Alles ist erleuchtet
Nachdem Elijah Wood durch seine Rolle als Frodo Beutlin im Herr der Ringe-Epos weltbekannt geworden war, folgten kurz nach dem letzten Teil der Mittelerde-Saga zwei völlig untypische Rollen. Die eine in dem Schwarz-Weiß-Neothriller “Sin City” als Serienkiller, die andere in einer abgedrehten Geschichte eines Amerikaners auf Suche nach seinen Verwandten. Der deutliche Rollenwechsel sollte Elijah davor bewahren, in die Fantasy-Ecke gesteckt zu werden. Obs geklappt hat?
Zur Geschichte: Auf der Suche nach Spuren seiner unlängst verstorbenen Großeltern reist der amerikanische Jude Jonathan (Elijah Wood) in die Ukraine. Dort findet er in dem vom westlichem Lifestyle bereits tief durchdrungenen Alex (Eugene Hutz) und einem Straßenköter schnell zuverlässige Begleiter für seine bevorstehende Odyssee durch ein schönes, doch auch ziemlich fremdes Land, in dem man auf typische US-Stadtneurotiker und ihre politisch korrekten Anwandlungen nicht eben gewartet hat.
Der Film legt einen guten Start hin, der Zuschauer amüsiert sich sehr über die etwas verschrobene Figur des Hauptdarstellers und dessen Zusammentreffen mit der polnischen ukrainische Landkultur. Dabei legt der Film von Anfang an ein ruhiges Tempo ein, man hat häufig sehr ruhige Kameraeinstellungen, die Bilder wirken etwas wie in Watte gepackt. Das größtenteils unbekannte Schauspielerensemble agiert dabei glaubwürdig. Auch Elijah Wood schafft es vorzüglich, den seltsamen Charakter zu mimen, der tief in seinem Wunsch nach dem Finden der Vergangenheit steckt.
Leider hilft der positive Start und die guten schauspielerischen Leistungen nicht über die Tatsache hinweg, dass zum letzten Drittel des Filmes die Geschichte verwirrender und die Stimmung tragisch-unglaubwürdig wird. Ein bisschen weniger Tränendrüse und ein oder zwei Geschichtswendungen weniger wären hier mehr gewesen. So bleibt man mit dem Gefühl zurück, einen eigentlich guten Film gesehen zu haben, wenn man ihn verstanden hätte.
Meine Empfehlung: 
Empfehlung meiner Frau: 






Hehe. Danke, Korrektur erfolgt.
Ich bin etwas unschlüssig, ist es jetzt polnische Landkultur oder ist es die Ukraine?