Dezember, 2005


20
Dez 05

Totes und lebendiges

Stefan hat mir vor kurzem die DVD´s “Shaun of the Dead” und “Die Regeln des Spiels – Rules of Attraction” ausgeliehen. Natürlich ein guter Grund, kurze Filmkritiken darüber zu schreiben.

Shaun of the Dead

Meine Empfehlung: Empfehlung

Schon allein vom Namen her lehnt sich dieser Film eng an den jüngsten Genremeister im Zombiebereich, “Dawn of the Dead“, an. Und das war nicht der einzige Zombiefilm in der jüngsten Vergangenheit: Man denke an die eher trashige “Resident Evil“-Reihe oder der philosophisch angehauchte “28 Days Later“. Somit war eine Veralberung nur eine Frage der Zeit.

Zur Geschichte: Weil Shaun (Simon Pegg) angeblich nichts als Videospiele und Promille im Kopf hat, gibt Liz (Kate Ashfield) ihrem langjährigen Freund genervt den Laufpass. Als obendrein auch noch die Toten aus ihren Gräbern steigen und mit mächtigem Appetit auf warmes Fleisch über die Nachbarschaft herfallen, sieht Shaun endlich ein, dass die Zeit gekommen ist, für etwas zu kämpfen. Gemeinsam mit seinen Slackerkumpels macht er sich auf, Liz zu retten, so viele Köpfe wie möglich zu zertrümmern und den womöglich einzig sicheren Ort der Welt zu erreichen: die Stammkneipe.

Der Film wandelt die ganze Zeit auf dem schmalen Grad zwischen hitergründiger Komik und dumpfen Schenkelklopfern. Vor allem zu Anfang wirft der Regisseur mit dem Hauptdarsteller einen interessanten und ironischen Blick auf unseren fast schon zombiehaften Alltag. Häufiges Schmunzeln ist vorprogrammiert. Dazwischen ein kleines Beziehungsgeflecht zum besten Freund, der gerade gewordenen Ex-Freundin und deren ablehenden Mitbewohner. Der Film verwendet viel Zeit darauf, das Leben zu porträtieren und die sehr geringen Unterschiede nach dem “Zombie-Befall” aufzuzeigen. Auch das lange Hinauszögern der Erkenntnis der Hauptcharaktere, dass etwas nicht stimmt, beobachtet man als Zuschauer belustigt.

Leider verliert der Film im letzte Drittel deutlich an Qualität. Nicht in bildlicher Hinsicht, eher in erzähltechnischer. Die Beziehungsstränge verdichten sich, obligatorisch sterben ein paar Protagonisten. Zum Ende hin nur die Augenzwinckerei, dass die eigentlichen Zombies, wir, über die “richtigen” Zombies siegen.

Die abfallende Erzählkurve kann man jedoch keinesfalls den größtenteils unbekannten Schauspielern anlasten. Diese gehen voll in ihren Rollen auf und liefern authentische Gefühle. Auch die Sets in Großbritannien sind sehr gut ausgesucht. Wäre noch ein würdiger Abschluss gelungen, wäre wahrscheinlich die Höchstwertung drin gewesen.

Die Regeln des Spiels – Rules of Attraction

Meine Empfehlung: Empfehlung

Filmplakat zu Die Regeln des SpielsRoger Avary ist gebürtiger Kanadier, Quasi-Schüler von Quentin Tarantino und mutig. Er versucht mit “Die Regeln des Spiels – Rules of Attraction” eine zeitgemäße Interpretation der Buchvorlage von Bret Easton Ellis zu verfilmen, die eine Fortsetzung zu “American Psycho” ist (American Psycho wurde im Jahre 2000 verfilmt).

Zur Geschichte: Sean Bateman (James Van der Beek) ist Nobelstudent am renommierten Camden College und Bruder eines Serienkillers, der sich als “Wall-Street-Ripper” einen Namen gemacht hat. Seans einzige Ziele: Drogen konsumieren und willige Kommilitoninnen von ihrer Jungfernschaft befreien. Die meisten seiner Freunde, darunter der ewig in den Falschen verliebte Paul (Ian Somerhalder) und die zarte Lauren (Shannyn Sossamon), denken ähnlich. Daran kann auch der irgendwann anstehende “Ernst des Lebens” wenig ändern…

Es ist deutlich zu sehen, dass der Regisseur bei Filmen wie “Reservoir Dogs” und “Pulp Fiction” mitgearbeitet hat. Erzählerisch wird gerne mit Vor- und Rückblenden gearbeitet, lange Kamerafahrten durch den Ram werden zum Einfangen der Stimmung benutzt. Allderdings gibt es auch genug Unterschiede: Um zwischen einzelnen Handlungssträngen hin- und herzuspringen wird der Film verlangsamt rückwärts abgespielt. Dei Filmdramatik wird durch ein paar exzessiv dargestellte sexuelle Szenen aufgepeppt.

