Juli, 2007


31
Jul 07

Zombie-Rückkehr

Vielleicht (ziemlich sicher) erwähnte ich es bereits: ich liebe Zombie-Filme. Deshalb warte ich auch gespannt auf den dritten Film-Teil der Resident Evil-Reihe. Der heutige Trailer von “Resident Evil: Extinction” verspricht jedenfalls viel. Hoffentlich nicht zu viel.

Was macht der Reiz der Zombies und deren filmische Darstellung aus? Einerseits sicher der Auferstehungs-Gedanke, in diesem Falle jedoch ein mörderischer. Andererseits sich der Überlebens-Gedanke der Menschen: Die Übermacht der Untoten, die Gefahr der Infektion und meist der negative Ausgang solcher Film. Extremsituationen wie eine solch feindliche Welt reizten schon immer das Publikum. Siehe auch die Mad Max-Reihe und viele andere.

Oder welcher Gedanke reizt euch an dem Genre? Oder könnt ihr Zombies & Co. überhaupt nicht abhaben?


30
Jul 07

Der zweite Ring

Man muss nicht nach Bayreuth auf die Festspiele fahren, um Wagner zu sehen und zu hören. Um noch genauer zu sein, man muss nicht nach Bayreuth fahren, um den Ring zu sehen. Nein, natürlich nicht den “einen Ring, sie alle zu knechten”. Die Rede hier ist vom “Ring des Nibelungen“, einer Oper über vier Abende. In Summe gesehen sind die vier voneinander unabhängigen Oper, die aber thematisch zusammenhängen, wohl die zeitlich längsten Werke von ihm. Nicht nur in der Spielzeit, sondern auch in der damaligen Fertigstellung hat Richard Wagner Jahre gebraucht, um diesen Zyklus zu vollenden.

Und wenn man schon mal die Möglichkeit hat, alle vier Opern in Nürnberg zu sehen, sollte man das ausnutzen. Und natürlich haben wir das gemacht. Schon allein deshalb, weil wir viel einfacher Karten erhalten haben, als für Bayreuth ;-) .

Am gestrigen Sonntag war nun der letzte Abend und auch wenn es mir sehr gefallen hat, muss ich sagen, dass ich froh bin. Denn jede einzelne Oper ist mit zwei eingerechneten Pausen etwa fünfeinhalb Stunden lang. Ich muss dazu sagen: ich bin kein ausgemachter Klassikfan. Und doch herrscht in mir eine gewisse Neugierde, Aufführungen in Theater oder Oper zu besuchen, die zu den Klassikern gehören, solange es in der Nähe aufgeführt wird. Ich würde nicht ewig weit fahren, um ein bestimmtes Stück zu sehen.

Doch zurück zu Wagner: Die musikalische Qualität der Nürnberger Staatsoper kann ich leider nicht beurteilen, als Laien hat es mir jedoch sehr gut gefallen. Die wohl bekannteste Passage ist der Walkürenritt, der auch in diversen Filmen zu hören ist (Link zur WMA-Audiodatei). Doch selbst als völlig unbedarfter Zuhörer habe ich nach dem ersten Abend bereits erste wiederkehrende Motive in den drei weiteren Opern wiedererkannt.

Bühnenbildtechnisch ist die Geschichte ebenfalls gut ausgestaltet. Von sehr minimalistischen Aufbauten bis sehr schmuckvollen Kulissen reicht die Darstellung. Der Gesang der Schauspieler hat mir eher weniger gegeben, spielte aber in vielen Szenen sehr gut mit der Musik des Orchesters zusammen. Alles in allem eine sehr lohnenswerte Erfahrung. Jedoch brauche ich nun bis zur nächsten Oper eine größere Pause. Als nächster Programmpunkt sehen wir uns eventuell “Dantons Tod” im Nürnberger Schauspielhaus an.


28
Jul 07

Schwabach unterirdisch

GewölbebogenHeute nachmittag habe ich an einer Führung durch das unterirdische Schwabach teilgenommen. Nicht durch ganz Schwabach, nur in drei große Keller.

