Be Cool
Empfehlung: 
Das von erfolgreichen Filmen Sequels produziert werden, ist hinlänglich bekannt. Das jedoch für ein Sequel noch mehr Sternchen verpflichtet werden, als beim ersten Teil, ist eher selten. So geschehen mit dem Nachfolger des 1995 gedrehten “Get Shorty“. Promis von Vince Vaughn und Harvey Keitel über André Benjamin und Steven Tyler bis zu “The Rock” und Travoltas “Pulp Fiction”-Tanzpartnerin Uma Thurman ließen sich da nicht lange bitten (komplette Darstellerliste auf imdb.com). Danny DeVito produzierte. Erfolgsgarantie? Finanziell vielleicht, aber qualitätsmäßig?
Zur Geschichte: Chili Palmer (John Travolta), coolster Gangster aus Miami und deshalb prädestinierter Hecht im Entertainmentteich, lässt das Filmbusiness hinter sich und sucht neue Herausforderungen in der Musikindustrie. Dort macht er die Erfahrung, kaum der einzige Outlaw auf weiter Flur zu sein: Russische Mobster und Gangster-Rapper, denen der Finger am Abzug erschreckend locker sitzt, machen ihm mächtig Konkurrenz beim Versuch, eine schöne und talentierte Nachwuchskraft namens Linda Moon (Christina Milian) an die Chartsspitze zu führen.
Leider enttäuscht die Forsetzung in fast allen Punkten. War der erste Film von 1995 noch durch böse Ironie, überraschende Storywendungen und sympathischen Charakteren geprägt, geht das größtenteils im zweiten Teil verloren. Dabei war es vielleicht ganz gut, diesen Film erst auf DVD anzuschauen und mit sehr niedrig gesteckten Erwartungen hineinzugehen. Teilweise erinnert mich das Verhältnis der beiden Filmteile an das von Ocean´s Twelve zu seinem Vorgänger. Viele Stars, wenig Handlung und viele aufgewärmte Gags.
Dabei ist Be Cool überhaupt nicht so schlecht, auch nicht langweilig, aber einfach uninspiriert. Auch John Trovolta bleibt hinter seinen guten Schauspielfähigkeiten zurück. Leider nur ein mittelmäßiger Film.





