Nachdem ich bereits in letzter Zeit über das Kultgetränk “Beck´s” und deren eigenartigen Produktvariationen berichtet habe (1, 2), möchte ich mich heute kurz mal über das Thema Becks im Allgemeinen auslassen.
Wie erreicht man am schnellsten auf einer Feier, dass man uncool wirkt ud auf einen Schlag ein Haufen seiner Freunde verliert? Man verlangt zur gereichten Becks-Flasche (oder auch ein anderes In-Bier) ein Glas. Peng. Und abgestempelte ist man als Spießer, Spielverderber und Partybremser.
Ich gebs ja zu, bis vor einigen Wochen gehörte ich auch noch zu der Fraktion dieser eben beschriebenen Leuten. Bier aus der Flasche saufen ist cool und lässig. Doch woher kommts? Weil die Menschen im Werbespot das auch so machen? Eher nicht. Da liegt die Vermutung näher, die Idee entstammte aus dem Begehen eines Tabubruches, direkt aus der Flasche zu trinken. Nichts ist einfacher, als durch das Ablehnen eines Glases sich als rebellisch herzustellen.
Für den “Einsatz” eines Glases sprechen mehrere, meines Erachtens indiskutable Punkte:
- Durch die kleine Öffnung der Flasche trifft das Bier auf einen falschen Punkt auf die Geschmacksnerven der Zunge und kann somit nicht den vollen Geschmack entfalten
- Durch das häufige auf- und abschwenken der Flasche und den engen Hals verliert sich schneller die Kohlensäure als im Glas und das Bier schmeckt schneller schal.
- Beim Trinken aus der Flasche berührt die Lippe nicht die durch das in ein Glas entstehende Schaumkrone, hierdurch fehlt ein wichtiger Teils des Frischegefühls.
Wer mir das Ganze nicht glaubt, einfach eine Pilstulpe zur Hand nehmen und ausprobieren. Der Geschmacksunterschied ist nicht von der Hand zu weisen.
Und zu guter Letzt das Plädoyer: Weg von dem pöbelhaften Trinken aus der Flasche. Wer die Manieren eines Landstreichers darbietet und sei es auch nur beim Biertrinken, sollte auch nicht mit Annerkennung rechnen. Und wir Nerds sollten eh immer nach dem geekistem Verhalten streben. Und was gibt es spießigeres als das Trinken von Becks aus einem Glas (wenigstens zur Zeit)?






Überbleibsel einer Feier. Aber selbst wenn ich noch in Erlangen wohnen würde, würde ich doch lieber das Bier vom Steinbachbräu trinken. Habe gerade nachgeschaut: Von dem Becks sind noch vier Flaschen da. Muss also langsam anfangen, mir ein Bier aus der Schwabacher Gegend zu suchen, das sowohl trinkens- als auch unterstützendswert ist.
Sag mal was machst du eigentlich mit dem Becks rum in Erlangen gibts doch Kitzmann oder nicht???
Farbfernseher sind mir zu proletarisch, damit empfängt man ohnehin fast nur noch Verdummungsprogramme.
Aber der gelbe große Möbeleinrichter hat doch für dieses Problem auch sicherlich eine Lösung, oder?
Am Ende besitzt Du auch noch eine Waschmaschine, einen Farbfernseher und einen Zweitwagen?
Es gibt neuerdings so Maschinen wo man alles dreckige, auch Gläser, reinstellt und nach einer Stunde kommt alles blitzblank wieder raus. Ist aber Profiausstattung, bekommt man nicht überall.
Naja wenn man ein Becks aus der Flasche trinkt, kann man zuallerst mal mit seiner Kreativität beim Öffnen der Flasche punkten.
Gläser muss man in großer Zahl (sofern man viele Freunde hat) erst erwerben und dann auch noch – nicht auszudenken – spülen.
Da war ich bis vor ungefähr einer Stunde. Weil mir aber heut nicht so besonders wohl ist (da ist irgendne Erkältung im Anflug, hab ich das Gefühl) bin ich nach einem Steinbach wieder heim. Natürlich nicht ohne Bretzel
Jaaaa, auf der Insel genannt Erlangen. Da ist die Welt ja noch in Ordnung, aber outside…. Was machst Du eigentlich um die Uhrzeit daheim, gehörst Du nicht auf den Berch?
Also zur Zeit trinkt man Bier vorwiegend aus Steingutkrügen!