Dänischer Humor

Adams Äpfel

Ich habe keine Ahnung, ob ich schon jemals einen dänischen Film angeschaut habe. Zwar fallen mir ein paar ein (“Dänische Delikatessen“, “Old Men in New Cars“), aber eine richtige Aussage über die dänische Filmkultur könnte ich jetzt nicht treffen. Vielelicht wird es Zeit, dies zu ändern.

Zur Geschichte: Ausgerechnet der naive Pfarrer Ivan (Bond-Gegner Mads Mikkelsen), der schon an leichteren Fällen kläglich gescheitert ist, soll dem ultrabrutalen Nazi Adam (Ulrich Thomsen) als Bewährungshelfer den Weg zurück in die Gesellschaft ebnen. Adam wiederum wird seiner Freude über soviel Glück kaum Herr, staunt aber nicht schlecht, als das weltfremde Weichei sich als veritables Stehaufmännchen entpuppt und auch durch roheste Gewalt nicht vom Pfad der Tugend abzubringen ist.

Mann, ich hab schon lange keinen so schwarzhumorigen Film mehr gesehen. Vor lauter Zynismus habe ich mich beim Lachen fast verschluckt. Wer diesen Film anschaut, sollte eine gehörige Portion Ironie vertragen können.

Doch der Reihe nach: Die Story ist klasse und eigentlich ziemlich gewöhnlich. Das besondere ist die Ausführung, die anfängliche schablonenhafte Zeichnung der wenigen Charaktere die auftreten sind zu wahr. Interessant wird es, die Aktionen der einzelnen Personen zu beobachten, als sie immer wieder aufeinandertreffen. Bei den dann enstehenden Situationen reibt man sich die Augen und denkt sich “das kann doch nicht wahr sein, das kann er doch nicht machen…!”.

Dabei spielen die Schauspieler einen großartigen Part und überzeichnen deutlich. Erzähltempo, Spannungsbogen, Witz und Storyende passen optimal zusammen. Ein kleiner Film mit einer großen Story.

Meine Empfehlung: Film-Empfehlung
Empfehlung meiner Frau: Film-Empfehlung

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