November, 2006


27
Nov 06

Zum dritten Mal ab ins Abenteuer

Gothic 3

Gothic 3Nach vier Jahre ist es endlich wieder soweit: Alle Abenteurer dieser Welt dürfen nun endlich auf das bereits in Gothic und Gothic II erwähnte Festland “Myrtana” zurückkehren, zu Orks, Scavengener, Minecrawler, Rebellen, Banditen, Wölfe, Söldner… die Liste ließe sich noch eine ganze Zeit fortsetzen.

Die Macher vom neuesten Teil, die Firma JoWooD hat das gewagte Experiment gut hingebracht: Positive Dinge, wie die deutschen Synchronstimmen, die durchdachte und spannende Story, die freie Beweglichkeit außerhalb der Hauptgeschichte. All das wurde beibehalten. Verbesserungen wurden in der Menüstruktur deutlich eingearbeitet, das Handelsmenü erscheint übersichtlich und aufgeräumt.

Und so freut man sich als Spieler, in eine bereits bekannte Welt zurück zu kommen und viele Spielstunden dort zu verbringen, Tag- und Nachtwechsel zu genießen, durch die Wälder zu streifen.

Zum Glück gehöre ich jedoch nicht zu den Leuten, das Spiel gleich nach Erscheinen gekauft zu haben: Wenn ich lese, dass vor Erscheinen des Spieles bereits ein erstes Patch für das Spiel veröffentlicht wird, könnte mir der Hut hochgehen. Würden wir dies bei uns in der Firma bei unserer Release-Planung genauso machen, dürften wir über millionenhohe Umsatzeinbußen klagen. Doch als Endverbraucher schluckt man ja mittlerweile alles.

Zurück zum Spiel: Grafisch und musikalisch hat sich nichts und doch alles geändert: Die Welt um den Spieler herum erscheint detailreich und belebt. Tiere, Pflanzen, Gebirge und Seen wirken sehr natürlich. Durch die riesige Welt, die dreifach größer ist als die bisherigen Welten aus den Teilen I und II zusammengenommen, durchwandert man ohne merkliche Ladeverzögerungen (ein aktuelle Computerkonfiguration vorausgesetzt). Wer also noch ein Spiel für die kalten Wintertage und die Weihnachtsferien sucht, hier ist es: Gothic 3

Meine Empfehlung: Spiele-Empfehlung

P.S.: Bilder und die Demo (1 GB!) gibt es hier.


16
Nov 06

Klassisker der Science-Fiction

Quiet Earth – Das letzte Experiment

Meine Empfehlung: Film-Empfehlung

Heute biete ich euch eine Filmkritik eines Streifens aus dem Jahre 1984. Und dazu stammt der Film auch noch aus Neuseeland. Wieso solch ein Film? Nun, weil er zu einen der Klassikern im Science-Fiction-Bereich gehört, der meines Erachtens im gleichen Satz mit dem 1982 entstandenem “Blade Runner” genannt werden darf.

Zur Geschichte: Als Zac Hobson (Bruno Lawrence) eines morgens erwacht und sich auf den Weg zur Arbeit macht, muss er feststellen, dass die Welt plötzlich ausgestorben ist. Erst die Tankstelle, dann sein Elternhaus, die Innenstadt: alles leer. Kein einziges Lebewesen zeigt sich. Hat das plötzliche Verschwinden der kompletten Erdbevölkerung etwas mit den Experimenten der Regierung zu tun, bei denen er beteiligt war? Und wohin sind die Leute verschwunden. Zac begibt sich auf die Suche.

Bei älteren Filmen ist natürlich schwer über die Qualität der Bilder und solch Dinge zu urteilen. Was sich jedoch ohne weiteres sagen lässt (und womit ich bei einem meiner Lieblingsthemen beim Film wäre): die Schnitte und Übergänge sind gelungen, die Kameraeinstellungen tragen zur beklemmenden Atmosphäre bei.

Doch nun zu den “wichtigen” Punkten: Der Hauptdarsteller Bruno Lawrence, damals wie heute in Deutschland eher unbekannt, macht seine Sache hervorragend. Das anfängliche Bemühen, weitere Überlebende zu finden, die Resignation nach erfolgloser Suche, die ganze Mimik ist sehr gut umgesetzt.

