Oktober, 2007


5
Okt 07

Grieche im Hüttlinger

KäseeckenAm Tag der Einheit habe ich mit meiner Familie das neue Restaurant in der neuen Einkaufspassage Hüttlinger in Schwabach ausprobiert. Die Gaststätte heißt “Konstantin” und wird vom gleichen Inhaber betrieben, wie der bereits schon in Schwabach ansässige Grieche namens “Schießhaus”.

Doch beim Betreten ist man eher überrascht und denkt beim Erscheinungsbild nicht an ein griechisches Restaurant. Dunkles Holz (voll im Kommen), ein geräumiges Kellergewölbe, Kristallkronleuchter, wechselnde Farbbeleuchtung von blau, über lila, zurück auf pink. Cremefarbene Vertäfelungen runden das Ganze ab.

Positiv fällt die hohe Anzahl an Bedienungen auf, die rumwuseln. Leider ware nicht einige freundlich, hier könnte man sicher noch einen Tick verbessern.

Das Essen selbst ist gut, wenn auch nicht so reichlich wie bei anderen Griechen. Hier wird wohl der Schwerpunkt leider auf schick und schön dekoriert gelegt, als überreichliche Portionen. Ist die Miete im Hüttlinger so teuer? Schaut es euch selbst an, das Essen auf dem Foto ist eine Vorspeise, gebackener Schafskäse mit drei Brotscheiben, etwa 5 Euro.


3
Okt 07

Fotoshooting

TraurigSo, endlich habe ich es in Angriff genommen: Am Sonntag habe ich mein erstes Fotoshooting mit zwei Models gehabt. In diesem Falle standen mir mein langjähriger Freund Dominik und eine seiner Bekannten, Mirijam, als Models zur Verfügung. Dabei hat es mich sehr gefreut, als ich im Vorfeld erfuhr, dass Mirijam bereits früher gemodelt hat. Anfangs war es überhaupt nicht geplant, sie zu fotografieren, doch zum Glück hat sich das dann spontan ergeben.

Das gut vierstündige Fotoshooting war sehr lehrreich. Allein schon die grundlegenden Dinge, die ich gelernt habe, werden mir beim nächsten Mal nicht mehr passieren: Etwas zum Trinken mitnehmen, sowohl für mich als auch für die Models. Mehr Speicherkarten oder einen Imagetank dabei haben. Auch die anderen Fehler, die man als Newbie macht, werden mir hoffentlich nicht mehr passieren: auf das falsche Auge fokussieren, irgendetwas doofes im Hintergrund übersehen, Gegenstände die dem Kopf des Models erwachsen.

Meine Technik ist irgendwie auch unzureichend geworden: nur drei RAW-Bilder pro Sekunde im Serienbildmodus und dann Warten. Das 50mm-Objektiv ist zwar enorm lichtstark, aber man müsste Kilometergeld für die ständige Bewegung bekommen. Auch zwei oder drei Megapixel mehr Auflösung für Ausschnittsvergrößerungen wären ganz nett.

Nach gut 900 Bildern, die in einer nächtlichen Session auf knapp 150 Bilder reduziert wurden, kamen nun die meines Erachtens knapp 25 sehr guten Fotos heraus, zu finden auf flickr.

Spaß gemacht hat das Dirigieren der Models gemacht, das Suchen von interessanten Hintergründen und das Komponieren des Bildes. Nochmals vielen Dank an Mirijam und Dominik. Es werden sich noch viele Shootings mit ihnen und auch anderen folgen. Fotografie mit Menschen ist um ein Vielfaches interessanter und komplizierter als ohne.


1
Okt 07

Neuester Coup?

Der Schrecksenmeister

So, endlich. Nach bereits einigen uneingehalten Ankündigungen und somit auch etlicher Verspätung ist das neueste Buch von Walter Moers im Handel erhältlich. Anfangs hieß es, es wird ein Fortsetzungsroman von einer bereits bekannten Figur aus einem der Vorgänger. Doch das Buch namens “Der Schrecksenmeister” spielt nur in der gleichen Welt, hat aber sonst keine Parallelen.

Zur Geschichte: Als Echos Frauchen stirbt, findet sich das sprechende Krätzchen schnell in der Gosse wieder. Ohne großartige Überlebenschancen in einer bekannterweise krankmachenden Stadt Swedlaya ist es bereits bald dem Tod geweiht und droht zu Verhungern.
Das Angebot des örtlichen Schrecksenmeister kommt in diesem Moment wie gerufen: Freie Kost und Logis im Schloss bei bestem Essen. Doch für einen hohen Preis: Zum nächsten Vollmond will der Alchimist dem Krätzchen das Körperfett für eine sehr komplizierten Experimente.

Was von der Story her zu Anfang als etwas seltsam klingt, liest sie sich amüsant und abwechslungsreich. Jedoch macht Moers einige Dinge meines Erachtens falsch, die ich in den anderen Büchern sehr gut fand: Er läßt sich viel weniger Zeit, die Charaktere zu entwickeln. So wirken diese nicht besonders tief, bei manche Beweggründe erscheinen nicht glaubhaft.

Auch setzt er mittlerweile einiges an Wissen aus der von ihm erdachten Welt Zamonien voraus. Orte oder Gegebenheiten werden erwähnt, ohne auf diese auch nur kurz einzugehen. Der Spannungsbogen nimmt nur lansgam zu. Speziell zur Mitte des Buches kehrt ein gewisser Schlendrian ein, der Lesefluß nimmt etwas an Fahrt ab.

Würde man hier aufhören, wäre die Kritik nicht besonders gut, ja sogar schlecht. Doch ich habe es selbst kaum geglaubt, Walter Moers kriegt noch die Kurve und legt einen fulminanten Schluss hin, der auch an seine Vorgängerbücher nicht heranreicht. Somit doch noch im Gesamten eine durchschnittliche Leistung.

Meine Empfehlung: Buch-Empfehlung