Schwabach ist mit ungefähr 17 Kilometer Keller durchzogen. Größtenteils sind es Bierkeller, aber auch Hauskeller sind mit dabei. Grund war die früher sehr hohe Anzahl von Braumeistern in Schwabach: 90 waren es mal.

Leider ist der Erhalt dieser Keller nicht einfach und wird auch von der Stadt Schwabach nicht unbedingt gefördert. So werden immer wieder Luftschächte zubetoniert. Auch die Besitzverhältnisse sind nicht immer ganz klar, denn häufig erstrecken sich die Keller unter verschiedenste Häuser und haben öfters mehrere Zugänge. Schade, denn die Keller sind ein großartiges Zeugnis der Vergangenheit. Und beeindruckend.

Sehr positiv war, dass ich uneingeschränkt fotografieren durfte. Und so finden sich einige schöne Bilder auf meine Speicherkarte, ein paar davon auch auf flickr.


24
Jul 07

Zauber und Grauen

Harry Potter und der Orden des Phönix

Ich glaube es immer noch nicht: Nach recht genau einem Jahr war ich zum ersten Mal wieder im Kino. Unglaublich! Leider hat es ausser dem Fremdsprachenkino Roxy kein Kino geschafft, den Film im Originalton zu zeigen. Deshalb, dieses Mal Harry Potter auf deutsch und ich muss sagen… aber nein, das lest ihr am besten in der Kritik.

Zur Geschichte: Seit Harry Potter (Daniel Radcliffe) Zeuge von Lord Voldemorts (Ralph Fiennes) Auferstehung wurde, leugnet das Zaubereiministerium diese Tatsache. Minister Fudge setzt die sadistische Professorin Umbridge (Imelda Staunton) als Spionin in Hogwarts ein – ausgerechnet im so wichtigen Fach Verteidigung gegen die dunklen Künste. Um sich dennoch auf den Angriff des dunklen Lords und seiner Schergen vorzubereiten, gründen Harry, Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson) “Dumbledores Armee”.

Der fünfte Teil der Serie ist definitiv kein Film mehr für Kinder oder jüngere Jugendliche. Zwar bietet die Handlung immer wieder positive Lichtblicke und Momente des Schwelgens und Innenhaltens, jedoch werden diese weniger. Anzusiedeln ist der Film mittlerweile irgendwo zwischen Grusel, Thriller und Fantasy. Spannend ist auf alle Fälle. Die Thematik der Pubertät wurde sehr gekonnt umgesetzt, bei Harry und dem Zuschauer drängt sich häufiger das Gefühl des “Nicht-verstanden-werdens” auf.

Auch für Nicht-Buchleser (zu denen ich gehöre) bleibt die Handlung verständlich, man ahnt jedoch immer wieder deutlich, dass die Welt des fünften Buches komplexer war. Die deutsche Synchronisation leidet leider etwas. Viele Wortspiele gehen verloren, manche Wortwechsel wirken arg gestakst. Die schauspielerische Leistung bewegt sich durchgehend auf hohem Niveau. Ärgerlich ist bei der digitalen Umsetzung die starken Unschärfen bei schnellen Szenen (dieses Problem haben jedoch viele Filme im digitalen Zeitalter).

Meine Empfehlung: Film-Empfehlung
Empfehlung meiner Frau: Film-Empfehlung


20
Jul 07

Science Fiction von 1957

Das Tal des Lebens

Im Januar berichtete ich im Rahmen einer Buchkritik von John Christopher (englische Wikipedia-Seite zum Auto)und seiner Science-Fiction-Buchreihe “Tripods”. Im Zuge dieses Buches bin ich auf die Suche nach weiteren Büchern vom gleichen Autor gegangen und stieß auf das aus dem Englischen übersetzte Buch “The Death Of Grass”. Die Beschaffung des Buches gestaltete sich, trotz des Alters, nicht besonders schwierig. Über eine der zahlreichen Gebrauchtbuchplattformen, in diesem Falles AbeBooks, für nicht mal fünf Euro und einem lesbaren Zustand.

