Kasachisch nicht lustig

Borat

Nachdem ich auf den ersten Anhieb in Schwabach keine gute Videothek gefunden habe (was nicht heißt, es gebe keine), habe ich mich zum DVD-Verleih von Amazon angemeldet. Dabei haben meine Frau und ich festgestellt, dass wir überhaupt nicht so viele wirklich sehenswerte Filme verpasst haben. Auf der Liste standen nach einer halben Stunde Suche gerade einmal acht DVDs.

Die Lieferung erfolgte in von Amazon gewohnter Schnelligkeit. Leider habe ich es verpasst, für die Liste eine Priorität festzulegen. Somit war die erste DVD “Borat”.

Zur Geschichte: Der kasachische TV-Journalist Borat (Sacha Baron Cohen) soll im Auftrag von Volk und Vaterland nach Amerika reisen, um die Heimat mit detaillierten Erkenntnissen über die westliche Kultur zu befruchten. Voller Stolz brechen Borat und sein Azamat Bagatov (Ken Davitian) auf ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten, um sich sogleich an grenzenlos unfreundlichen New Yorkern die Zähne auszubeißen. Weiter geht die Expedition quer durchs Land von Ost nach West, um erstens den Amerikanern ihre Geheimnisse zu entlocken und zweitens Traumfrau J.C. (Pamela Anderson) zu erobern.

Puh, was für ein schlechter Film. Die angeblichen Witze waren so schlecht, ich konnte mich nicht mal drüber aufregen. Die Simulation einer Dokumentations-Parodie hält nicht was sie verspricht. Sicher ist Cohen kein schlechter Comedian, doch Borat traf weder bei mir noch bei meiner Frau irgendeinen Nerv. Die Story wirkt so zusammengeschustert. Keine Ahnung, wie dieser Film Preise gewinnen konnte und für einen Oscar nominiert werden konnte. Verständlich jedoch die Aufregung in Kasachstan und bei den unfreiwilligen Darstellern über diesen auf Film gebannten Mist

Meine Empfehlung: Film-Empfehlung
Empfehlung meiner Frau: Film-Empfehlung

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2 Kommentare

  1. ich habe den Film in Kino gesehen und musst schon einige male lachen. Viele ( alle?) Witze waren zwar politisch nicht korrekt und diskriminierend und als Gutmensch sollte man nichtmal daran denken zu lachen – aber im Kino war es ja dunkel :-)

  2. Tja, bei dem Film gibt es wohl nur schwarz und weiß in der Kritik. Ich kenn manch einen der den Film liebt.
    Ich selber fand ihn im ersten Drittel ja stellenweise noch ganz witzig aber so ab der Hälfte denkt man sich nur noch: “Nein, jetzt wird er doch nicht das auch noch machen? Ahh, er machts wirklich. Wie schlecht. Kann er nicht wenigstens ein absichtliches Fettnäpfchen auslassen? Kann der Film nicht bitte, bitte in fünf Minuten aus sein?”

    Also: wäre der Film vielleicht eine Halbe Stunde kürzer, nicht so endlos und teils geschmacklos überzogen, dann würde man ihn vielleicht positiver in Erinnerung behalten. (Und glaub ich gern, dass ihr beide ihn nochmal etwas schlechter bewertet als ich ;-)