Geritzt oder gesägt?

Saw

Meine Empfehlung: Empfehlung

Nachdem bereit in einem anderen Beitrag über den evtl. bevorstehenden Kinobesuch vom Nachfolger “Saw 2″ diskutiert wird, habe ich endlich die DVD-Kritik zum ersten Teil aus der vor sich hindümpelnden Warteschleife gezogen und fertiggeschrieben.

Zur Geschichte: Es dauert eine Weile, bis die zwei in einem grottigen Toilettenbunker festgeschmiedeten, nur mit einer Säge und einer Pistole bewaffneten Männer begreifen, dass sie beide Opfer des fürchterlichen Jigsaw Killers wurden. Dieser Serienkiller drängt seine Opfer in perfide Todesfallen und zwingt sie dann, selbst zu Mördern zu werden. Jetzt soll Dr. Gordon (Cary Elwes) sein Gegenüber, den Fotografen Adam (Leigh Whannell), töten, sonst geht es seiner Familie an den Kragen. Doch Gordon hat keine Lust, nach Wunsch des Unholds zu funktionieren.

Der vorliegende Film ist kein astreiner Horrorfilm. Anleihen vom Thriller- und Mystery-Genre spielen in dem Film ebenfalls eine Rolle. Dabei wird ein Mittel zum Einstieg in die Filmhandlung genommen, dass altbekannt ist, und auch in dem Film “Cube” verwendet wurde: Der Hauptcharakter wacht auf und befindet sich in einer schrecklich-misslichen Lage.

Im Grunde genommen ist der Film einfach und genial. Der Handlungsbogen wird immer straffer gespannt, das Grauen nie direkt gezeigt, sondern durch stroboskopartige Einblendung der Todesszenen im Gedächtnis des Zuschauers eingebrannt. Ab dann reicht nur noch das Zeigen einzelner Objekte, um gewissen Assoziationen auszulösen.

Ein überraschendes Ende, an das fast keiner denkt, muss natürlich auch vorprogrammiert sein. Dabei darf man nicht den Fehler machen, nach dem Film über die komplette Realisierbarkeit in der Realität oder der Logik nachdenken. Wichtig ist der Spaß und das Grauen an den gemeinen und hinterhältigen Fallen und aufgebauten Situationen des Täters. Viel Spaß beim Gruseln, ihr leichtbesaiteten Seelen.

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Ein Kommentar

  1. Kann ich komplett so bestätigen, hab’ den Film im Kino gesehen