Zweimal DVD-Action

Eben ist mir aufgefallen, dass ich in letzter Zeit bei DVD-Kritiken zu “Doppel-Features” neige. Eigentlich logisch, denn nimmt man sich erst einmal die Zeit, einen Film auf DVD anzuschauen, müsste man auch noch einen zweiten unterbekommen können. Oder wie textro es beschreibt, kann so etwa auch Horror sein.

Mindhunters

Meine Empfehlung: Filmempfehlung

Eine Gruppe von Personen in ein geschlossenes Territorium zu stecken und dann einen nach den anderen sterben zu lassen, ist nichts neues. Solche Filme haben wir schon zuhauf gesehen. Mindhunters ist ein Film, der in diese Richtung schlägt. Ob das moderene “10 kleine Negerlein”-Märchen uns fesseln kann?

Zur Geschichte: In einem Schulungslager auf einer Insel mitten in den Weiten des Atlantiks sollen sieben hoffnungsfrohe Jung-Profiler den letzten Schliff für die spätere Arbeit beim FBI erhalten. Von Ausbildern gelegte Fährten und Indizien führen zu einem simulierten Serienkiller. Alles scheint zunächst seinen gewohnten Gang zu gehen. Doch dann beginnt eine mysteriöse Todesfallserie die Reihen der Probanden zu lichten. Und diesmal ist es keine Übung…

Beim Fällen des Urteiles tat ich mich sehr schwer. Einerseits verfolgt man den Verlauf des Filmes mit einer gewissen Spannung, andererseits ist alles ziemlich vorhersehbar. Einerseits wurde eine interessante Location und Rahmenstory ausgewählt, andererseits zeichnen sich die Schauspieler nicht durch Höchstleistungen aus. Selbst ein Star wie Val Kilmer ziemlich blass.

Für zwischendurch ein netter Film, zum Glück war er mir keinen Kinobesuch wert. Den einen Euro für die Ausleihe rechtfertigte er jedoch.

Transporter – The Mission

Meine Empfehlung: Filmempfehlung

Ha, und wieder eine Fortsetzung eines erfolgreichen Filmes. Dabei fand ich den ersten Teil gar nicht so umwerfend. Aber gerade dieser Punkt lässt mich hoffen. Denn die Filme, wo der erste Teil “nur” gut bis mittelmäßig war, zeichneten sich häufig durch einen (leicht) bessere Fortsetzung aus. So zum Beispiel bei “Tomb Raider”.

Zur Geschichte: Unterwelt-Botenbube Frank Martin (Jason Statham) hat sich aus dem kriminellen Dasein zurück gezogen und verübt nun Leibwächterdienste für eine wohlhabende Familie aus Miami. Mit dem kleinen Sohnemann verbindet ihn mittlerweile eine tiefe Freundschaft. Als fiese Drogendealer den Jungen entführen, machen sie Bekanntschaft mit Martin und seinen Special-Forces-Tricks.

Ob “Transporter – The Mission” gegen den grundsätzlichen Trend der schlechteren zweiten Teile schwimmt? Als Antwort ein klares Jein.

Bei der Bemühung, dem Film eine stärkere Story zu geben fällt man auf der anderen Seite des Pferdes hinunter. Die emotionalen Beweggründe sind zwar klarer, wirken aber im Laufe des Filmes zu kitschig. Allerdings liegt das nicht an der Qualität der Schauspieler. Diese machen ihre Sache gut. Diese Schwäche kommt eher vom Skript.

Ansonsten bringt der Film alle erwarteten Aspekte: markige Sprüche vom Hauptdarsteller, rasante Autofahrten und actiongeladene Prügelszenen. Kleine Unzulänglichkeiten, wie der Wechsel der Automarke oder das obligatorische Product Placement (über welches der geübte Kinogänger gekonnt hinwegsieht), kann man getrost unbeachtet lassen.

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2 Kommentare

  1. Ich habe den Film neulich auch gesehen, fand ihn aber auch “nur” ganz nett, für mich konnte er dem ersten Teil nicht das Wasser reichen, fand die Story auch zu aufgesetzt und es hatte auh nicht mehr soviel mit dem eigentlichem “Transporter Job” zu tun, da hat mir der erste Teil deutlich besser gefallen. Aber so ist das häufig bei Fortsetzungen *ggg*

  2. Hmm, also ich fand Transporter: The Mission extrem überzogen und nicht mit der Coolness des ersten Teils vergleichbar. Als Actionfilm war er natürlich durchaus brauchbar.
    Welchen Wechsel der Automarke meinst du denn? Genaugenommen gehört der Murcielago, mit dem er zuletzt durch…war es Miami?…brettert ja nun auch zu dem Konzern, der die restlichen schicken Autos in dem Film sponsert…
    In der Pressemitteilung des Herstellers zur Vorstellung des Films war man jedenfalls sehr erfreut, auch mit dem Lambo vertreten zu sein.