfallen. Andere betroffene Städte und Regionen berichten über die nur einseitige Berichterstattung der Medien fast ausschließlich aus New Orleans.

Bettet für die Leute in den betroffenen Gebieten.