Annie Leibovitz – At Work
Das neue Buch von Annie Leibovitz war dieses Jahr eines der wenigen Buchgeschenke. Umso lohnender, dachte ich. Doch ein wenig Angst blieb, ist das doch seit längerem wieder ein komplett englisches Buch.
Wer Annie Leibovitz nicht kennt: sie ist eine Portrait-Fotografin, die bereits jede Berühmtheit vor der Linse hatte, von den Rolling Stones über George W. Bush bis hin zu Bruce Willis und anderen Stars. Dabei arbeitet sie viel on Location.
Das Buch ist kein Technikbuch. Angaben über Verschlusszeiten, ISO-Angaben und ähnlichem sucht man für die vielen Beispielbildern vergeblich. Die Fotografin richtet ihren Blick und die Beschreibung eher auf die Gesamtsitution, warum das Bild oder die Bilderserie so und nicht anders entstanden ist. Dabei sind die Kapitel groß gewählt, soll heißen sie umfassen größere Themengebiete, wie zum Bespiel “Groups”, “War” oder “Fashion”. Manchmal widmet sie einem Kapitel aber auch einer einzelnen Gegebenheit, wie dem Prozess um O.J. Simpson. Die Kapitel sind nicht zu lang, es ist also ohne weiteres möglich, jederzeit zu unterbrechen. Dies habe ich jedoch nicht gemacht, ich habe das Buch in drei großen Stücken gelesen.
Zwar schließt Annie ihr Buch mit zwei Kapiteln namens “die zehn häufigsten Fragen” und “Technik”, aber das Buch ist klar an die allgemeine Situation am und um ein Fotoshooting gerichtet. Dabei fließen eigene Gedanken, Tipps und die Berichterstattung ineinander über. Manchmal holt sie meines Erachtens zu weit aus. Trotzdem wirkt das Buch nie langweilig oder langatmig.
Meine Empfehlung: 



















