Argumente dafür und dagegen

In der aktuellen c’t-Zeitschrift (21/06) ist ein interessanter Artikel zum Vergleich von Digitalkameras enthalten.

Den werbewirksamen Verpackungsaufdruck „10Megapixel“ tragen mittlerweile selbst Kameras der Kompaktklasse. Doch garantiert eine hohe Auflösung schöne Bilder? Kameras aus drei Preisklassen im Vergleich.

Die Riege der Kompaktkameras wird von der Casio EXILIM EX-Z1000 vertreten, die Superzoom Kameras gehen mit der Panasonic Lumix DMC-FZ50 ins Rennen. Als dritter im Bunde rundet die digitale Spiegelreflexkamera Canon EOS 400D das Testfeld ab.

Unterschiedlicher könnte das Preisfeld gar nicht sein: Allein preislich bewegen wir uns 268 EUR und 630 EUR. Auch gewichttechnisch differieren die Kameras zwischen 140 Gramm und einem halben Kilo. Doch viel interassanter als die äußerlichen Unterschiede, die jedem bewußt sein dürften, ist das technische Fazit, welches die Redakteure von c’t ziehen. Sie bleiben dabei nicht an den bereits hinlänglich bekannten Unterschieden hängen, sondern nähern sich über das Herz einer jeden Kamera an die Unterschiede heran: dem optischen Sensor und dessen Leistungsfähigkeit.

Bei den beiden “günstigeren” Kandidaten besitzer der optische CCD-Sensor mittlerweile nur noch eine Größe von 1/1,8”. Der CMOS-Sensor der Canon ist mit 14.8 x 22.2mm noch um einiges größer.

Zwei Festellungen bleiben am Schluss des Artikels hängen: Durch die immer kleiner werdenden Sensoren wird auch die effektiv aufgenommene Lichtmenge immer kleiner. Zwar werden die Chips immer leistunsfähiger, müssen aber auch immer mehr Informationen selbst interpretieren. Somit kommen bei nicht optimalen Bedingungen (Innenräume, Dunkelheit, dominierende Farben) und ISO-Einstellungen über 200 sofort Qualitätseinschränkungen hinzu.
Und die zweite Feststellung: Effektiv erhält man zur Zeit bei den kleineren Sensorgen bei einer 7-Megapixel-Kamera mehr “Bild” als bei einer 10-Megapixel-Kamera.

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12 Kommentare

  1. Hier der Link.

    Auch von heise-Verlag gibt es seit diesem Monat ein Spezial-Heft zum Thema “Digitale Fotografie”. Unter anderem das Thema: “Fotografieren bei wenig Licht” in dem auch ein direkter Vergleich der Bildqualtität von Kameras bei hohen ISO-Werten enthalten ist. Inhaltsverzeichnis und Vorschau hier.

  2. und weil gerade beim Thema sind: Auf Telepolis ist heute Artikel zur besagten Leica D-Lux 3 aka Panasonic DMC-LX2..

  3. Kommt halt auch auf die Situation an. Ich hab mir z.B. letztes Jahr im Urlaub den Spaß gegönnt, benannte Ausrüstung nebst Stativ und dicker Fototasche auf der Wanderung durch den Nationalpark Rügen mitzunehmen. Als ob 15 km Fußweg über Stock und Stein nicht schon genug wären, aber es hat sich gelohnt. Ich bin ja normalerweise bescheiden, aber so geniale Fotos mit Szenen aus Wäldern hab ich selten gesehen.

    Auch wenn mir hinterher fast der Arm abgefallen ist und das Kreuz etwas drückte, ich würds jederzeits wieder machen :-)

  4. habt beide Recht.

    Mein Problem ist: Die meisten Foto’s mache ich, wenn ich unterwegs bin (Fahrrad, Motorrad, klettern, o.ä.). Da ist es nicht möglich eine 5-Kilo-Kamera zzgl.. 3 Objektiven und einem Stativ mit rumzuschleppen, weil eigentlich schon die Kompaktkamera zu schwer ist! ;-)

    Also: Aus dem gegebenen das beste machen :-)

  5. So lange ich mich als Fotograf mit einer kompakten Digitalkamera im Freien bewege, ist alles in Ordnung. Versuche ich jedoch Fotos zu schießen, in denen ich keine optimalen Lichtverhältnisse habe (Innenräumen, Dämmerung, Nacht, Konzerte), stoßen die kompakten Digitalkameras sofort an ihre Grenzen: Gründe: Sie neigen dazu, alles “totzublitzen” oder massiv die ISO-Werte zu erhöhen, was die kleinen Sensoren überhaupt nicht packen.

  6. Mein letztes Objektiv hat die Hälfte gekostet, aber das hat kein AF und war bei eBay. Neu wären es angeblich auch knapp 2000 gewesen, damals als es gebaut wurde ;-)

    Ich seh schon, die Diskussion kann noch lustig werden, aber ich versuche mal abzukürzen: Es gibt keine Kamera, mit der man allen Ansprüchen gerecht wird. Nicht weil sie noch niemand gebaut hat, oder sie unbezahlbar wäre, sondern weil es nach dem bißchen technischen Verständnis das ich von der Fotografie habe einfach nicht möglich ist.

    Also sollen die einen drauf los knipsen und die anderen sich eine Minute Zeit lassen pro Bild. Und wer genug Geld hat kauft sich beide Varianten! Oder?

  7. oder einee vernüftige Digi-Knipse, die ich einfach aus der Tasche ziehe und drauf los knipse…

  8. Für 600 Öcken bekomm ich grad mal ein mittelmäßiges Objektiv mit einer Leitzahl von 28. :-)

  9. Oha, 600 Steine unverbindliches Preisdingsbums. Aber ein nettes Objektiv und sehr gute Ausstattung, so auf den ersten Blick …

  10. Klein und komptakt hab ich schon :-) Aber wenn Leica draufsteht ist das Ding wahrscheinlich auch nicht gerade ein Schnäppchen, oder?

  11. und wie wäre es mit klein und kompakt: Leica D-Lux 3?

  12. Vieles davon ist glaub ich auch Marketing-Gesabbel. Verkaufargument Nummer eins war bei einer Digitalkamera von Anfang an die Nenngröße “Megapixel” und wer mehr hat ist toller. Wenn man sich mit der Technik ein bißchen auskennt ist der Vergleich allerdings genau so fadenscheinig wie das Gigahertz-Geprolle zwischen AMD und Intel.

    Ich schwärme ja immer noch von der hier mit dem hier hintendran. Aber der Preis, uhhh …