Auch für die Fotografie müssen gelegentlich mal neue Accessoires her. Im diesem Falle, einmal für den Schutz der Kamera und einmal für das eigentliche Fotografieren.
Camera Armor
Den Anfang macht meine Silikonhülle der Firma Made namens “Camera Armor“. Eigentliches Problem ist meine Schusseligkeit, die mir schon zu manchen Kratzer an diversen Dingen geholfen hat. Bei meiner D70 nicht anders.
Und da ich nicht immer die ganze Fototasche mit rumschleppen will, sondern häufig nur den Body und die 50er Festbrennweite drauf habe, bin ich auf die oben genannte Silikonhülle gestoßen. Sie umgibt den Großteil der Kamera mit einer etwa drei bis vier Millimeter dicken Schicht aus schwarzem (auch in transparent-rauchig zu erhalten) Silikongummi. Mitgliefert wurden außerdem ein Silikonaufsatz für ein Standardobjektiv, welchen ich momentan nicht nutze und eine Plastikscheibe für den Monitor auf der Kamerarückseite.
Die Hülle bringt man bei abgenommenen Objektiv mit ziemlich viel Ziehen und Zerren sehr passgenau und eng an den Kamerakörper an. Alle Knöpfe lassen sich noch exakt bedienen. Die Kamera hat man nun noch besser im Griff, denn das Silikon um den Körper ist sehr rutschfest. Kleine Details, die auffallen: Am Boden ist an zwei Stellen das Silikon etwas dünner, hierdurch fällt das Befestigen einer Stativplatte leichter. Und am Boden ist das Silkon sehr dick, die Kamera steht super da, setzt man sie auf einer Fläche ab.
Für mich als nicht ganz so vorsichtiger Mensch ein ideales Produkt. Einziger Nachteil: Die hohen Kosten von etwa 45 Euronen.
The Pod
Folgende Grundprobleme behebt das kanadische Produkt “The Pod“: Man will mit leichtem Gepäck unterwegs sein, aber nicht auf das Stativ verzichten. Oder man ist mal wieder in Italien (nur als Beispielland) und darf mal wieder weder blitzen noch ein Stativ in das Museum/die Ausstellung mitnehmen.
Eher bekannt ist die Lösung als Bean Bag, schlicht übersetzt: Bohnensack. Im Internet finden sich etliche Anleitungen zum Selberbau eines solches Bean Bags. Doch einige Probleme hat man bei der Herstellung eines solchen in Eigenregie: Ein aus praktischen Gründen zu wählender dicker, leicht zu säubernder Stoff, ist schwer zu verarbeiten, meistens ohne Nähmaschine mit der Hand. Auch die Füllung ist ein Problem. Nimmt man Naturprodukte (Bohnen, Buchweizen, …), dürfen diese nicht nass werden. Außerdem unterliegen diese Füllprodukte einem gewissen Zersetzungsprozess bei harter Handhabung des Fotosackes.
Für knapp 20 Bohnen erspart man sich dieses Gewerkel und erhält einen Bean Bag, aus wasserabweisenden Unterschicht und strapazierfähiger Seiten- und Oberschicht. In der Mitte auf der Oberseite ist eine Standard-Gewindeschraube angebracht. Die Füllung besteht aus kleinen, harten Plastik-Teilen in nicht ganz runder Form. Die Füllung lässt sich sehr einfach über einen Klettverschluss auf der Unterseite anpassen. Bei meiner D70 habe ich etwas rausgenommen. Wiegen tut der Pod nunmehr Gramm.
Etwas Bedenken hatte ich anfangs aufgrund des geringen Durchmessers von 13 cm. Würde auf diesem schmalen Sack meine Kamera mit meinem Zoomobjektiv 18-70 halten? Die Antwort lautet: Ja. Klar wäre bei einem breiteren Bean Bag die Kamera schneller darauf balanciert. Aber jeder Zentimeter nimmt wieder Platz im ach so engen Rucksack weg.
Bisher war The Pod bei mir nur zwei Tage im Einsatz, doch so wie ich das sehen, wir die Praxis meinen bisherigen positiven Eindruck bestätigen.