Hetzjagd beendet

Das Bourne Ultimatum

Nach nunmehr dem dritten Teil soll also Jason Bourne alias Matt Damon zur Ruhe kommen. Dem Helden, bei dem wir im ersten Teil mitgefiebert haben, aufgrund der soliden Story und der handfesten filmischen Umsetzung. Bei dem Helden, als wir im zweiten Teil aufgrund des massiven Einsatzes der Handkamera kaum mehr mitkamen und bei dessen Verlauf wir uns von Franka Potente verabschieden mussten. Ob der dritte Teil der wirklich langersehnte ist?

Zur Geschichte: Nach seiner Flucht quer durch Europa und dem Tod seiner Freundin ist die Vergangenheit von Ein-Mann-Eliteeinheit Jason Bourne (Matt Damon) noch immer weitgehend unbekanntes, aber höchst gefährliches Terrain. Von Rache angetrieben und gnadenlosen Profikillern gehetzt, flüchtet Bourne nach einem heftigen Gefecht aus Moskau über Paris, Madrid und London bis nach Tanger und New York, um sein eigenes Geheimnis zu enthüllen. Mörderische Regierungsagenten, die Bundespolizei und Interpol sind ihm dicht auf den Fersen.

Der Film macht fast alles richtig. Eine gute Story, mit fast keinen Logiklücken. Sparsam eingesetzte Musikuntermalung, solide Dialoge, viel Action, interessante Schauplätze, minimalste Spezialeffekte und sehr gute Schauspieler. Diese Punkte stehen bei Bourne auf der Habenseite.

Doch leider gesellt sich ein einziger Punkt auf die Soll-Seite. Doch dieser ist leider einer der wichtigsten von allen: die Kameraführung und die Kamerainstellungen. Wem schon im zweiten Teil aufgrund der wackligen Kameraführung schlecht geworden ist, der sollte sich für den letzten Teil der Trilogie eventuell eine Kotztüte bereitlegen. Denn die Handkamera zerstört die sehr gut choreographierten Zweikämpfe und macht es fast unmöglich, auf alle interessanten Details zu achten. Und warum die Kamera bei Dialogen über weite Strecken nur eine Gesichtshälfte oder sogar nur das Auge zeigt, während der Rest der Leinwand durch den Schatten des Gegenüber schwarz ist, bleibt unergründet.

Meine Empfehlung: Film-Empfehlung
Empfehlung meiner Frau: Film-Empfehlung

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Ein Kommentar

  1. Größter Kritikpunkt an den Filmen 2 und 3 ist, dass sich fünf Minuten nach Beginn des zweiten Teils die Story plötzlich so sehr von der Buchvorlage entfernt, dass sie im Prinzip nur noch den Namen gemeinsam haben. Sicher, in Filmen wird immer viel dazugedichtet und weggelassen, aber was man mir von diesen Diskrepanzen berichtete war wirklich haarig.

    Trotz allem mögen die Streifen sehr gut sein, mir wurde aber gesagt dass einem nach Lesen der Bücher jegliche Lust darauf vergeht.