Kein Suffbuch

Herr Lehmann

So, endlich wieder mal ein Buch gelesen. Das sag ich nicht ohne Stolz, denn in der “Nach-Pisa-Studie”-Zeit ist das ja nur noch eine Seltenheit, ein Buch zu lesen. Verrohung durch das Internet und Fernsehen, Untergang der Kultur, blabla…

Doch eigentlich zum Buch: Der Autor, Sven Regener ist gleichzeitig Sänger der Band “Element of Crime”. Mit dem Roman “Herr Lehmann” legt er sein Erstlingswerk vor, das auch bereits 2003 verfilmt wurde. In der Hauptrolle ist hier Christian Ulmen zu sehen.

Die Geschichte des Buches spielt im Jahre 1989 in Westberlin, kurz vor Mauerfall. Herr Lehmann, der von allen seit einiger Zeit nur noch mit dem Nachnamen angeredet wird und bald auf die dreißig zugeht, schlägt sich als Barkeeper durch das Leben und ist eigentlich ganz zufrieden mit seinem Dasein. Allerdings sind immer wieder Dinge im Weg, die das Leben kompliziert machen: Eltern, die zu Besuch kommen, die Liebe und anderen Schwierigkeiten, die man im Kneipenleben so begegnet.

Das Buch ist erfrischend geschrieben und begleitet den etwas eigensinnigen und netten Herr Lehmann durch sein Berliner Leben. Viele Lacher ergeben sich durch Situationskomik oder den aberwitzigen Dialogen. Philosophieren gehört genauso zum Inhalt des Buches, wie das Vorantreiben der Geschichte. Leider kann die Story nicht durchweg den Spannungsbogen aufrecht erhalten und verfehlt deshalb meine Höchtswertung. Angenehme 284 Seiten, die sich durch gute Kapitelaufteilung gut lesen lassen. Für wenig Geld beim Internethändler.

Meine Empfehlung: Buch-Empfehlung

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