Manchen mag es bereits aufgefallen sein, seit einigen Tagen verlinke ich in meiner Navigationsleiste einen einen Fotoblog. Dies ist nicht irgendein Blog, es ist mein persönlicher Fotoblog. Wie jetzt, denkt sich vielleicht der ein oder andere, er bloggt ja hier schon, was will er noch mit einem Fotoblog. Und sein flickr-Accout hat er ja auch noch.
Ich trage mich mit diesem Gedanken schon etwas länger. Den Ausschlag hat jedoch das unrühmliche Verhalten von flick gegenüber den deutschen Nutzern. Wer von der Sache zum ersten Mal hört oder es nicht mehr (genau) weiß, hier die Artikel auf heise.de, in zeitlicher Reihenfolge geordnet:
Ärger um neue Flickr-Filter
User-Proteste und Yahoo-Verteidigung wegen Filtern bei Flickr
Flickr entschärft seine Filter
Also flugs auf die Suche gemacht. Hängengeblieben bin ich dann bei der Fotoblog-Software Pixelpost. Gründe sind ähnliche, wie die Entscheidung für WordPress, damals vor zweieinhalb Jahren: Übersichtliche Admin-Oberfläche, lebendige Community mit vielen Plugins und Themes, alles datenbankbasiert, verständlich und leicht anpassbar, RSS-Feed und Kommentarfunktion.
Klar, mir fehlen einige Funktionen, wie Geotagging und die große Community hinter flickr. Doch was bringt mir diese? Und auch wenn ich zu einem anderen Bilderdienst wechseln würde, lägen die Bilder doch wieder auf einem Server, der nicht mir gehört. So entscheide ich, ob ihr Werbung zu sehen bekommt, wie es designmäßig erscheint und welche Funktionen und Optionen ihr nutzen und sehen könnt. Nur nebenbei, mein Fotoblog ist zur Zeit äußerst minimalistisch. Was ich auf den ersten Blick gesehen habe, unterstützt Pixelpost Tagging, Kategorien, Ping-Services, Blogrolls, Anzeige der Exif-Daten und noch einiges mehr.
Für die unter euch, welche trotz der oben genannten Story weiterhin flickr nutzen: ich werde mein Account nicht löschen, schon allein deswegen, weil ich ein paar Euronen an flickr geblecht habe. Jedoch werde ich meine (meiner Meinung nach) interessantesten Bilder nicht mehr auf flickr, sondern in meinem Fotoblog posten. Und ich werde den Pro-Account nach Ablauf des Bezahl-Jahres nicht mehr verlängern.






Solange die Menge + Datengrösse der Bilder überschaulich bleibt ist das selber Hosten kein Problem. Allerdings kostet Webspace immer noch Geld. Die Zensur geht mir relativ am A….. vorbei, mich interssieren dort keine Nacktbilder. Mein Webspace wäre längst überschritten, hätte ich die FlickrBilder selber gehostet. Aktuell 2028 Fotos mit durchschnittlich 3 MB. Picassa ist da keine alternative….
Hm, wahrscheinlich ist flickr bereits zu groß, als dass die das Abwandern einiger Nutzer wirklich spüren werden. Die meisten Leute sind einfach zu faul, sich was neues zu suchen oder zu erstellen und dann zu wechseln.
Bin mal gespannt wo das mit F(l)ickr enden wird, wo jetzt allein im Bekanntenkreis einige die Reißleine gezogen haben. Klassischer Fall, scheint so als ob die Management-Kaste immer noch nichts dazugelernt hätte.