Und doch lenken die modernen filmischen Mittel und Methoden nur vom eigentlich Kern ab: Der Film ist eine Dreiecksgeschichte mit einigen Nebenschauplätzen. Nun wird die Geschichte mit gut gesetzten Schockmomenten auf modern gemacht. Hinzu kommt noch die beretis erwähnte “etwas andere Art” zu filmen. Im Endeffekt dümpelt aber die Story vor sich hin, ein richtiger Höhepunkt ist nicht zu sehen.


19
Dez 05

Autoschlangen in Erlangen

Vor recht genau zwei Monaten berichtete ich über die Sperrung der Nägelsbachstraße und die dadurch enstehenden Stau an den ersten paar Tagen. Dies hat sich dann schnell unter den motorisierten Bevölkerungsteilen herumgesprochen und weitere Autoschlangen wurden schnell vermieden.

Auch das anlaufende Weihnachtsgeschäft Anfang Dezember führte zu keiner merklichen Veränderung. Obwohl ich tatsächlich eine Kollegin in Erlangen beim Einkaufsbummel getroffen hatte, die extra nach Erlangen gefahren war, da sich in Nürnberg die Leute laut ihrer Aussage “tot treten”.

Doch hier hatte ich die Rechnung ohne die Deutsche Post gemacht. Wie ja bereits bekannt, liegt die “Ausweichbaracke” des gelben Riesens direkt am Ende der enstandenen Sackgasse. Und natürlich will die einen Hälfte der Einwohner Erlangens in der Woche vor Weihnachten nur kurz ein Päckchen auf die Post bringen und noch zwei Briefmarken kaufen. Die andere Hälfte der Erlanger haben sich scheinbar den Parkplatz gleich neben der “neuen” Deutschen Post als Lieblingsabstellplatz ihres Gefährtes ausgesucht. Wie blöd kann man sein? Dabei gibt es in Erlangen meines Wissen bereits zwei gute Alternativen zum Versand via Posthorn: Entweder über GLS, gleich zwei Straßen weiter von der Post oder über den Hermes-Versand (Annahmestelle im Linkshändershop am Bohlenplatz).


14
Dez 05

Plätzchen backen

Butterplätzchen

Wer solch schöne Ergebnisse erreichen will, sich aber vor der Arbeit scheut, sollte die ganz normalen “Butterplätzchen” backen. Hier müsst ihr euch aber ein bisschen sputen, denn bis Weihnachten ist es nicht mehr lange. Für die Plätzchen benötigt ihr folgende Zutaten, als Ergebnis hat man ungefähr 80 Plätzchen. Bei dem Wunsch nach mehr, einfach die Mengen verdoppeln.

  • 80 g Butter
  • 80 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 4 El Milch
  • 250 g Mehl
  • 130 g Speisestärke (Kartoffelmehl)
  • 1 Päckchen Backpulver
  • Grand Marnier oder Amaretto
  • Puderzucker
  • Schoko- oder bunte Streusel

Die Butter in einer Schüssel weich schlagen, dann den Zucker und das Ei hinzu. Nachdem der Teig schaumig wird, den Vanillezucker, die Milch, das Mehl, das Backpulver und die Speisestärke hinzugeben und gut durchkneten. Am Besten dazu einen Stabmixer nehmen. Sobald man mit dem Durchmischen des Ganzen fertig ist, den Teig in Alufolie packen und eine Stunde in den Kühlschrank.

Nach einer Stunde den Backofen auf 180 Grad vorheinzen und ein Viertel des Teiges abschneiden und dünn auf einem Tisch oder der Küchenanrichte ausrollen. Sollte der Teig am Nudelholz kleben bleiben, etwas Mehl auf das Nudelholz geben. Nun mit den Förmchen die entsprechenden Teigstücke ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Beim Backpapier darauf achten, das dies eine glatte Fläche bietet. Denn jede Falte oder Erhebung überträgt sich auf die später festen Plätzchen. Sobald ein Blech voll ist, ab in den Ofen und acht Minuten im Ofen belassen.

