Anthony Hopkins in Höchstform

Das perfekte Verbrechen

So, nun kommt also langsam wieder die Zeit, in der ich mich gelegentlich frei bewegen kann. Heißt: Ohne Kind mal ein paar Stunden unterwegs sein. Das höchste der Gefühle ist, wenn sowohl meine Frau als auch ich gemeinsam etwas ohne den kleinen Racker unternehmen können. Dem war zwar am Samstag nicht so, dennoch habe ich die Zeit gefunden, mit Michi ins Kino zu gehen. Dabei stellte ich erstmals fest, wie lange ich schon nicht mehr im Kino war. Das war am 30. Juli letzten Jahres, in Fluch der Karibik II. Na, da wurde es aber Zeit.

Zur Geschichte: Der pedantische Statiker Ted Crawford (Anthony Hopkins) wird vom Vorwurf der Ermordung seiner Frau Jennifer (Embeth Davidtz) freigesprochen. Das ruft den aufstrebenden Staatsanwalt Willy Beachum (Ryan Gosling) auf den Plan, der nun alles daran setzt, ihn des Mordes zu überführen – erhebliche Zweifel fechten ihn auf seinem Feldzug für Gerechtigkeit nicht an. Er zerrt Crawford wieder vor Gericht, doch der setzt sich mit allen Tricks zur Wehr. Ein Duell, das keine hinterlistige Intrige und Finte auslässt, nimmt seinen langen Lauf.

Der Film ist einfach nur erstklassig. Alles passt zusammen. Die beiden Darsteller Hopkins und Gosling spielen ein interessantes Katz-und-Maus-Spiel. Anfangs werden die Dialoge noch mit einem Augenzwinkern geführt, als Zuschauer schmunzelt man häufiger, obwohl der Mord bereits in den ersten zehn Minuten begangen wird. Auch das Wissen, dass Hopkins der Mörder sein muss, nimmt nichts von der Spannung weg, sondern verstärkt diese nur noch im Laufe der Handlung immer mehr. Musik, Einstellungen, der sparsame Einsatz der Handkamera und nur zwei sichtbare Schnittfehler runden ein sehr gutes Bild ab. Selbst den Abschluss wird nicht in de Länge gestreckt oder vergeigt. Astreiner Thriller, der ruhig und flitzebogenspannnend erzählt wird. Lohnt sich.

Meine Empfehlung: Film-Empfehlung

Ähnliche Beiträge:

  • Keine ähnlichen Beiträge
Manuel wegen eines Fotoshootings kontaktieren | Manuels Portfolio ansehen

2 Kommentare

  1. Ja, nur irgendwie…. perfekter.

  2. Wow, defakto ein bisschen wie Columbo, oder?