April, 2006


8
Apr 06

Hinausgezögert

Seit Februar schwebte das Damoklesschwert über mir. Nein, nicht die neue Stelle oder die Haus-Sache, sondern die Steuererklärung.

Nun endlich habe ich sie hinter mich gebracht. War auch gut so. Denn nach dem Umzug werde ich wohl genug andere Dinge zu tun haben. Geschweige davon, die kompletten Unterlagen erst wieder alle zusammenzusuchen. Was nicht heißen soll, dass bei mir das reine Chaos herrscht. Alle weiteren Worte sind umsonst, diejenigen unter euch, die bereits mindestens einmal umgezogen sind, wissen, von was ich spreche.

So habe ich mich also heute nach dem Mittagessen an meinem Schreibtisch gesetzt und das aktuelle Wiso-Programm installiert. Dann aktivieren (Microsoft: Danke für diesen Scheiß-Einfall mit diesen Aktivierungs-Geschichten) und updaten übers Internet. Dies dauerte erstaunlich lange. Anscheinend haben wohl außer mir an diesem Wochenende einige andere ihre Steuer gemacht. Ja, ich warte nur auf die Unkenschreie derer, die behaupten, ich nutze das gute Wetter nicht aus. Falsch! Ich warte auf das richtig gute Wetter, nich auf das jetzige Vorgeplänkel.

Also nach der Installation alle Daten eingegeben, Unterlagen zusammengesucht und schön brav alle verschiedenen Beiträge und Kosten (viele!) aufgezählt. Nach gut zwei Stunden dann zum ersten Mal auf den “Berechnen”-Knopf gedrückt. Was? Nur 800 EUR Erstattung? Zu wenig. Mindestens das Doppelte sollte rausspringen. Zu diesem Zwecke in den alten Steuerunterlagen der letzten drei Jahre gewühlt und noch einige weitere “Anhaltspunkte” gefunden. Nach einer weiteren Stunde die Erlösung: Mein Zielwert erreicht.

Nun also nur noch am Montag einige Belege kopieren und ab zum Finanzamt. Und nicht wie letztes Jahr vergessen, die Steuererklärung zusätzlich noch elektronisch zu übermitteln. Geht laut Bekannten dadurch angeblich erheblich schneller. Wir werden sehen.

P.S.: Bastian, du kannst.


7
Apr 06

Sind wir in Sibirien, oder was?

Was soll dass denn jetzt schon wieder? Wir waren doch bereits bei 20 Plusgraden. Und nun das. Heute früh, kurz bevor ich aus dem Haus bin auf das Thermometer geschaut: Fünf Minusgrade. Und das im April. Frechheit. Wo kann man sich beschweren?


5
Apr 06

Zukunftsvisionen

So, endlich habe ich es geschafft, die aktuelle Galore zu Ende zu lesen. Bereits vor einigen Tagen habe ich die aktuelle Ausgabe erwähnt gehabt, da das wohl letzte Interview vor dem Tode Stanislav Lem Inhalt war.

Anfangs war ich von der Ausgabe 17 etwas enttäuscht. Zwar waren mit Keira Knightley (Jung-Schauspielerin), Rosenstolz (Musikgruppe), Bret Hart (ehemaliger Wrestling-Star) und einigen mehr interessante Leute interviewt, doch wurde diese ziemlich kurz gehalten. Doch dann stieß ich auf den Spezialteil “ZukunftsWelten” in der Heftmitte. Hier waren die ausgewählten Interviewpartner durchweg interessant und ausnahmslos alle Gespräche inhaltlich gut. Doch der Reihe nach:

Die Serie eröffnet der bereits vorher erwähnte Stanislav Lem. Im Gespräch philosophiert er über seine frühen Zukunfts-Utopien, deren teilweise Realisierung im Laufe der Jahrzehnte und der damit einhergehende Fluch der Technik. Er erklärt seine Wandlung vom Technikvisionär zum Technikkritiker und nimmt Stellung zu aktuellen Zeitströmungen.

Als zweite Person wird der deutsche Austronaut Thomas Reiter interviewt. Ihn werden Fragen zu seinem Werdegang und dem Leben am Bord einer Raumstation gestellt. Hier erfährt man kleine, kuriose Details aus dem Alltag im Weltraum. Er geht auf seine Sicht der “irdischen” Dinge vom Weltraum aus, ein. Thomas Reiter erscheint während des ganzen Interviews als sehr netter Gegenüber.
Dem Interview des Astronauten wird dem von Sigmar Wittig gegenübergestellt, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Er begründet in einem kurzen Gespräch auf die Notwendigkeit von bemannten Raumflügen.

Als nächster Gesprächspartner stand Joshua Davis im Fokus. Er ist als Webdesigner in Verbindung mit abstraktem Impressionismus bekannt geworden. Im Gespräch versucht er zu erklären, wie seine Impressionen am Computer entstehen, welche Verbindungen er zur Computerkunst sieht und warum sie so kurzlebig ist.

