Endlich ist mein nachträgliches Weihnachtsgeschenk eingetroffen: Eine hardwareseitige Monitokalibrierungslösung aus dem Haus Colorvision, genannt Spyder2express. Wem das alles Fremdwörter sind, hier eine kurze Einführung:
Das Grundproblem ist, dass unser Auge eigentlich zu gut ist für diese Welt. Wo immer wir hinschauen, greifen im Auge und im Gehirn Automatismen, die unser Sehverhalten verbesseren und beeinflussen. So passt sich das Auge automatisch auf Hell und Dunkel ein, korrigiert die Farben und noch vieles mehr. Dies geschieht natürlich auch, wenn wir auf die uns umgebenden Monitore schauen. Ist der Monitor zu hell eingestellt, versucht das Auge dies zu korrigieren. Hat der Monitor einen Farbstich, gewöhnen wir uns nach kurzer Zeit daran. Somit sind eigentlich die Einstellregler an den Monitoren für die Katz, da der davorsitzende Mensch immer subjektiv sieht und nie ein korrektes Bild einstellen wird. Zwar gibt es Hilfsmittel, wie Farbskalen und dergleichen, doch es bleibt Interpretationsspielraum.
Nun die Frage, warum mich das kümmern sollte. Erstmal gar nicht, doch ist man häufig verwundert, wenn das mit Mühe bearbeitete Bild beim Entwickeln, ausdrucken oder an einem anderen Monitor zeigen, überhaupt nicht mit dem Bild daheim übereinstimmt. Natürlich kann das auch an dem anderen Medium liegen, nicht am eigenen Monitor, aber man kehrt ja erst vor seiner eigenen Haustür… Um eine sichere Anzeige zu garantieren, müsste man sehr viel mehr Energie als nur die eigene Monitorkalibrierung hineinstecken, zusätzlich kommt noch die Problematik der unterschiedlichen Farbräume ins Spiel… die Liste ist leider endlos und betrifft jedes Ein- oder Ausgabegerät.
Die mir vorliegende USB-Lösung tut nichts anderes, als in der Standardwerkseinstellungen Farben, Grauwerte und Helligkeiten zu messen und eine korrekte Einstellung für diesen einen meinen Monitor abzuspeichern. Dies benötigt etwa 10 Minuten und geschieht anhand eines optisch überarbeitungsbedürftigen, aber verständlichen Wizards. Auch technische Laien sollten sich sehr gut zurechtfinden. Software für Mac und Windows sind dabei, Linux-Software gibt es auf Anfrage beim Unternehmen.
Da eine Farbkalibrierung nicht mit einmal durchführen erledigt ist und das Tool keine Abnutzung kennt, ist die Investition von knapp 100 EUR absolut gerechtfertigt.
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Tags: Colorvision, Monitorkalibrierung, Spyder 2 Express
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Für den Spyder2 gibt es mit ArgyllCMS praktischerweise eine freie Profilierungs-Lösung, die im Gegensatz zur “Express”-Software weitreichende Eingriffsmöglichkeiten erlaubt. So erhält man mit dem günstigsten Kolorimeter überhaupt Möglichkeiten à la “BasICColor Display 4″ o.ä. Infos dazu und ein Skript zur Automatisierung findet man auf meiner HP.
Naja, bisher erst einmal kalibriert. Ziel ist aber eine monatliche Kalibrierung.
Ich hab das Teil auch, mittlerweile gibts ja auch schon Spyder 3. Aber ich glaube unsere Lösung reicht allemal.
Wie oft kalibrierst du?
Gruß
Karl
oh, sowas steht bei mir auch ganz oben auf dem wunschzettel. Die 100 Euronen werd ich wohl auch bald investieren…