Gegen Diktatur

Just Cause

In dem neuesten Game aus dem Hause Eidos wird der Spieler in die Rolle eines amerikanischen (was den sonst?) Geheimagenten versetzt, der auf einer subtropischen Inselgruppe die örtliche Rebellengruppe beim Sturz des aktuellen Regimes behilflich sein soll.

Das Spielprinzip lässt sich mit dem der GTA-Reihe vergleichhen. Der Spieler verfolgt die Bewegungen seiner Spielfigur durch die virtuelle Inselwelt nicht in der Ego-Perspektive, sondern in der Verfolgerperspektive. Eine Hauptstory geleitet durch das Game, allerdings mit der Möglichkeit, auch frei auf der Insel herumzustreifen und diverse Nebenmissionen zu erfüllen: Über zu befreiende Dörfer, Autorennen oder Einsammeln von bestimmten Gegenständen ist die herkömmliche Palette geboten.

Grafisch und leveltechnisch wird einiges geboten. So wird der teils weite Urwald, die Höhenunterschiede durchh Berge, Täler, Vulkane und Schluchten und die Wettereffekte eindrucksvoll dargestellt. Tag- und Nachtwechsel sind vorhanden, die Unterwasserwelt wurde auch ausgeschmückt. Kleine Städte wechseln sich mit Dörfer und Industrieanlagen ab. Farblich erinnert der Urwald, die Strände und das Meer etwas an Farcry.

Der Spieler hat sämtliche Freiheiten: Schlängelt er sich mit dem Auto über staubige Straßen, heizt er mit einem Boot durch die unzähligen Lagunen oder schaut er sich mit einem leicht zu steuernden Flugzeug oder Hubschrauber das Ganze von oben an. Natürlich ist auch der Fußweg möglich, doch bei der immensen Größe der Welt, ist dies nicht empfehlenswert. Nicht umsonst haben die Spielemacher eine “Evakuierunsoption” und einen “Fahrzeug-Abwurf”eingebaut, bei dem ein Hubschrauber den Spieler abholt, beziehungsweise ein Motorrad abwirft.

Doch wo so viel Licht ist, ist auch Schatten: Die Kollisionsabfrage bei schneller Fahrt ist häufig daneben: Wieso kann ich durch gewisse Objekte oder Personen wie durch Butter fahren, bei anderen Dingen bleibe ich an einem kleinen Bushalteschildchen hängen? Warum werde ich ständig angefahren und sterbe dabei leider. Tipp: Immer dreimal schauen, bevor man einfach so eine Straße überquert. Auch die Empfindlichkeit der Fahrphysik der einzelnen Fortbewegungsmittel ist zwar unterschiedlich abgestuft, jedoch generell zu empfindlich.

Auch die Missionen bieten, trotz Zufallsgenerierung, häufig den gleichen Inhalt. Die Hauptstory ist leider, wie in letzter Zeit so häufig bei solchen Riesengames mit Bewegungsfreiheit, schnell durchgespielt.

So bleibt ein Game, das viel Laune macht, aber sich mit einigen größeren Mankos. Hat man sich mit diesen abgefunden, erlebt man einige Stunde Spielspaß, mit Nebenmissionen noch mehr. Ein Demo mit knapp 570 MB steht zum Download bereit, in der DVD-Version gibt es das Spiel käuflich zu erwerben.

Meine Empfehlung: Spiele-Empfehlung

Ähnliche Beiträge:

  • Keine ähnlichen Beiträge
Manuel wegen eines Fotoshootings kontaktieren | Manuels Portfolio ansehen

Kommentare sind deaktiviert.