Mit Peter Molyneux wird einer der bekanntesten Entwickler für Computerspiele in die “Mangel” genommen. Er berichtet über die Enstehung von seinen bisherigen bekanntesten Spielen Populus und Black & White und der Position des Spielers in diese Spielen: Der eines Gottes. Interessant sind seine Schlussfolgerungen, warum seine Spiele aus dieser Perspektive so erfolgreich waren und warum Personen aus bestimmten Erdteilen eher nicht den “bösen” Gott spielen.
Dem Interview ist wieder ein “Ein-Seiten”-Interview dazwischengeschoben, hier wird ein Mitarbeiter von EA Games interviewt, Dirk Vojtilo, ein professioneller Spiele-Tester. Er räumt mit dem weitverbreiteten Mythos auf, Spiele-Tester sei der Traumberuf und täten den ganzen Tag nichts anderes als sich mit Computerspielen zu amüsieren. Außerdem berichtet er von den Schwierigkeiten, Spiele sprachlich zu lokalisieren.

Mit André Fischer von Product Visionaires wird ein Mann vom visuellen Fach interviewt. Er plaudert über Megatrends für Design im technischen Bereich, den iPod und anderen Gimmicks. Er erklärt, welche Personengruppen viel Geld für gut aussehende Luxusarktikel ausgeben.

Karlheinz Brandenburg liegt von seiner Bekanntheit her meilenweit hinter seiner Erfindung zurück: Dem mp3-Format. Er philosophiert über die Bedeutung des mp3-Formats für die Musikindustrie, dem weitverbreiteten Erfolg und der Entwicklung bis zum heutigen Tag.
Als Zwischeninterview ist ein Gespräch mit Dr. Reinhold Bauer von der Bundeswehr-Universität Hamburg eingeschoben. Er beschäftigt sich mit dem Thema “gescheiterte Innovationen” und erläutert in diesem Zusammenhang einiges zu dem oft fehlinterpretierten Begriff “Innovation”.

Intel-Hausanthropologin Genevieve Bell erzählt, warum ein Chip-Gigant eine Anthropologin beschäftigt und warum sie in Ihrem Job meist auf Erdteilen unterwegs ist, auf denen der herkömmliche europäische Computer nicht gerade nützlich ist.

Jason Deamer ist Figuren-Programmierer bei Pixar. Er war unter anderem als Charakter-Designer für “Monster AG” und “Findet Nemo” zuständig. Er berichtet, wie er in den Job bei Pixar “hineingestolpert” ist, welche Herausforderungen

Mit Rena Tangens, der Gründerin der Haecksen, einem weiblichen Hackerclub und Mitglied des Chaos Computer Clubs. Sie erklärt Unterschiede zwischen Datenschutz und Datenmissbrauch, zeigt Kritik an RFID und beschreibt, wie das Verhalten eines medienkritischen, mündigen Menschen aussehen sollte.
Demgegenüber preist Zygmunt Mierdorf, Vorstandsvorsitzender vom Metro-Konzern die neue Technik an und versucht die Vorteile von RFID für den Anwender/Kunden zu erläutern.

Mit Marissa Mayer wird ein, bezüglich Alter, Leichtgewicht interviewt. Bezüglich ihrer derzeitigen Position hat die Google-Chef-Visionärin und dritte Person hinter den beiden Google-Gründern einiges zu sagen. Sie erzählt von Google-Bombing, versucht die datenschutzrechtlichen Bedenken der Leute gegenüber Google auszuräumen und plaudert ein bisschen aus dem Nähkästchen bezüglich der Entwicklung von Google.

Für das Streitgespräch zwischen Norbert Bolz (Medienphilosoph) und Joseph Weizenbaum (Forschritts-Mahner) empfehle ich dringend einen ruhigen Raum und ein möglichst unterbrechungsfreies Lesen. Denn von Inhalt her sehr philosophisch und mit vielen geistigen Gedanksprüngen, bietet es doch zwei sehr geistreiche Betrachtungswinkel auf unsere heutige Medienlandschaft.

Natürlich darf bei einem solchen Oberthema auch Wikipedia-Gründer Jimmy Wales nicht fehlen. Er nimmt sich dem Thema an, wie ein Projekt wie Wikipedia die Wissenslandschaft der heutigen Zeit beeinflussen kann. Auch die Problematik der “Wahrheit” im Internet wird ausführlich diskutiert.

Den Abschluss bildet Commodore-Guru Dave Haynie mit einem kurzen, aber knackigen Interview über die damalige Entwicklung des “grauen Kastens” und einem Erklärungsversuch, warum der Commodere bis heute so legendär ist.


1
Apr 06

Berühmtheiten

Lisa macht uns alle berühmt. Nicht nur das in Zuge der letztens stattgefundenen Bloglesung in Fürth ihr Blog erwähnt wurde, nein, heute stand in den Erlanger Nachrichten nochmals ein kleiner Artikel mit drinnen, der auch auf die Blogmap von Erlangen verweist. Alles weiter im Artikel. Und herzliche Grüße an Lisa.

Artikel aus den Erlanger Nachrichten