Währenddie Plätzchen im Ofen sind, eventuell bereits das nächste Blech fertigmachen. Die gebackenen Plätzchen vorsichtig vom Blech heben und auskühlen lassen.

Wenn der gesamte Teig verbraucht ist, kommt die Glasur dran. In einer Kaffeetasse oder einem kleinen Schälchen ein paar Löffel des Grand Marnier oder Amarettos geben und Puderzucker dazu. Die Konsistenz sollte leicht dickflüssig sein, einfach etwas ausprobieren. Dann die ausgekühlten Plätzchen damit bestreichen und die Streusel auf den Plätzchen verteilen. Hierbei ist ein bisschen Eile gefordert, damit die Glasur nicht trocknet und die “Bestreuung” hält. Nun die Plätzchenglasur fest werden lassen und in eine mit Backpapier ausgelegte Metallbox hineinschichten. Zwei Tage mit geschlossenen Deckel ziehen lassen, dann die ersten probieren…


14
Dez 05

Entspannung

Montag, spätabends beim Bummeln durch Erlangen folgenden Schnappschuss aufgenommen:

Bild einer entspannten Frau

Könnte eigentlich aus irgendeiner Zigarettenwerbung stammen, oder? Jedenfalls sieht das liebe Mädchen ziemlich platt aus. Hoffen wir, dass sie sich noch gut erholt hat…


13
Dez 05

Wikiblödia

Die derzeitigen Probleme im englischsprachigen Wikipedia nimmt SPIEGEL-ONLINE-Hauszeichner Jamiri zum Anlass, einen Comic drüber zu schreiben. Ich glaube, er könnte Recht haben. Aber lest selbst.


11
Dez 05

Affenstark

Galerie - King Kong ScreenshotsDie zum offiziellen Film gehörende Demo von “King Kong” gehört eher zur nervigeren Sorte. Nach einem 290MB schweren Download kann man zwei Minuten spielen. Und zwar zwei völlig aus dem Zusammenhang gerissenen Szenen. Hierbei sieht man zwar gut die Grafik, jedoch nicht viel mehr.

Die Grafik ist State of the Art, die Synchronisation und Umsetzung ins deutsche ist (jedenfalls für den ultrakurzen spielbaren Teil) sehr gut. Wer also zuviel Bandbreite hat, kann sich die Demo gern mal antun. Zu finden, wie immer, auf gamershell.com.


10
Dez 05

Christliches Fantasy-Kino

Ab dieser Kinokritik möchte ich meine Filmrezensionen künftig um einen Punkt erweiteren: Einen Link zu einem Trailer oder einem Teaser des von mir vorgestellten Filmes. Warum dies? Beim Auswerten der Anfragen von Suchmaschinen habe ich festgestellt, dass viele Besucher nicht nur nach einer Kritik des Filmes suchen, sondern auch nach bewegten Bilder. Als von mir bevorzugte Internetseite werde ich größtenteils auf moviemaze.de verlinken, eine deutschsprachige Filmseite

Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia

Meine Empfehlung:Empfehlung
Empfehlung meiner Frau: Empfehlung
Trailer auf moviemaze.de

Über diesen Fantasyfilm wird viel gestritten: Will er nur auf der Welle von “Herr der Ringe” mitreiten? Versucht Disney zum Weihnachtsgeschäft mit einem Märchen die Sahne abzuschöpfen? Soll mit dem christlich angehauchten Thema eine neue Zuschauerschicht angesprochen werden? Eigentlich alles gar nicht so wichtig.
Viel interessanter ist doch die Tatsache, wie die Umsetzung der Fabelwesen und der Märchenwelt gelingt. Das die Tiere und die Umgebung aus der Computerretorte kommen ist völlig klar. Doch wie überzeugend wirken sie? Und wie gelingt der Spagat zwischen der Thematik Jugendbuch und dem Anspruch, auch Erwachsenenfilm sein zu wollen?

Zur Geschichte: England im Zweiten Weltkrieg: Damit ihnen in London nichts passiert, werden die Geschwister Peter (William Moseley), Susan (Anna Popplewell), Edmund (Skandar Keynes) und Lucy (Georgie Henley) auf’s Land zu einem Professor geschickt. In dessen märchenhaftem Anwesen entdecken die Kinder bald einen unauffälligen Kleiderschrank, dessen Tür geradewegs ins fantastische Märchenreich Narnia führt. Dort ist nach einem Fluch der Weißen Hexe (Tilda Swinton) der ewige Winter und ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Die Kinder versuchen, den Bann zu brechen.