Auch die Story wird von einem konsequenten Handlungsbogen durchzogen. Die Spannung aufrecht zu erhalten fällt jedenfalls nicht schwer, sind doch die Szenen einer menschenleeren Umgebung schon beklemmend genug. Somit vergebe ich eine sehr gute Wertung. Der Grund für eine nur “gute” Wertung auf imdb.com von sieben Sternen ist für mich nicht ganz einsichtig.


14
Nov 06

Herbstbilder in Schwabach

Galerie zum Schwabacher WaldNachdem man mit einem vier Wochen alten Kind noch nicht soo viel machen kann, bin ich in letzter Zeit häufig spazieren gewesen. Gelegentlich hatte ich meine Kamera dabei und es sind ein paar herbstliche Bilder meines naheliegenden Waldes entstanden.

Das mit dem Spazieren gehen (oder “spazieren gehen”? vielleicht “Spazieren Gehen”…) ist eh so eine Sache. Unser Sohn hat anscheinend einen Örtlichkeits-Sensor als Feature. Der funktioniert so:

Befindet man sich noch im Haus, der Kleine ist mit 15 Schichten eingepackt, zugedeckt, hat ein Dinkelkissen an den Füßen und liegt im Kinderwagen, schreit er erbärmlich. Doch, oh wunder, sobald wir die Schwelle des Hauses nach draußen überquert haben, verstummt das kleine Etwas im Kinderwagen sofort. Ebenso verhält es sich bei der Heimkehr vom Spaziergang.

Apropos Sensor: Ein zweiter Sensor misst, ob eine ständig vorhandene Fortbewegung existiert. Bleibt diese etwas länger aus… richtig geraten, er schreit. Seltsamerweise stört aber das Ruckeln und Schuckeln des Kinderwagens durch den Kiesweg rein gar nicht. Selbst bei gelegentlich vorhandenem (fast antik wirkendem) Kopfsteinpflasterstücken im Wald ist er nicht wachzukriegen. Wie weit sind eigentlich die Römer nach Franken gekommen?


13
Nov 06

Arbeitsbeginn

Das Arbeitsleben hat mich wieder. Nach knapp viereinhalb Wochen Babyurlaub musste/durfte ich wieder zur Arbeit antreteten. Aber wer denkt, das Aufstehen wäre mir schwergefallen hat sich getäuscht:

Heute morgen um 5:08 war Schluss mit schlafen, denn um diese Zeit meinte mein Sohn, aufzuwachen und Aufmerksamkeit zu benötigen. Nun, und wegen einer guten halben Stunde sich nochmal hinzulegen, lohnte sich nicht mehr. Tja, dann halt ab in die Arbeit.

In der Arbeit dann der nächste Schock: 340 E-Mails zum lesen. Jubel, Trubel, Heiterkeit.


12
Nov 06

Castor

Eigentlich bin ich nicht arg politisch in meinem Blog (auch sonst nicht). Doch für wen ich zur Zeit vollstes Verständnis habe, sind die Wendländer und ihre Proteste gegen die Castor-Transporte.

Würde ich in dieser Gegend wohnen, wäre ich nun auch auf Achse. Mit der Vermutung, je mehr Atommüll in Gorleben zwischengelagert wird, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Gorleben zum Endlager werden könne, ist nicht ungerechtfertigt. Vor allem weil alle anderen Bundesländer bereits die Prüfung auf eine Tauglichkeit für ein Endlager kategorisch ablehnen.

Mir ist völlig klar, dass ein Atomausstieg nicht von heute auf morgen machbar ist. Auch einsichtlich ist, dass die Brennstäbe irgendwo aufbereitet werden müssen und der Atommüll auch irgendwo gelagert werden muss. Doch das französischer (oder auch aus anderen Ländern) Atommüll auf deutschen Boden endgelagert wird, ist meines Erachtens nicht tragbar. Hier werden die Bemühungen nach Alternativen zum Atomstom zu suchen, ab absurdum geführt. Doch dies ist ein generelles Problem: So lange nur Deutschland solche Bestrebungen verfolgt, saubere Energie zu produzieren und nicht EU-weit, so lange werden wir uns mit diesen und ähnlichen Problemen herumschlagen müssen.

