Noch nie war es so ruhig in der Früh auf dem Weg zur Arbeit. Im Zug, dem Hauptbahnhnof, der U-Bahn, überall herrscht eine leichte Frustration und Ermüdung. Wer es nicht mitbekommen hat, wundert sich wahrscheinlich, was denn mit den Leuten los ist.
Nun, die in diesen Tagen größte sportliche Hoffnung und wilkommene Ablenkung von Merkel & Co´s-Possenspiel bezüglich der Gesundheitsreform ist weg. Mit zwei Minuten Unachtsamkeit und zwei Gegentoren hat sich Deutschland gestern Nacht aus dem Spiel um den Einzug ins Halbfinale verabschiedet. Zwar haben wir am Samstag noch ein Spiel um Platz drei offen, doch vorbei werden die Tage sein, mit euphorischen, fahnenschwenkenden Menschenmassen. Eigentlich hatte man sich langsam daran gewöhnt und auch drüber gefreut.
Den Medien geht ein beliebter Diskussionspunkt verloren, über das Für und Wider von einer national eingestellten deutschen Volksmasse, deren geschichtlicher Bedeutung und irgendwelchen daraus folgenden abstrusen Ableitungen und Fazits. Tja, ich bin ein Deutscher und freue mich somit trotzdem auf das Spiel um Platz drei und auf die EM 2008. Hoch lebe Deutschland. Wir sind Deutschland. Und werden es immer bleiben.