Heute fange ich mit dem negativen Punkten an: Der Filmemacher hat es gründlich geschafft, den größten Teil der Dialoge zu verhunzen. Unpassend, schwülstig, aufgesetzt. Auch die vier jugendlicher Hauptdarsteller kennen nicht viel mehr als ein paar Gesichtsausdrücke. Dies war zwar bei den ersten beiden Teilen von Harry Potter ebenfalls so, doch hier wurde diese “Schwäche” durch die sehr guten Nebenrollen und den besser entworfenen Dialogen wettgemacht.

Ein weiteres Schrecknis ist die bei jeder Gelegenheit auf “episch” getrimmte Hintergrundmusik. Hierdurch wird die Dramaturgie nicht unterstützt, sondern schlichtweg übertüncht und plattgewalzt.

Einzige Lichtblicke sind die Arbeiten der Köstumfirma “Weta Work”, die auch bereits für die Herr der Ringe-Filme verantworlich war, und der Firma “Industrial Light & Magic” für die Spezialeffekte. Diese haben unter anderen an solch Produktionen wie “Star Wars”, “Fluch der Karibik” und “Harry Potter IV” migewirkt. Somit sind sowohl die Rüstungen und Austattungen sowie die animierten Fabelwesen und Tiere sind sehr gut geworden. Am Ende bleibt für mich das Fazit für die nächsten sechs Teile: Höchstens auf DVD anschauen!


10
Dez 05

DVD-Abend

Was gibt es entspannenderes, als sich die Zeit zu nehmen, in Ruhe zwei DVD´s am Stück anzuschauen, dies mit einem guten Weiswein und einigen Knabbereien zu untermalen und einfach abhängen. Als filmische Leckerbissen habe ich mir zwei sehr konträre Filme ausgesucht. Mit “L.A. Crash” decke ich die Bereiche Drama/Thriller ab, mit “Kung Fu Hustle” die Sparten Action/Komödie. Im nachhinein eine exzellente Wahl. Doch lest selbst.

L.A. Crash

Meine Empfehlung: Empfehlung

Bis zum Jahre 2004 war der gebürtige Kanadier Paul Haggis eher unbekannt. Bisherige (erfolgreiche) Produktionen waren größtenteils für das amerikanische Fernsehen gelaufen. Doch letztes Jahr entschied er sich dafür, im Kinogeschäft einzusteigen. Und dies gelang ihm wahrhaftig: Mit den Filmen “Million Dollar Baby” und “L.A. Crash” brachte er zwei Streifen heraus, die auf der Top250-Liste von imdb.com stehen. Für Million Dollar Baby wurde er mit einem Oscar ausgezeichnet. Ein Grund mehr, seinem Thriller einer genaueren Prüfung zu unterziehen.

Zur Geschichte: Staatsanwalt Rick Cabot (Brendan Fraser) und Ehefrau Jean (Sandra Bullock) sehen sich in ihren ethnischen Vorurteilen bestätigt, als ihnen zwei schwarze Trickbetrüger (Larenz Tate und “Ludacris”) den fahrbaren Untersatz mopsen. Ausbaden muss ihre Wut der Latino vom Schlüsseldienst (Michael Pena), dem zu allem Überfluss auch noch ein frisch bestohlener iranischer Kurzwarenhändler rachsüchtig im Nacken sitzt. Keiner aber hasst alle Farbigen so sehr wie LA-Cop Ryan (Matt Dillon). Ein schwarzes Ehepaar (Terrence Dashon Howard und Thandie Newton) am Steuer eines Luxuswagens kommt ihm deshalb gerade recht.

Das Thema ist nicht gerade topaktuell, ist aber auch nie aus der Mode geraten. Vor allem im von vielen verschieden ethnischen und sozialen Bevölkerungsschichten geprägten Amerika. Die Zuschauer in Deutschland müssen somit ein wenig Interesse für diese sehr amerikanischen Probleme mitbringen. Zwar ist Diskriminierung sicher auch in Deutschland ein Problem, jedoch nicht so stark auf die Ethnie bezogen.

