Hups, nun habe ich schon seit eineinhalb Wochen keinen neuen Eintrag mehr geschrieben. Wirklich schon so lange her? Muss ich doch dazu übergehen, mein Blog wieder “Homepage” zu nennen und zum Web 1.0 zurückzukehren? Oder sollte ich aufhören, so viel nur in meinem eigenen Kopf zu bloggen und mich öfter hinsetzen und die Gedanken auch zu Bildschirm zu bringen?
Alle da draußen, die bereits Kind(er) haben oder einmal hatten, werden es mir bestätigen: Die Prioritäten verschieben sich gewaltig. Sei es nun freiwillig oder gezwungenermaßen. Selbst dieser Blogeintrag ist teilweise im “Ein-Finger-Schreibsystem” mit Kind auf dem anderen Arm entstanden. Wie soll man denn noch einen Gedanken zu Ende formulieren, wenn 80 Prozent der Gedankengänge spätestens nach 60 Prozent des Weges von einem Kind auf dem Schoss/den Arm unterbrochen werden.Und nicht immer ist die Unterbrechung so positiv, dass der Sohn auf dem Schoss beim vornüberfallen auf die Tastatur mit seiner Nase genau die Entertaste erwischt.
Doch auch mein Tagesablauf hat sich geändert. Wie vielleicht einige wissen, arbeite ich seit Anfang März nur noch nachmittags vier Stunden, also Teilzeit. Vormittags sind wir beiden Männer ganz auf uns alleine gestellt. Zwar mit steigendem Erfolg, aber gewöhnungsbedürftig. Da ist die Arbeit dann schon wieder richtig erholsam, weil regelmäßig im Ablauf vorhersehbar (und das, obwohl ich fast ausschließlich Projektarbeit mache) und schön ruhig.
Doch es macht wahnsinnig Spaß, dem kleinen Racker beim Wachsen und Lernen zuzuschauen. Wie er an diesem Tag etwas neues kann, was er vor drei Tagen noch nicht gemacht hat. Als Eltern feiert man diese kleinen Schritte wie Riesenerfolge, als ob man eine Gehaltssteigerung um zwei Tarifgruppen erhalten hätte. Ich liebe auch das Babyschwimmen mit dem Kleinen und die zwei Stunden Pekip am Vormittag unter der Woche. Selbst wenn es für mich Stress bedeutet, Anziehen, in den Babysitz, dorthin schleppen, Ausziehen, meistens vollgepinkelt werden, zum Schluss wieder anziehen, wieder inden Babysitz und wieder nach Hause, dort wieder ausziehen und füttern. Ein sich ständig wiederholender Kreislauf, jedoch mit zwei Gemeinheiten: Unser Sohn mag das Anziehen und den Babysitz nicht. Und natürlich die Unwägbarkeit, in welcher Reihenfolge heute wieder die oben erwähnten Elemente angeordnet sein werden. Anscheinend gibt es leider unendlich viele Möglichkeiten.
Nun, im Angesicht der oben erzählten Geschichte, hoffe ich auf eure Geduld um neue Blogeinträge meinerseits und um den Verbleib meiner Adresse in euren RSS-Reader. So long, euer Vater Manu.