Links zum Thema:
Wikipedia-Artikel zum Castor
Homepage der Aktion X-tausendmal quer
Informationen von Greenpeace zum Thema Castor
Homepage von Leuten aus dem Wendland
Informationen des NDR
Und der Vollständigkeit halber: Die Homepage der Polizei Niedersachsen zum Castor


10
Nov 06

Gastblogger

Nachdem mein Blogger- und Arbeitskollege von porters-world.de vor kurzem seine eigene Blog-Präsenz eingestellt hat, freue ich mich sehr, ihn in meinem Blog eine neue Heimat für seine Beiträge bieten zu können.

Bastian wird in unregelmäßigen Abständen zu verschiedensten Themen Beiträge schreiben. Da stanley-goodspeed.com noch nie einen Themenschwerpunkt hatte und auch nicht haben wird, freuen ich mich über die sehr passende Erweiterung der Beiträge.

Bastian, dir viel Spass beim Schreiben, meinen Besuchern viel Spaß beim Lesen noch mehr interessanter (oder auch uninteressanter) Beiträge.


10
Nov 06

Der Herbst sagt ade

Hey, woher kommt verd*** nochmal das ganze Laub her? Bereits letzte Woche habe ich gerecht wie ein Blöder. Und nun schon wieder so ein Riesenhaufen Laub!

Laubmenge im Garten

Und dabei habe ich doch extra nur ein Haus mit kleinen Garten (Beweis siehe hier). Und Riesenbäume oder Sträucher stehen das jetzt auch nicht rum.

Apropos Laub: Die Energievernichter ersten Grades sind so komische Laubpuster. Bringen nur wenig, man beseitigt das Laub nicht wirklich und sie stören durch den Lärm auch noch die Umwelt ungemein. Gehört auf die Liste abzuschaffender Geräte. Kann sich ja man vielleicht der Nachfolger des Kyoto-Protokolles befassen. So unter dem letzten Absatz “Kleingrafflumweltverschmutzer”.


6
Nov 06

Game zum Film

Resevoir Dogs

Den gleichnamigen Film zum im August diesen Jahres erschienenen Spiel gibt es eigentlich schon seit 1992. Als Regisseur war damals der Kult-Regisseur Quentin Tarantino zu Gange.

Der Film hat einen geplatzen Diamantenraub zum Thema. Fünf Profi-Gangster, die sich fremd sind, vermuten deshalb gleich einen Maulwurf in den eigenen Reihen. Der Film wird größtenteils in Rückblenden erzählt. Dialoge sind direkt und hart, die Gewalt hoch. Deshalb lag nichts näher, als die Filmhandlung in einem Shooter in Dritter-Person-Perspektive umzusetzen.

Das größte Manko des Spieles ist, dass Filmkenner den Ausgang schon bekannt ist. Ohne zuviel zu veraten kann man sichh also im Spiel mühen wie man will, am Ende ändert man ehh nix. Das Game hält sich fast sklavisch an die Story des Filmes. In Kapiteln aufgeteilt durchlebt man mt den verschiedenen Charakteren die Handlung. Jedes Kapitel wird dann immer mit einem passenden Filmzitat eröffnet. Ziel ist es eigentlich, möglichst gewaltfrei die Kapitel zu durchstehen. Dies muss man durch die Gefangennahme von Geiseln und der Verhinderung von Alarmauslösung durch Drohungen erreichen. Das dies nicht immer gelingt ist klar. Der Spieler hat die Wahl, durch die Levels zu rushen oder sich durchzuschlängeln, jedoch ist der direkte Weg der schwerere.

Grafisch ist das Spiel nicht der Renner, die Zwischenszenen sind Stand der Technik, aber auch nicht besser. Synchronisiert ist das Spiel ordentlich. Sehr schade ist, dass die Charaktere sich alle gleich spielen. Keine speziellen Ausprägungen oder Fähigkeiten. Auch die Spieldauer mit knapp acht Stunden ist kein großer Wurf.

