In den letzten Tagen bin ich einige Male (selbtsvrständlich außerhalb der Arbeitszeiten) in die Verlegenheit gekommen, bestimmte Webseitne über meinen Rechner in der Arbeit aufzurufen. Dabei fühlte ich mich in die Steinzeit zurückversetzt. Das mag natürlich sicherlich auch an der veralterten Rechnerkonfiguration (Pentium I, 64 MB RAM) und an der Tatsache liegen, dass alle Daten erstmal an der Firmenfirewall vorbei müssen.
Doch auf was ich hinaus will: Selbst schlanke Seiten, die bisher mit einem schlanken Content erschienen, brauchen (gefühlte) Ewigkeiten, bis der erste Buchstabe erscheint (Eine der bisherig rühmlichen Ausnahmen hat hier auch den Weg zur Verstopfung der Autobahn eingeschlagen: heise.de mit dem Seitenableger telepolis.de). Halt! Vorher erscheint bereit sekundenlang die ersten Werbebanner. Hier sind für mich die wahren Schuldigen des “Kriech-Surfens” – die Werbung. Wer als Werbender etwas auf sich hält, gibt sich nicht mehr mit wenigen Kilobyte großen Werbeeinblendungen im jpg-Format zufrieden. Hier müssen Mininum animierte Gifs oder Flash-Animationen eingesetzt werden, die um ein vielfaches mehr an Speicherplatz benötigen. Und auf dem alten Internet Explorer 5.irgendwas muss daraufhin im Hintergrund das Flash-Plugin initialisiert werden. Das fühlt sich so an, als ob man bei 50 km/h plötzlich die Handbremse zieht.
Ein weiterer Verdacht, der sich immer mehr erhärtet: Beim Aufbau der Seite steht in der Lade-Folge die Werbung an erster Stelle. Schlimmer noch: Wahrscheinlich wird der eigentliche Inhalt absichtlich verzögert, um den Besucher auf den hoch künstlicherischen Wert der Banner und deren harmonische Farbgestaltung hinzuweisen. Den Vogel schießen Seiten Ab, die ihren kompletten Hintergrund in eine neue Werbefarbe tauchen (z. B. spiegel.de) und somit die Lesbarkeit der Artikel auf 10 % oder weniger senken.
Die Erlösung nennt sich im Firefox-Browser ein Plugin namens “Adblock“. Einmal ein Rechtsklick auf die Werbung und es werden nie mehr Banner von dieser Quelle anzeigt, beziehungsweise überhaupt geladen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass solche Plugins demnächst standardmäßig in die Browser eingebunden sind.
Und ein letzer Absatz: Mein herzliches Beileid an all die Unwissenden IE-Jünger, die solche Möglichkeiten nicht haben oder an diejenigen, denen der IE “verordnet” ist.





