Hitman – Blood Money
Schöner Titel, noch schöneres Spiel. Aufgrund der USK-Einstufung “keine Jugendfreigabe” habe ich erstmal ein wenig Aufwand auf mich nehmen müssen, um das Spiel zu einem fairen Preis zu erwerben.
Dann endlich, nach ein paar Tagen des Wartens, hatte ich die neuesten Abenteuer von Hitman in der Hand. Interessant an der Spielreihe ist, dass trotz durchgehender fehlender Jugendfreigabe der vier bisher erschienenen Spiele, der Erfolg vorhanden, beziehungsweise ungebrochen ist.
Der Spieler wird gleich zu Anfang ins Geschehen geworfen. Das Tutorial ist nahtlos in die erste Mission eingefügt. Somit entfällt für Anfänger das meist nervige, für Profis das überflüssige Tutorial am Beginn und ich fand mich auch gleich wieder in die Spielewelt der Assassinen hinein.
Schleichen ist auch beim vierten Teil wieder erste Priorität. Zwar wäre auch der Griff zu einem Maschinengewehr eine Lösung, jedoch wird damit die Erkennungsgefahr von Mission zu Mission höher, die Bezahlung geringer und die Schwierigkeit, die Mission lebend zu beenden, höher. Denn zum Ende einer Mission steht die Abrechnung, bei der die Lautlosigkeit, das Gewaltpotenzial und die erweckte Aufmerksamkeit von unbeteiligten oder Sicherheitskräfte mit einfließt.
Grafisch zeigt zich die neuste Version von ein schön überarbeiteten Seite: Lichtspiele, weite und detailreiche Schauplätze und viele NPC´s, was wünscht sich der Spieler mehr? Die Musik hält sich angenehm im Hintergrund und auch die Spannung während der Mission bleibt die ganze Zeit über bestehen. Meint man sich sicher, wird plötzlich in einem Splitt-Screen gezeigt, wie ein Wächter eine nicht ordentlich versteckte Leiche findet. Mist, und das gerade, als man gut verkleidet munter durch eine Schar Gegner schlendert.
Dringend empfohlen sei die Installation des aktuellen Patches, der zur Zeit in einer Version 1.2 vorliegt und einige nervige Fehler fixt.
Die vier vorhandenen Schwierigkeitstufen sind gut ausbalanciert und werden durch die Anzahl der zur Verfügung stehenden Savegames, der Aufmerksamkeit der Wachen und Zivilisten und der verfügbaren “Werkzeuge” bestimmt. Auch interessant: Für jede Mission kann man den Schwierigkeitsgrad neu wählen und bereits durchgespielte Missionen lassen sich jederzeit nochmals spielen. Diesmal etwa doch ohne einen einzigen Schuss abzugegeben? Oder vielleicht mal das komplette, mit der Zeit aufgestockte Waffenarsenal, ausprobieren.
Wichtig, um eine Mission so richtig zu genießen, sind zwei Stunden Zeit und ein etwas abgedunkelter Raum, denn trotz hellem LCD-Display sind viele dunkle Ecken Weggefährten unseres Profikillers und ein virtueller Griff zum Lichtschalter hilft oft ungemein.
Wer sich nicht den Aufwand einer günstigen Bestellung über Umwege sparen will, findet “Hitman: Blood Money” auch bei amazon.
Meine Empfehlung: 