Zur Geschichte: Als Nachrichten nach Großbritannien dringen, in Fernost seien die kompletten Reispflanzenbestände mit einem Virus befallen, der sie verdorren lässt, und hunderte Millionen Menschen dadurch sterben, nimmt die Zivilisation dies zwar erschrocken, aber doch distanziert zur Kenntnis. Im Laufe der Zeit befällt das Virus jedoch nicht nur Reispflanzen, sondern auch sämtliche Getreide- und Grasarten. Die öffentliche Ordnung und die Zivilisation drohen unterzugehen.

In diesen Tagen versucht John seine Familie zu seinem Bruder aufs Land zu retten. Dieser besitzt einen Hof in einem abgelegenen Tal und hat frühzeitig auf Rüben und Kartoffeln umgestellt. Doch ganz London ist auf der Flucht aus der Stadt, auf der Suche nach Nahrungsmittel…

Die Geschichte beginnt großartig: in die scheinbare Normalität des englischen Alltags schleichen sich langsam und immer stärker die Unsicherheit und der Schrecken ein. Die Nachrichten werden immer ernster, die Menschen immer besorgter.

In der Sprache im Buch und in der Handlung sind deutlich das Entstehungsalter zu lesen: Hauptpersonen sind Männer, Handys tauchen nicht auf und die Formulierungen sind gewählt, lassen sich aber gut lesen.

Im zweiten Teil des Buches verliert Christopher jedoch den weiten Blick der ersten Hälfte, es geht nun um die Dynamiken in der Gruppe. Leider ist dies nicht perfekt ausgeführt, manche Motive bleiben oberflächlich.

Meine Empfehlung: Buch-Empfehlung


16
Jul 07

Neues Gesicht

So, heute also das zweite neue Gesicht in den Tagesthemen in der ARD nach Tom Buhrow. Es ist die 38-jährige Caren Miosga. Nachdem mir Herr Buhrow zwar als USA-Korespondent immer sehr zugesagt hatte, kam er bei mir als Tagesthemen-Sprecher überhaupt nicht an. Zu kühl, zu sachlich, es fehlte die Ironie eines Herrn Wickert.

Nun, innerhalb von zehn Monaten, die zweite neue Sprecherin. Hoffe, es ist kein so ein großer Verlust, wie bei Wickert.

Update: Prima gemacht, Caren! Bravo, so unverfälscht, keck und forsch, einfach erfrischend. Mehr dazu, auf spiegel.de.


15
Jul 07

Super Gau

Cool, endlich hört und sieht man wieder einige bessere Dinge zu Fallout 3. Die äußerst erfolgreiche Fallout-Reihe machte vor einigen Jahren mit Computerspiele im Endzeitszenario nach einem Atomkrieg aufmerksam und schilderte eine schön ausgedachte Spielewelt. Nun kamen zur E3 einige neue Infos uns Screenshots heraus, zu sehen/lesen hier.

Hoffentlich wird es kein so ein Reinfall, wie “Fallout: Tactics”!


15
Jul 07

Nicht wundern…

Nein, ich wundere mich über rein gar nichts mehr. Erinnert mich doch unser neuestes Kinderspielzeug verdammt an meine Gameboy-Zeit. Klar, die meisten Handytöne klingen ähnlich, aber das war schon frapierend.

Hier der Ton, kurz aufgenommen als 300 kb-leichte MP3-Datei. Anhören und selbst überrascht sein. Und wie sagten es die Prinzen: Alles nur geklaut!


9
Jul 07

Der Wind

Zum Nachdenken: Der arme Wind…

via ehrensenf


7
Jul 07

Der letzte Schritt…

…ist getan:

Der letzte Schritt...

Unser im letzten Jahr gekauftes Auto ist nun endgültig als Familienkutsche abgestempelt. Zusätzlich zu der Babyschale und der Spieledecke auf dem Rücksitz erwarb unser Fortbewegungsmittel durch eine zweifelhaftes Upgrade einen Sonnenschutz für die beiden hinteren Fensterscheiben. Wenigstens ist der Inhalt des Upgrades deutsch und nicht fernöstlich oder amerikanischer Natur.

Kein cooles Herumrasen mehr, keine laute Musik (höchstens Biene Maja), bringt alles nix mehr. Aus die Maus, Ruhe im Karton.