Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen
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Empfehlung meiner Frau: 
Nachdem die ersten drei Filme von Nick Park über den Erfinder Wallace und seinen stummen Hund Gromit nur Kurzfilme über je ungefähr eine halbe Stunde waren, wagte der gebürtige Brite im Jahre 2000 mit einer neuen Idee den ersten kinolangen Knetfilm “Chicken Run“. Dieser war ein großer Erfolg, und somit war es klar, dass für die beiden liebenswerten Knet-Hauptdarsteller bald ein eigener Kinofilm folgen musste. Nun ist es endlich soweit.
Zur Geschichte: Die alljährliche Mustermesse für Gemüsezucht steht bevor. Stolz präsentiert Erfinder Wallace seine neuste Schöpfung, mit der sich Kaninchen auf denkbar tierschonende Art aus dem Boden saugen und direkt in einen Container in Wallaces Heim bringen lassen, wo sie dann nur noch im Sinne der political correctness umerzogen werden müssen. Als ausgerechnet jetzt ein mysteriöses, riesenhaftes Wer-Kaninchen auftaucht und die Vorgärten umpflügt, schlägt die Stunde des klugen Hundes Gromit.
Die Kneter rund um Nick Park haben hier eine sehr guten Film abgeliefert: Die Modell-Szenerien sind wunderschön geraten, sie vermitteln eine dichte Stimmung. Die Knetmasse wurde mit so vielen anderen Materialien verbunden, dass es eine wahre Freude ist, die Filmwelt anzuschauen.
Auch an den Charakteren bleibt trotz aller Perfektion deutlich sichbar, dass die Knete geformt wurde. So entdeckt man gelegentlich bei genauen Hinschauen einen Teil eines Fingerabdrucks. Doch das ist dem Film nicht abträglich, sondern lässt den Zuschauer wieder daran denken, dass die Figuren keine echten Schauspieler sind.
Einer der größeren Sorgen war, ob man eine Geschichte rund um die beiden Hauptdarsteller auf volle Kinolänge aufblasen kann, ohne große Storylücken zu erzeugen. Doch hier haben die Filme-Macher eine sehr witzige Methode gefunden, die Zeit zu füllen: Der Zuschauer entdeckt immer wieder aus anderen Filmen entliehene Szenen (um nur drei zu nennen: Matrix, Indana Jones und King Kong). Nur ganz selten hat der Kinobesucher das Gefühl, der Film versucht, die Handlung über die Zeit zu retten.
Die Handlung wird klassich durch Musik von z.B. dem Berliner Philharmonikern und dem BBC-Orchester untermalt. Soundtechnisch läßt sich an dem Film nicht kritteln. Somit ist nicht Chicken Run nach meiner Meinung der erste vollwertige “Kino-Knet-Film”, da dieser hierfür mit 84 Minuten etwas zu kurz war. Gramit und sein Herrchen Wallace öffnen mit diesen perfekten Film ein neues Kinokapitel. Wären die Produktionszeiten doch nicht so lang!