Die Darstellerriege ist beeindruckend: Don Cheadle, Matt Dillon, Jennifer Esposito, Thandie Newton, Sandra Bullock, Brendan Fraser, Ryan Phillippe, Terrence Howard, Tarenz Tate (volle Liste). Diese Darstellergruppe schafft es meisterlich, die Spannung zwischen den einzelnen Gruppen und Personen zu präsentieren. Doch eigentlich lässt sich die Qualität des Filmes nicht auf einen bestimmten Teilbereich heraussterilisieren. Großartige Musik geht einher mit wunderschönen Momentaufnahmen der Lebenssituation einzelner Charakter oder Stadtbilder bei Nacht. Die Qualität und Stimmung der Aufnahmen erinnert an den Thriller “Collateral“, der auch schon größtenteil in L.A. bei Nacht spielt. Die Verästelungen sind gut geschrieben, das wahre Ausmaß der Verzweigungen wird erst zum Ende klar ersichtlich. Ich habe mich dabei ertappt, nach einer guten halben Stunde selbst in das vorurteilhafte Denken hineinzufallen: “Diese Person wird doch sicher jetzt gleich das machen…”.

Einzig der etwas zu inkosequente Filmabschluss und die allzu amerikanische Thematik haben mich daran gehindert, die Höchstwertung für L.A. Crash zu vergeben.

Kung Fu Hustle

Meine Empfehlung: Empfehlung

Mit dem vorliegenden Film zeigt der Regisseur Stehpen Chow, dass chinesische Filme nicht nur aus Chackie Chan bestehen müssen und nicht immer nur aus Action oder Kung Fu bestehen müssen.

Zur Geschichte: Wir befinden uns im Jahr 1940. Ganz Shanghai zittert vor der fürchterlichen “Axtbande”. Ganz Shanghai? Nein! Ein von unbeugsamen Proletariern unter Führung einer resoluten Wirtin bewohntes Slum namens “Pigsty Alley” hört nicht auf, den schwerbewaffneten Gangstern Widerstand zu leisten. Nun will die Axtbande ihren härtesten Mann namens “The Beast” schicken. Pech nur, dass das Biest gerade hinter schwedischen Gardinen wohnt. Der jugendliche Taugenichts Sing, der den Äxten gerne beitreten würde, soll ihn befreien.

Kung Fu Hustle zündet ein wahres Feuerwerk verschiedenster Genre-Verweise. Als Zuschauer wähnt man sich von Szenenwechsel zu Szenenwechsel in einem anderen Film. Tradionelle Kampfsportszenen, die aus Kung Fu-Filmen aus den frühen 70er Jahren stammen könnten wechseln sich mit fast tarantionartigen symbolischen Wortgefechten ab. Veralberung von französischer Tricktechnik aus Asterix sowie amerikanischer aus Matrix und Fluch der Karibik wird ebenso geboten, wie die plakative Versetzung der Story in die 40er Jahre.

Leichte Abstriche gibt es bei Vertonung und Synchronisation. Hier wird ein Weg beschritten, der mir persönlich nicht so gefällt. Die Soundeffekte könnten lauter sein, die Musik ist sehr hintergründig, es fehlt das tongewaltige. Auch ist völlig klar, das sich der Film selbst nicht ernst nimmt. Gelegentlich endet das allerdings in einem Kopfschütteln meinerseits über die allzu starke Übertreibung. Doch der Film ist herzerfrischend und kurzweilig. Kung Fu Hustle 2 ist bereits angekündigt.


9
Dez 05

Fahrradfreundliche Stadt, Teil II

Über die Bemühungen der Erlanger Stadtverwaltung, die fahrradfreundlichste Stadt Erlangens zu werden, habe ich bereits kurz geschrieben gehabt. Damals habe ich ein Bild eines Verkehrsschildes für Fahrradfahrer gepostet (dessen Standort immer noch nicht erraten wurde), dass die wahnsinnige Entfernung von 0,4 km anzeigte.

Doch die Erlanger können noch besser. Siehe dieses Schild hier. Man ( =ich) glaubs nicht.

Fahrradwegweiser


8
Dez 05

Doof wie Brot

Wie hirnverbrannt kann man eigentlich sein? Eben einen Kunden da gehabt, der einfach auf zwei Monatsabrechnung Stellen mit blauen Kugelschreiber überkritzelt hat. Ja, genau, so wichtige Angaben, wie: Sachbearbeiter, Kostenstellen. Einfach so. Leider habe ich keinen Scanner da. Doof wie Brot.