Ohne dem Tarantino-Film im Hintergrund würde das Game in der breiten Masse der durchschnittlichen Titeln versinken. Doch besonders für die Filmfans mag das Game einen Blick wert sein. Das auch schon meine Endwertung: Für Filmfans und Gamer, die Reservoir Dogs gespielt haben müssen, gerne.

Ein kleiner Hinweis am Ende: Diesmal habe ich leider vergessen, Screenshots zu erstellen, wer aber gerne welche sehen will, schaut mal auf Gamershell vorbei. Dort finden sich auch einige Trailer.

Meine Empfehlung: Spiele-Empfehlung


5
Nov 06

Süßspeise

Was eignet sich besser für diese schmudeligen Herbsttage, als eine Süßspeise mit Zimt. Dabei haben wir heute, faul wie wir sind, an Kaiserschmarrn gedacht. Da Sonntag ist, haben wir erst um halb drei gegessen.

Woher der Name “Kaiserschmarrn” stammt, ist umstritten. Manche Quellen sagen, es hat überhaupt nichts mit einem Kaiser zu tun, andere Legenden wiederum schreib4 en den Namen direkt eine Verbindung mit einem österreichischen Kaiser zu. Doch nun zum Rezept. Für das typisch österreichische Gericht benötigt ihr folgende Zutaten:

  • 4 Eier
  • 100 g Mehl
  • 40 g Zucker und ein Päckchen Vanillezucker
  • 4 EL Milch
  • 2 EL Butter
  • 200 g Doppelrahm-Frischkäse (einfachh irgendeinen günstigen Philadelphia-Verschnitt nehmen)
  • 1/2 EL Zimt
  • Puderzucker zum Bestäuben und/oder Apfelmus als Beilage

Als Zubereitungszeit müsst ihr etwa eine halbe Stunde rechnen. Gestartet wird mit den Eiern: Bei zwei Eiern das Eigelb vom Eiweiß trennen. Die zwei Eigelb mit den anderen zwei Eiern in eine Schüssel. Zucker, Vanillezucker und Zimt dazu, das ganze mischen.

Nun die Milch, das Mehl und den Frischkäse dazugeben. Die zwei Eiweiße schaumig schlagen und zum restlichen Teig geben. Nun vermischen, jedoch dabei ruhig weiße Stellen im Teig belassen.

Nun die Butter in einer nicht beschichteten Pfanne schmelzen und den Teig gleichmäßig in der Panne verteilen, so dass ein zwei bis drei cm dicke geschlossene Schicht entsteht. Nun bei schwacher Hitze den Teig etwa zehn Minuten an der Unterseite anbräunen. Ein gutes Zeichen das die Unterseite langsam fest und braun wird, ist, wenn an den Pfannenrändern anfängt heiße Luft zu entweichen.

Jetzt zwei Gabeln nehmen und den Teig querbeet in Stücke zerteilen. Die Hitze der Pfanne höher drehen und die Stücke schön von allen Seiten anbraten, Dunkelheit nach eigenem Belieben. Nun alles auf den Teller, Puderzucker drüber und fertig ist der Kaiserschmarrn. Guten Apettit!


4
Nov 06

Unterstützungsruf, der zweite

So, heute also schon der zweite Unterstützungsruf an all euch Nerds und Geeks da draußen in der weiten Welt:

Ich bin auf der Suche nach dem Gral, in Form eines 128- oder 256-MB großen Speicherriegels für den Gott SDRAM und seinem Priester namens 133 MhZ Frequenz.

Gehet nun hin meine Jünger, auf Speicher und in Keller, um die Werkzeuge eures früheren Wirkens auf eine solche Opfergabe zu dursuchen. Wer eine solche Opfergabe sein Eigen nennt, möge einen Boten mit einer Nachricht zu mir senden. Ich werde euch für die Wanderschaft zu mir entlohnen und ihr werdet zu mannigfaltigem Ruhm kommen.

Alles klar?!?